12.07.2019

Verbraucher, aufgepasst! Lebensmittel-Rückruf bei Netto: Mögliche Listerien in Schweinemett

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Rückruf bei Netto! Betroffen ist Schweinemett.

Foto: imago images/Future Image

Rückruf bei Netto! Betroffen ist Schweinemett.

Bei aller Sorgfalt und Genauigkeit müssen auch in Deutschland immer wieder mal Produkte aus dem Sortiment genommen werden, die für Verbraucher zur Gefahr werden können. Aktuell vom Rückruf betroffen ist "Hackepeter (Schweinemett gewürzt)" von Netto, der in sechs Bundesländern verkauft wird.

Grundsätzlich können Verbraucher in Deutschlands Lebensmittel- und Supermärkten bedenkenlos Nahrungsmittel einkaufen. Doch ab und kommen eben doch mal fehlerhafte Produkte auf den Markt – fast immer werden sie zumindest im Nachhinein noch festgestellt, doch da sind sie bereits im Umlauf. Hier erfahren Sie es ganz schnell, wenn es einen aktuellen Lebensmittel-Rückruf gibt.

Lebensmittel-Rückruf: Netto ruft Schweinemett zurück

Wie lebensmittelwarnung.de berichtet, ruft der Hersteller "Gut Erkenloh Fleischvertriebs GmbH" das Produkt "Hackepeter (Schweinemett gewürzt)" zurück – es wird beim Discounter Netto zum Kauf angeboten. Offenbar wurden bei einer Probe des Fleischs Listerien gefunden, die Durchfall und Bauchschmerzen verursachen können.

Betroffen könnten Produkte sein, die folgende Merkmale tragen:

  • Verbrauchsdatum 15. Juli 2019
  • Chargennummer 6244220
  • produziert von "Gut Erkenloh Fleischvertriebs GmbH"
  • angeboten am 11. Juli 2019 in Netto-Filialen in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Mit Listerien ist nicht zu spaßen – gefährlich sind die Bakterien insbesondere für Schwangere, ältere Menschen und alle mit geschwächtem Immunsystem. Wer das Produkt mit den oben genannten Merkmalen erworben hat, kann sich das Geld unter Vorlage des Kassenbons zurückerstatten lassen, so der Hersteller.

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Lebensmittel-Rückruf: Kaufland ruft "K-Purland Rinderhackfleisch" zurück

In einigen Chargen des Rinderhackfleischs von "K-Purland" sind Plastikteile gefunden worden. Kaufland ruft das Produkt daher nun aufgrund von Verletzungsgefahr zurück. Verkauft wurden die betroffenen Chargen in fünf Bundesländern. "Eine mögliche Kontamination mit kleinen Fremdkörpern (rote Plastikteile) ist nicht auszuschließen", heißt es unternehmensseitig auf der Kaufland-Website. Die betroffene Ware sei bereits vorbeugend aus dem Verkauf genommen worden.

Betroffen sind folgende Chargen des "K-Purland Rinderhackfleischs":

  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 01.07.2019
  • Packungsgrößen: 1000g, 500g, 300g
  • produziert von Kaufland Fleischwaren Möckmühl
  • verkauft in Bayern, Baden-Württemberg, Saarland, Hessen und Rheinland-Pfalz

Wer eine betroffene Packung zu Hause hat, kann sie auch ohne Vorlage des Kassenbons in jedem Kaufland zurückgeben. Der Kaufpreis wird erstattet. Bei der Kaufland-Hotline stehen Experten unter 0800 1528352 Rede und Antwort.

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Aldi Nord ruft "Mucci Mini-Mix"-Eis zurück

Wegen möglicher Holzsplitter im Eis ruft Aldi Nord, bzw. der Hersteller DMK Eis GmbH das TK-Produkt "Mucci Mini-Mix" zurück. Wegen eines Defekts an der Produktionsanlage könnten sich Fremdkörper in Form von Holzsplittern im Eis befinden, die bei Verzehr zu Verletzungen im Mund- und Rachenraum führen könnten. Der Defekt an der Anlage wurde zwischenzeitlich behoben, wie lebensmittelwarnung.de berichtet. Beim Rückruf handelt es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Explizit könnten besagte Holzsplitter im Einzelfall in Produkten zu finden sein, die folgende Merkmale tragen:

  • Mucci Mini-Mix, drei verschiedene Schokoladensorten
  • 12 x 50 ml
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 3. April 2021, 4. April 2021 und 5. April 2021

Wenn auch Sie eine Packung mit den o.g. Merkmalen im Hause haben, können Sie diese ohne Vorlage eines Kassenzettels in einer Aldi-Nord-Filiale zurückgeben.

Die DKM Eis GmbH entschuldigt sich bei den Kunden für die Unannehmlichkeiten. Bei Fragen steht der Hersteller unter der Telefonnummer 02582/77-0 zur Verfügung.

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Edeka warnt vor Verzehr der "Knusper Dinos"

Wegen Verletzungsgefahr rufen Edeka und Marktkauf das TK-Produkt "Knusper Dinos" zurück. Laut Hersteller können sich in Packungen mit den unten genannten Merkmalen rote Kunststoffteilchen befinden, die bei Verzehr zu Verletzungen führen könnten.

