26.04.2019 - 15:17

Kleine Warenkunde Die verschiedenen Salatsorten im Check!

Wie soll man sich denn bei all der Auswahl für eine Salatsorte entscheiden? Wir verraten Ihnen, welche Sorte mit welchen Besonderheiten aufwarten kann.

Foto: iStock/Aja Koska

Wie soll man sich denn bei all der Auswahl für eine Salatsorte entscheiden? Wir verraten Ihnen, welche Sorte mit welchen Besonderheiten aufwarten kann.

Gerade wenn die Tage immer wärmer werden, sehnen wir uns nach leichten Gerichten – zum Beispiel in Form eines Salates. Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen all den verschiedenen Salatsorten? Was zeichnet sie im Einzelnen aus? Wir verraten es.

Salat in verschiedenen Variationen landen bei den meisten Menschen regelmäßig auf den Tellern. Kein Wunder: Er ist gesund, leicht und lecker – und wird mittlerweile in schier unüberschaubarer Artenvielfalt angeboten. Bei all der Auswahl kann man sich durchaus die Frage stellen, worin eigentlich der Unterschied bei all den Salatsorten besteht. Wir haben Rucola, Radicchio, Feldsalat und Co für Sie unter die Lupe genommen.

Salatsorten in der Übersicht: Eisbergsalat – der Erfrischende

Der Eisbergsalat ist wirklich in jedem Supermarkt zu finden. Der hellgrüne, runde Kopf ist vor allem deshalb so beliebt, weil er besonders robust ist. Auch nach mehreren Stunden in der Salatschüssel macht er nicht schlapp und ist schön knackig.

Geschmack: Durch den recht hohen Wasseranteil ist Eisbergsalat herrlich mild und erfrischend im Geschmack.

Saison: Von Mai bis Oktober ist Eisbergsalat aus heimischem Anbau erhältlich. Aber auch in der restlichen Zeit muss man auf den leckeren Salat nicht verzichten, denn als Importware steht er immer zur Verfügung.

Zubereitung: Eisbergsalat wird zumeist roh und zerrupft in Salatkompositionen verwendet. Da er sehr knackig ist, wird er auch gerne in Kombination zu Wurst und/oder Käse als Brotbelag verwendet. Auch angebraten ist Eisbergsalat ein Genuss, dann schmeckt er nämlich leicht nach Spinat.

Nährwerte auf 100 g: 13 kcal – 0,7 g Eiweiß – 0,3 g Fett – 1,9 g Kohlenhydrate – 0,6 g Ballaststoffe

Gut für Ihre Gesundheit: Verhältnismäßig gesehen hat der Eisbergsalat recht wenige Nährstoffe. Aber in Sachen Vitamin C kann er mit einigen anderen Salatsorten mithalten.

Hätten Sie es gewusst?

  • Eisbergsalat besteht zu 95% aus Wasser – perfekt für jede Diät.
  • Einst wurde der Salat von Küste zu Küste transportiert und dabei auf Eis frisch gehalten. So kam der Eisbergsalat auch zu seinem Namen.
  • Der Salat ist so knackig, dass er auch als "Krachsalat" oder "Knacksalat" bekannt ist.

Römersalat – der Frische

Römersalat (auch als Romana-Salat bekannt) ist ein leckerer Blattsalat, dessen Außenblätter keilförmig geformt sind. Manch einer kennt ihn auch unter dem Namen Kochsalat – und das aus gutem Grund. Gerade im Mittelmeerraum landet der Römersalat nämlich nicht nur am Salatbuffet, sondern oftmals auch direkt im Kochtopf.

Geschmack: Römersalat besteht zu 92% aus Wasser und schmeckt daher herrlich frisch und hat im Vergleich zu Kopfsalat eine leicht bittere Note.

Saison: Verfügbar ist der Römersalat während des ganzen Jahres – von Oktober bis April meist als Importware aus dem Mittelmeerraum, danach auch aus heimischem Anbau.

Zubereitung: Roh geht so ein Salat ja immer – doch Römersalat schmeckt auch hervorragend gedünstet und gratiniert! Die großen Blätter eignen sich auch hervorragend dazu, befüllt zu weden. Probieren Sie zum Beispiel diese mexikanischen Salat-Tacos mit Tomatensalsa und Avocado aus.

Nährwerte auf 100 g: 16 kcal – 1,6 g Eiweiß – 0,2 g Fett – 1,7 g Kohlenhydrate – 1,3 g Ballaststoffe

Gut für Ihre Gesundheit: Diese Salatsorte hat mehr Vitamin C als jeder andere Salat. Ebenfalls, wenn auch in kleineren Mengen, sind einige B-Vitamine und Mineralstoffe enthalten.

