Aktualisiert: 17.08.2020 - 21:01

Gefahr im Sommer bei Wärme Mit diesen Tipps vermeiden Sie gefährliche Lebensmittelkeime

Von der Redaktion

Mmh, lecker! Grillen im Sommer ist ein echtes Muss. Doch Vorsicht: Sie sollten wissen, wie Sie Lebensmittelkeime vermeiden.

Foto: iStock / GMVozd

Mmh, lecker! Grillen im Sommer ist ein echtes Muss. Doch Vorsicht: Sie sollten wissen, wie Sie Lebensmittelkeime vermeiden.

Grillen im Sommer ist ein Muss. Doch dabei lauern auch gefährliche Lebensmittelkeime. Mit unseren Tipps erfahren Sie, wie man sie vermeidet.

Für viele ist der Sommer die schönste Zeit des Jahres. Man verbringt Zeit mit Familie und Freunden, grillt im Garten oder im Park und macht Picknick am See. Schließlich kann man bei den hohen Temperaturen das Essen draußen an der frischen Luft am besten genießen.

Doch gerade diese Zeit ist auch besonders trügerisch. Denn wer Nahrungsmittel ungekühlt draußen transportiert oder stehen lässt, der riskiert Keime. Und die können gefährlich sein. Salmonellen, Campylobacter oder Schimmelpilze zum Beispiel können bakterielle Erkrankungen hervorrufen – mit gesundheitlichen Folgen. Mit einigen Tipps kann man Lebensmittelkeime im Sommer aber weitgehend vermeiden.

Lebensmittelkeime vermeiden: Das müssen Sie beachten

Tipp 1: Die richtige Kühlung

Gerade wenn es nach draußen geht, sollte man penibel darauf achten, Lebensmittel richtig zu kühlen. Insbesondere gilt dies für Fleisch, Fisch und Eier, und zwar bereits nach dem Einkauf im Supermarkt. Dafür eignet sich eine Kühltasche. Wenn Sie das Fleisch zum Grillen im Garten oder am See parat haben wollen, empfiehlt sich hingegen eine spezielle Kühlbox. Sie hält verderbliche Ware länger frisch und verhindert so Keime.

Vorsicht geboten ist auch bei Grill-Klassikern wie Salaten und frisch geschnittenem Gemüse. Wie hoch ist das Keim-Risiko eigentlich bei vorgeschnitten Melone? Hier erfahren Sie es! Bis zum Verzehr gehören Salate, Obst und Gemüse in den Kühlschrank – und dieser sollte mindestens auf fünf Grad Celsius eingestellt sein, je nach Jahreszeit sogar noch kühler.

Tipp 2: Küchenutensilien reinigen

Auch die Küchenhelfer sollten besonders im Sommer sauber gehalten werden. Schneidebretter und Messer, auf denen beispielsweise rohes Fleisch oder roher Fisch zubereitet wurden, bitte stets mit Spülmittel und heißem Wasser reinigen.

Für andere Lebensmittel wie Obst, Gemüse oder Milchprodukte unbedingt ein anderes Brett benutzen – Keime können sich sonst auch hier ansiedeln. Und natürlich nicht vergessen, sich nach dem Zubereiten von Speisen, gerade rohen Lebensmitteln, regelmäßig mit Seife die Hände zu waschen. Hier erfahren Sie mehr darüber, wie man richtig desinfiziert, damit Oberflächen virenfrei werden.

Tipp 3: Nicht zu kurz garen

Die meisten Feinschmecker essen Steak gerne rosa bis blutig und Fisch sollte für sie glasig sein. Doch im Sommer sollten Sie von Ihren Gar-Präferenzen etwas Abstand nehmen.

Gerade Fleisch oder Fisch, das nicht ganz durchgegart ist, ist ein Nährboden für Keime. Geflügel und Schwein sollten immer durch sein, sodass klarer Fleischsaft austritt. Und das Rumpsteak schmeckt im Sommer auch gut, wenn es nur zartrosé gebraten ist.

