13.07.2020 - 17:39

Vorsicht Viren Gefrorene Beeren essen? Deshalb ist das keine gute Idee!

Sehen lecker aus – können aber Krankheitserreger wie Noroviren beherbergen: Gefrorene Beeren sollten Sie vor Verzehr am besten erhitzen.

Foto: iStock.com/Ulrike Leone

Sehen lecker aus – können aber Krankheitserreger wie Noroviren beherbergen: Gefrorene Beeren sollten Sie vor Verzehr am besten erhitzen.

Gefrorenes Obst ist eine klasse Sache für Smoothies und Co. Aber einfach so aus dem Tiefkühler in den Mund? Das kann unter Umständen gefährlich werden.

Gerade Beeren sind als Tiefkühlware äußerst beliebt. Doch auch wer im Garten viele Beerensträucher hat, denkt nebst Einkochen gerne mal übers Einfrieren nach. Doch einfach so sollten Sie die gefrorenen Beeren nicht essen. Denn auf ihnen können Krankheitserreger lauern. Zum Glück gibt es aber ein paar Tricks.

Gefrorene Beeren nicht einfach so essen: Vorsicht vor Viren

Das Problem: Auf Tiefkühlbeeren können Noroviren oder auch andere Erreger, wie Hepatitis, sitzen, die etwa beim Anbau, bei der Ernte oder der Verarbeitung daraufgelangt sind. Das Norovirus kann vor allem Magen-Darm-Erkrankungen auslösen. Kälte aber kann Noroviren nichts anhaben. Hitze hingegen schon. Die Verbraucherzentrale Bremen rät daher dazu, die gefrorenen Früchte auf rund 90 Grad zu erhitzen. Für den Smoothie oder das Dessert eignen sie sich danach noch immer super.

Schwangere oder Menschen mit Immunschwäche, Kinder oder Ältere sollten lieber auf frische, gut gewaschene Früchte zurückgreifen oder die TK-Variante eben vorher erhitzen.

Waren die Früchte durchgängig gekühlt und werden sie gut gesäubert, können gesunde, nicht schwangere Menschen aber ruhig auch mal eine Handvoll gefrorener Beeren in Smoothie oder Müsli rühren. Gerade im Sommer kann das ziemlich erfrischend sein. Achten Sie aber auf eine gute Küchenhygiene.

Beeren richtig lagern: So geht's

Wer seine Himbeeren, Brombeeren und Co aber lieber frisch verzehren will, sollte sie vor dem Verzehr gründlich abwaschen, am besten heiß. Die Verbraucherzentrale Bremen rät dazu, Beeren in einem flachen Gefäß im Kühlschrank zu lagern – am besten nicht übereinander, denn gerade Himbeeren sind sehr druckempfindlich – und mit einem frischen, trockenen Tuch abgedeckt. Bis zu drei Tage halten etwa Himbeeren so im Kühlschrank.

Saisonal kaufen schützt die Umwelt

Achten Sie beim Kauf von Obst auch auf die Saison: Himbeeren aus regionalem Anbau haben von Juli bis August Saison. In dieser Zeit können Sie sicher sein, dass Ware aus Deutschland den kleinsten ökologischen Fußabdruck hat. Achten Sie dabei auf regionalen Anbau. Auch Blaubeeren und Brombeeren sowie Johannisbeeren und Kirschen kommen jetzt aus heimischen Gefilden. Und auch die Erdbeere gibt es derzeit noch, auch wenn ihre Saison sich im Juli dem Ende neigt.

Anders sieht es übrigens im restlichen Jahr aus: Kaufen Sie Beeren aus Deutschland etwa im Frühjahr, kommen sie meist aus Gewächshäusern. Dann kann es sogar sein, dass der regionale Anbau mehr CO2 verursacht, als der Transport aus ferneren Ländern, in denen die Früchte in unbeheizten Gegenden wachsen können. Meist kommen die Früchte im Frühjahr aus Südeuropa. Im Winter können Sie mit Beeren von der Südhalbkugel rechnen, etwa Südafrika oder Südamerika – sie reisen also enorm lang. Es lohnt sich daher, immer auf den Saisonkalender zu schauen. Das gilt übrigens nicht nur für Obst, sondern auch für Gemüse!

Das Norovirus breitet sich in Deutschland vor allem in Wintermonaten schnell aus, kann aber auch sonst leicht eine Magen-Darm-Grippe auslösen. Hier lesen Sie mehr über 11 Hausmittel bei Brechdurchfall, die wirklich wirken.

Quellen: Verbraucherzentrale Bremen, dpa, Gesundheitstrends/Netdoktor

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