Hätten Sie es gewusst?

  • Vor rund 4.000 Jahren erfreute sich Römersalat auch in Ägypten einer großen Beliebtheit – und zwar als Aphrodisiakum.
  • Besonders beliebt ist der Römersalat übrigens in der Region rund um Kassel, da dort auch die hierzulande größte Anbaufläche ist.
  • Und apropos Kassel: Haben Sie schon mal etwas von sogenannten "Kassler Strünkchen" gehört? Gemeint ist eine Spezialität aus Kassel, bei der der Strunk des Salats fein gedünstet und wie Spargel serviert wird.

Chicorée – das Figurwunder

Botanisch gesehen zählt Chicorée zur Familie der Korbblütler. Der Salat besteht aus festen weißen Blättern mit einer blass gelben Spitze – mittlerweile gibt es aber auch besondere Züchtungen, bei denen die Blattspitzen rötlich leuchten.

Geschmack: Chicorée ist vor allem wegen seines bitter-herben Geschmacks so beliebt.

Saison: Chicorée hat vor allem in den Wintermonaten Saison, da die Wurzeln Kälte zum Austreiben benötigen. Doch gekühlt lässt sich dieser Prozess über Monate lang hinauszögern, sodass die Knospe während des ganzen Jahres erhältlich ist.

Zubereitung: Vor dem Verzehr sollten die äußeren Blätter entfernt werden. Wenn Sie es nicht ganz so bitter mögen, entfernen Sie am besten auch den Strunk. Chicorée schmeckt übrigens nicht nur roh, sondern auch gegart oder gratiniert, etwa mit aromatischem Serrano-Schinken.

Nährwerte auf 100 g: 14 kcal – 1 g Eiweiß – 0,2 g Fett – 0,7 g Kohlenhydrate – 1,3 g Ballaststoffe

Gut für Ihre Gesundheit: Chicorée ist wirklich überaus gesund. Er stärkt das Immunsystem, unterstützt bei der Verdauung und senkt den Cholesterinspiegel. Darüber hinaus enthält Chicorée eine beachtliche Menge an Vitamin A, was wiederum gut für die Sehkraft ist. Der Mineralstoff-Mix aus Magnesium, Calcium und Phosphor ist gut für Zähne, Muskeln, Knochen und Nerven.

Hätten Sie es gewusst?

  • Chicorée kann Ihnen beim Abnehmen helfen! Das liegt am enthaltenen Inulin, das den Blutzuckerspiegel stabil hält und dadurch Heißhungerattacken verhindert. Daher fungiert Chicorée quasi als natürlicher Appetitzügler.
  • Die Wurzeln des Salats wurden im 19. Jahrhundert getrocknet, geröstet und anschließend zu einem billigen Kaffee-Ersatz verarbeitet. Dieser nannte sich Zichorienkaffee.

Rucola – der Trendsetter

Einst noch eher ein wildes Kraut, dann ein absoluter Trendsetter – nun eine stets beliebte Sorte auf dem Salatteller: Rucola, auch Rauke genannt. Das Kraut hat in den vergangenen 25 Jahren einen steilen Aufstieg hingelegt.

Geschmack: Rucola zeichnet sich durch einen nussigen und zugleich intensiven Kräutergeschmack mit leichter Schärfe aus.

Saison: Rucola kann während des gesamten Jahres käuflich erworben werden. Wenn Sie Wert auf heimischen Anbau legen, dann greifen Sie vor allem von April bis Oktober zu.

Zubereitung: Das aromatische Kraut macht in den verschiedensten Salat-Kompositionen eine gute Figur, etwa in Kombination zu Zuckerschoten, Radieschen und Ei. Aber Rucola kann so viel abwechslungsreicher zum Einsatz kommen! In vielen italienischen Restaurants wird er als Topping für Pizza gewählt und auch als Zutat für Nudelgerichte und verschiedene Vorspeisen macht Rucola eine gute Figur.

Nährwerte auf 100 g: 27 kcal – 2,6 g Eiweiß – 0,7 g Fett – 2,1 g Kohlenhydrate – 1,6 g Ballaststoffe

Gut für Ihre Gesundheit: Rucola ist reich an Vitamin C und stärkt dadurch das Immunsystem. Die ebenfalls enthaltene Folsäure kann wiederum Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz vorbeugen. Rucola enthält übrigens ätherische Senföle, die das Wachstum von Viren, Pilzen und Bakterien hemmt und somit antibiotisch wirkt.