Diese Keime sind besonders gefährlich

Besonders bei hohen Temperaturen ist also Vorsicht geboten. Denn Keime lauern vor allem im Sommer überall auf Lebensmitteln. Hier geben wir Ihnen Überblick über die gefährlichsten Keime und ihre Folgen für die Gesundheit.

Schimmelpilze entstehen durch Sporen, die über die Luft an Lebensmittel gelangen. Brot, Obst und Gemüse, Trockenfrüchte, Getreide können schnell verderben. Mit Schimmel ist nicht zu spaßen, es können sich mitunter krebserregende Gifte entwickeln, die zu Nieren- und Leberschäden führen und vor allem für ungeborene Kinder sehr gefährlich werden können.

Mit Schimmel befallene Lebensmittel entsorgen

Wenn Sie auf einem Lebensmittel eine Stelle mit Schimmel entdecken, entsorgen Sie es vollständig. Es wäre zu riskant, grobflächig Stellen wegzuschneiden und vermeintlich nicht verschimmelte Teile zu verzehren. Schimmel im Kühlschrank: So bekommen Sie ihn mit Hausmitteln weg!

Es sind aber nicht nur Schimmelpilze, die gesundheitsschädlich sind. Auch Salmonellen können sich im Sommer schnell ausbreiten – mit erheblichen Folgen.

Salmonellen vermeiden: Nur frische Eier verwenden

Die Keime gelangen durch den Darm von Schweinen oder Hühnern auf zerlegtes Fleisch oder die Eierschale. Das tückische: Sogar Minustemperaturen können Salmonellen nichts anhaben. Wird tiefgefrorenes Fleisch aufgetaut, können die Keime auch im Auftauwasser sein. Meistens führt eine Salmonelleninfektion zu Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall und kann mitunter schwere Verläufe nehmen.

Doch wie vermeidet man diese Keime am besten? Auftauwasser vorsichtig auffangen und in der Spüle entsorgen, unbedingt mit heißem Wasser nachspülen. Das gilt wie bereits zu Anfang erklärt auch für Küchenutensilien, die mit Fleisch, möglicherweise kontaminiertem Wasser oder Ei in Berührung gekommen sind. Bei beliebten Sommer-Desserts wie Tiramisu, in dem rohe Eier verarbeitet sind, sollten Sie nur auf frischeste Ware zugreifen und darauf achten, dass die Schale intakt ist. Anschließend gut kühlen und möglichst schnell verzehren.

Campylobacter kann Nervenerkrankungen auslösen

Ähnlich wie bei Salmonellen gelangen Campylobacter-Bakterien über den Darm von Geflügel in Umlauf. Man findet sie auf rohem Fleisch, unmarinierten Hühnerkeulen oder fertigen Chicken Wings. Campylobacter kann schwere Magen-Darm-Beschwerden auslösen oder sogar Nervenerkrankungen mit Lähmungserscheinungen.

Um sich vor einer Infektion zu schützen, sollte Fleisch – wie bereits erwähnt – gut durchgegart werden. Als Richtwert gilt: Mindestens zwei Minuten bei 70 Grad Celsius garen, so wird Campylobacter abgetötet. Immungeschwächte, ältere Personen oder Schwangere sollten auf rohes oder nicht vollständig durchgegartes Fleisch besser verzichten.

Äußerste Vorsicht vor E. Coli

Auch Escherichia (E.) coli ist nicht zu unterschätzen. Es kann sowohl beim Zerlegen von Fleisch, durch das Melken von Kühen oder durch Pflanzendünger bei Obst und Gemüse auf Lebensmittel geraten. Mögliche Folgen: Magen- und Darmerkrankungen, Infekte der Harn- und Atemwege, Blutvergiftungen oder sogar Hirnhautentzündungen bei Neugeborenen. Ein Typ von E. Coli ist Ehec und war vor einigen Jahren sehr häufig auf Sprossen, Gemüsesticks, aber auch rohen Fleischprodukten wie Mettwurst zu finden.

Hitze kann den Keim töten. Gefrorenes Obst sollte also am besten gekocht, frisches rasch verzehrt werden. Auch von rohem Teig sollten Sie die Finger lassen – und zwar egal, ob im Sommer oder Winter!

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