Produkte mit folgenden Merkmalen werden zurückgerufen:

  • Gut & günstig "Knusper Dinos" der Firma Sprehe Geflügel- und Tiefkühlfeinkost Handels GmbH & Co. KG
  • Mindesthaltbarkeitsdatum 01.04.2020
  • Genusstauglichkeitskennzeichen DE NW 20167 EG

Die betroffenen Packungen werden ausschließlich in Baden-Württemberg, dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Südhessen und einigen Teilen Bayerns verkauft.

Kunden, die ein "Knusper Dinos"-Paket mit den ausgewiesenen Merkmalen gekauft haben, können das Produkt auch ohne Vorlage eines Kassenbons zurückgeben. Der Kaufpreis wird erstattet.

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Norma ruft Gut-Bartenhof-Salami zurück

Betroffen sind die "Gut Bartenhof Dreikantsalami" und "Gut Bartenhof Knoblauchsalami". Wie das Verbraucherportal "Produktwarnung.eu" bekannt gab, könnten die Produkte mit Salmonellen verunreinigt sein. Der Verzehr der betroffenen Produkte könnte unter anderem zu Erbrechen, leichtem Fieber und Durchfall führen.

Deshalb werden Produkte zurückgerufen, welche folgende Merkmale aufweisen:

  • "Gut Bartenhof Dreikantsalami" und "Gut Bartenhof Knoblauchsalami"
  • Firma H. Bille GmbH & Co.KG
  • Mindesthaltbarkeitsdatum 14.05.2019 und 21.05.2019
  • bei Norma gekauft

Kunden können die Produkte gegen Erstattung des Kaufpreises in jeder Norma-Fillale zurückgeben. Es muss kein Kassenzettel vorgezeigt werden.

Fremdkörper in Würsten gefunden

Auch die Brennecke Harzer Wurstwaren GmbH muss Produkte zurückrufen. Konkret handelt es sich um die "Schinkenkrakauer" im 10er-Pack (10x80g). In den Würsten sollen ein Zentimeter lange Metalldrähte gefunden worden sein.

Vom Rückruf betroffen sind Produkte mit folgenden Merkmalen:

  • Schinkenkrakauer im 10er-Pack (10x80g)
  • Firma Brennecke Harzer Wurstwaren GmbH
  • Ware mit der Kennzeichnung L 19079
  • Produktionsdatum: 20.03.2019
  • Mindesthaltbarkeitsdatum 23.07.2019

Betroffene Produkte, die direkt bei der Brennecke Harzer Wurstwaren GmbH erworben wurden, können dort zurückgegeben werden – der Kaufpreis wird erstattet.

 

Lebensmittel-Rückruf: "iglo Petersilie"

Das Unternehmen Iglo Deutschland ruft vorsorglich das Tiefkühl-Produkt "Petersilie 40g" zurück und warnt vor dem Verzehr der relevanten Charge. Dabei handelt es sich um das Produkt mit folgenden Angaben auf der Verpackungsseite:

- Mindesthaltbarkeitsdatum 12.2019

- Codierung L8346BR005

- Uhrzeit zwischen 6 und 14 Uhr

Der Produktionszeitraum ist zeitlich sehr eingeschränkt, deswegen spielt in diesem Fall auch die genannte Uhrzeit eine Rolle.

Nicht betroffen sind die Verkaufsstellen Lidl, Netto und Penny.

Grund für den Rückruf der Charge "Petersilie 40g": bei der Untersuchung einer Probe wurden sogenannte VTEC-Bakterien gefunden, Verotoxin bildende E.coli-Bakterien. Sie können bei rohem Verzehr zu gesundheitlichen Problemen, etwa zu fieberhaften Magen-Darm-Störungen führen. Der Handel und die zuständigen Behörden wurden bereits informiert.

Verbraucher/-innen werden gebeten, das Produkt zu dem Supermarkt zurückzubringen, in dem sie es erworben haben. Dort wird ihnen der Kaufpreis erstattet.

Lebensmittel-Rückruf: bei Edeka verkauftes Kürbiskernbrot

Das Unternehmen Aryzta Food Solutions hat ein Kürbiskernbrot zurückgerufen, das in Backstationen in Edeka-Märkten verkauft worden ist. Der Grund: Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich Metall- und / oder Kunststoffteile in einzelnen Broten befinden.

Der Artikel wurde vorwiegend bei Edeka angeboten, und zwar ausschließlich in den Großräumen München, Ingolstadt, Augsburg und Regensburg sowie den Städten Stadtallendorf (Hessen), Homberg (Hessen), Chemnitz (Sachsen), Vlotho (Nordrhein-Westfalen) und Scheidegg (Bayern). Eine genaue Auflistung der betroffenen Märkte gibt es hier.

Betroffen ist ausschließlich Ware, die ab dem 12. März 2019 an den genannten Orten verkauft wurde.

Verbraucher, die den betroffenen Artikel gekauft haben, erhalten auch ohne Vorlage des Kassenbons eine Erstattung des Kaufpreises in ihren Einkaufsstätten.

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Nicht nur Lebensmittel, auch Medikamente können verunreinigt sein. Zuletzt wurde das Blutdruckmittel Valsartan erneut zurückgerufen.

Mehr über Ihre Rechte als Verbraucher erfahren Sie auf unserer Themenseite Ratgeber Recht.

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