Hätten Sie es gewusst?

  • In der Naturkunde kommt Rucola schon seit Jahrhunderten zum Einsatz – und zwar bei Verdauungsstörungen, zur Blutreinigung und zur Entwässerung des Körpers.
  • Für Kleinkinder und Babys ist Rucola nicht geeignet. Zum einen ist er zu scharf, zum anderen enthält er zu viel Nitrat, aus dem der Körper schädliche Stoffe bilden kann.

Radicchio – der Farbenfrohe

Radicchio ist nicht nur in seinem Heimatland Italien schwer beliebt! Kaum verwunderlich, er sticht eindeutig aus jeder Salat-Komposition hervor – was natürlich an der Farbe liegt, denn anders als die meisten anderen Sorten erstrahlen Radicchio-Blätter nicht in grün, sondern in rot-weißem Gewand mit feiner Maserung.

Geschmack: Auch in Sachen Geschmack ist Radicchio etwas ganz Besonderes, denn er schmeckt herb, leicht bis ausgeprägt bitter, etwas scharf und trotzdem angenehm frisch.

Saison: Von Juni bis Oktober können Sie Radicchio aus Deutschland kaufen – in den verbliebenen Monaten ist das Kraut als Importware zu haben.

Zubereitung: Radicchio macht sich natürlich hervorragend als Farbtupfer in Salaten aller Art. Darüber hinaus kann er verschiedenen italienischen Gerichten eine besondere Note verleihen, etwa in Streifen geschnitten über Pasta oder Risottos. Ebenfalls unverschämt lecker: dieses Rezept für Limburger mit Musik mit Zwiebeln und Radicchio.

Nährwerte auf 100 g: 15 kcal – 1 g Eiweiß – 0 g Fett – 2,1 g Kohlenhydrate – 1,4 g Ballaststoffe

Gut für Ihre Gesundheit: Radicchio steckt voller Intybin – einem Bitterstoff, der sich günstig auf die Verdauung sowie auf die Blutgefäße auswirkt und auch auf die Produktion der Gallensäfte anregt. Wie auch beim Chicorée enthält Radicchio viel Inulin, das den Blutzuckerspiegel stabilisiert und somit Heißhungerattacken unterbindet.

Hätten Sie es gewusst?

  • Früher kam Radicchio zum Einsatz, wenn Magen und Darm gestresst waren.

Feldsalat – der Nussige

Feldsalat ist schon optisch etwas Besonderes, denn es handelt sich um Blätter unterschiedlicher Größe, die zusammengenommen eine kleine Grundrosette bilden. Und auch sonst haben die hübschen, sattgrünen Blättchen einiges zu bieten.

Geschmack: Feldsalat schmeckt leicht nach Haselnuss, was ihm auch den Spitznamen "Nüssli" einbrachte.

Saison: In Sachen Feldsalat gibt es eine Frühjahrs- und eine Herbstkultur. Hochsaison haben die Blättchen von Mitte Oktober bis Ende April.

Zubereitung: Durch den nussigen Geschmack passt Feldsalat hervorragend zu herzhaften Speisen, gerne in Kombination zu Fisch, Schinken oder Fleisch. Wie wäre es denn zum Beispiel mit diesem Hähnchenbrustfilet mit Parmaschinken auf Feldsalat? Lecker und obendrein auch noch Low Carb. Auch gedünstet kann Feldsalat genossen werden, wobei man aber darauf achten sollte, dass die Garzeiten kurz ausfallen.

Nährwerte auf 100 g: 18 kcal – 1,8 g Eiweiß – 0,4 g Fett – 0,8 g Kohlenhydrate – 1,8 g Ballaststoffe

Gut für Ihre Gesundheit: Feldsalat ist wirklich unheimlich gesund. Die beachtliche Menge an Kalium reguliert den Flüssigkeitsgehalt im Körper und sorgt dafür, dass überschüssige Flüssigkeit besser ausgeschieden wird. Er enthält außerdem besonders viel Eisen (gut für die Blutbildung), die Vitamine A (gut für Augen und Haare) und C sowie Folsäure.

Hätten Sie es gewusst?

  • Feldsalat ist eine einheimische Wildpflanze. Sie wurde erst im späten Mittelalter kultiviert.
  • Im 16. Jahrhundert fand Feldsalat vor allem in der Klostermedizin Verwendung.
  • Feldsalat sollte am besten am Tag des Kaufs verzehrt werden, da er eine sehr kurze Haltbarkeit hat.
  • Die kleinen grünen Blätter enthalten ätherischen Baldrian-Öle und helfen bei enormer Anspannung, Stress und innerer Unruhe.

