03.07.2019

Nudeln, Kartoffeln und Co. So lange halten sich gekochte Lebensmittel im Kühlschrank

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Nudeln kann man nach dem Kochen zwar noch etwas aufheben, man sollte sie aber zeitnah verspeisen. Im Artikel erfahren Sie, welche gekochten Lebensmittel sich wie lange
im Kühlschrank halten.

Foto: iStock/Donald Erickson

Nudeln kann man nach dem Kochen zwar noch etwas aufheben, man sollte sie aber zeitnah verspeisen. Im Artikel erfahren Sie, welche gekochten Lebensmittel sich wie lange im Kühlschrank halten.

Sie haben Nudeln gekocht und wollen sie die nächsten Tage noch essen? Wir verraten, wie lange sich gekochte Lebensmittel im Kühlschrank halten.

Das kennen Sie doch sicher auch. Für die ganze Familie wird ein großer Topf Spaghetti Bolognese gekocht – so viel, dass man davon locker noch die nächsten Tage essen kann. Also ab in den Kühlschrank mit der Pasta. Doch wie lange bleibt das Essen eigentlich frisch?

Leider oft viel kürzer, als man denkt. Wir sagen Ihnen, welche gekochten Lebensmittel wie lange im Kühlschrank haltbar sind.

Gekochte Lebensmittel nicht zu lange im Kühlschrank lassen

Die Annahme, dass gegartes Essen im Kühlschrank ewig haltbar ist, ist falsch. Es muss dabei nicht mal schlecht riechen oder schmecken – und doch kann es bereits verdorben sein. Durch den Garvorgang werden Keime im Essen zwar teils abgetötet, damit ist gekochtes Essen aber nicht länger haltbar als rohes. Ein unbehandelter Apfel zum Beispiel hält länger als Apfelmus.

Wichtig: Trockene Lebensmittel halten sich länger als feuchte – letztere sind perfekter Nährboden für Bakterien.

Nudeln, die bereits gekocht sind, sollten Sie nicht zu lange im Kühlschrank stehen lassen und innerhalb von drei bis vier Tagen aufbrauchen. Der Grund: Die in der Pasta enthaltene Stärke ist ein Nährboden für Bakterien – selbst, wenn Sie alles ordentlich abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Denn die Sporen, die sich bilden, werden auch beim erneuten Aufwärmen des Essens nicht richtig abgetötet, da sie ziemlich hitzeresistent sind.

Vorsicht bei Kartoffeln und Reis, Suppen und Eintöpfen

Ähnlich sieht es bei Pell- und Bratkartoffeln aus. Hier sollte man sogar noch vorsichtiger sein und sie maximal drei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Bei Reis gilt die Faustregel: maximal zwei Tage nach dem Kochen noch genießbar. Wie ist das eigentlich bei abgelaufenem Essen? So lange sind Lebensmittel wirklich haltbar.

Auch Suppen und Eintöpfe sollten nicht zu lange aufgehoben werden. Nach maximal zwei bis drei Tagen sollten sie entsorgt werden. Vorsicht ist hier vor allem bei Pilzsuppen geboten, diese am besten nach maximal einem weiteren Tag in der Kühlung verzehren.

Trockene Speisen können länger aufbewahrt werden. Ein paniertes Schnitzel kann, wenn es richtig abgedeckt ist, zum Beispiel eingeschweißt in einem Gefrierbeutel, mindestens fünf Tage später noch gegessen werden. Wie Sie Schnitzel richtig panieren, lesen Sie übrigens hier.

Kurz zusammengefasst: So lange bleiben gekochte Lebensmittel haltbar

  • Nudeln: 3-4 Tage
  • Kartoffeln: 3 Tage
  • Reis: 2 Tage
  • Suppen/Eintöpfe: 2-3 Tage
  • Fleischgerichte, z.B. Schnitzel: gut eingepackt bis zu 5 Tage.

Auf die richtige Aufbewahrung kommt es an

Dabei kommt es vor allem darauf an, wie man gekochte Lebensmittel aufbewahrt. Empfehlenswert ist, das Produkt nach dem Kochen noch etwas abkühlen zu lassen, ehe es in den Kühlschrank kommt. Länger als zwei Stunden sollte es aber nicht ungekühlt in der Küche stehen. Außerdem sollten Sie darauf achten, das Essen nicht im heißen Topf in den Kühlschrank zu stellen. Der Garprozess läuft dann noch weiter und trifft auch die Kälte des Kühlschranks. Am besten füllt man die Lebensmittelreste in flache Tupperdosen und Schalen, damit sie schnell erkalten können. Sollten Sie Lebensmittel länger aufbewahren wollen, frieren Sie sie lieber im Eisfach ein. Hier erfahren Sie, welche 17 Lebensmittel sich einfrieren lassen.

Tipp: Kühlschrank regelmäßig reinigen

Wie lange gekochte Lebensmittel haltbar sind, hängt auch von der Temperatur des Kühlschranks ab: je kühler, desto länger haltbar. Durchschnittlich sieben Grad Celsius sollte sie betragen. Bakterien vermehren sich bei unter vier Grad Celsius am langsamsten. Eine so niedrige Temperatur im Kühlschrank hat aber auch Nachteile. Zum einen steigert sich der Energieverbrauch, je kühler es wird. Zum anderen leiden einige Lebensmittel unter Temperaturen knapp über null Grad. Aufschnitt, Käse und auch Gemüse verlieren mitunter an Aroma, mit einem Stück Butter können sie Scheiben einschlagen…

Generell sollten Sie den Kühlschrank regelmäßig reinigen, am besten einmal im Monat, damit sich nicht noch mehr Nährboden für Bakterien und andere Keime bietet. Das funktioniert gut mit herkömmlichen Reinigungsmitteln oder mit Essigwasser.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Themenseite Haushaltstipps.

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