Kopfsalat – der Klassiker

Kopfsalat ist der absolute Klassiker hierzulande und war Generationen lang DER Salat schlechthin. Heutzutage gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Salaten, was den Kopfsalat ein wenig in den Hintergrund hat rücken lassen. Zu Unrecht, denn der Salat mit den saftig-grünen Blättern hat einiges auf dem Kasten.

Geschmack: Mild und fein – dieser Geschmack macht den Kopfsalat universell einsetzbar. Die buttrige Konsistenz und die leicht würzigen Aromen unterstreichen den Geschmack.

Saison: Ab Mai über den ganzen Sommer hinweg gibt es jungen Kopfsalat aus heimischen Anbau. Aus dem Treibhaus ist Kopfsalat während des ganzen Jahres zu haben.

Zubereitung: Kopfsalat ist dank der großen Blätter ganz einach zu putzen und anschließend zu verarbeiten. Ob als Beilagensalat zu Schnitzel und Fisch, oder als Bestandteil eines gemischten Salates – die feinen Blätter des Kopfsalats machen eine wirklich gute Figur. Unser Geheimtipp: Hühnchen auf Gemüsesalat mit Blauschimmelkäsedressing.

Nährwerte auf 100 g: 14 kcal – 1 g Eiweiß – 0,2 g Fett – 1 g Kohlenhydrate – 1,5 g Ballaststoffe

Gut für Ihre Gesundheit: Kopfsalat enthält eine Menge Vitamin D und viele sekundäre Pflanzenstoffe, was bei Verzehr einem natürlichen Anti-Aging-Mittel gleichkommt. Der Salat wirkt antioxidativ und schützt die Zellen vor schädlichen Einflüssen.

Hätten Sie es gewusst?

  • Der einstmals ungeschlagen gute Ruf des Kopfsalats hatte durch den Anbau im Treibhaus schwer gelitten. Der Grund: Auf diese Weise angebauter Salat wies häufig hohe Nitrat-Werte aus. Aus Freilandanbau ist der Verzehr des Salats aber absolut empfehlenswert.

Lollo Rosso – der Wandelbare

Sie lieben Dressings? Dann ist Lollo Rosso der perfekte Salat für Sie, denn in den krausen Blättern mit den roten Spitzen bleibt die Soße einfach perfekt haften. Selbstredend, dass der italienische Salat durch seine Farbe auch optisch ein echtes Highlight auf jedem Teller darstellt.

Geschmack: Lollo Rosso schmeckt leicht nussig und bitter-herb.

Saison: Der Salat kommt ursprünglich aus Italien, wird aber auch hierzulande frisch geerntet – das in der Zeit von Mai bis Oktober. In der restlichen Zeit kann auf Importware zurückgegriffen werden.

Zubereitung: Durch den außergewöhnlichen Geschmack passt Lollo Rosso zu Fleisch, aber auch zu fruchtigen Komponenten, etwa zu Salaten mit Rhabarber. Oft wird er aber auch einfach zu anderen Blattsalaten kombiniert.

Nährwerte auf 100 g: 21 kcal – 1 g Eiweiß – 0,1 g Fett – 2 g Kohlenhydrate – 0,5 g Ballaststoffe

Gut für Ihre Gesundheit: Lollo Rosso besteht zu 92% aus Wasser – die anderen 8% bergen eine Menge Vitamin A und C sowie Kalium und Eisen. Darüber hinaus enthalten gerade die roten Blätter viele Anthocyane, die einen schützenden Effekt auf Gefäße und Körperzellen haben.

Hätten Sie es gewusst?

  • Lollo Rosso sollte sehr gründlich abgewaschen werden, da sich in den krausen Blättern gerne auch mal Schmutz versteckt.
  • Es gibt auch eine hellere Form dieses Salats – der nennt sich dann Lollo Bianco

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Fazit: Für jeden Geschmack die richtige Salatsorte

Ob nun eher bitter oder herb, nussig oder mild – bei diesem facettenreichen Bouquet an Salatsorten sollte für jeden die Richtige dabei sein. Und am Ende kommt es natürlich auch ein wenig darauf an, mit welchen anderen Zutaten der Salat kombiniert und mit welchem Dressing der Salat serviert wird. Eine Auswahl unserer besten Dressing-Rezepte sehen Sie übrigens in der Bildergalerie:

Viele weitere Ratgeber und inspirierende Rezepte rund um Rucola sowie Feldsalat und Salate im Allgemeinen finden Sie auf unseren Themenseiten.

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