12.04.2019

Kleines Küchen-ABC Welche Pfanne eignet sich für welchen Zweck?

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Pfanne ist gleich Pfanne? Weit gefehlt. Wir verraten Ihnen mehr über die Unterschiede.

Foto: Shutterstock/New Africa

Pfanne ist gleich Pfanne? Weit gefehlt. Wir verraten Ihnen mehr über die Unterschiede.

Die Kartoffeln werden nicht kross, der Fisch zerfällt, die Pfannkuchen kleben fest? Dann ist's vielleicht einfach die falsche Pfanne. Wir zeigen, welche Pfanne für welche Gerichte optimal ist.

Pfannen mit Antihaftbeschichtung, gusseiserne Pfannen und Edelstahlpfannen – Pfannen werden bekanntlich in den unterschiedlichsten Ausführungen angeboten. Sie unterscheiden sich längst nicht nur im Aussehen, sondern auch in der Handhabung und haben je nach Gericht ganz unterschiedliche Vor- und Nachteile. Also: Welche Pfanne eignet sich eigentlich wofür? Das verraten wir Ihnen im Folgenden:

Welche Pfanne wofür? Ein Überblick

Edelstahlpfannen: Die Alleskönner

Edelstahl-Pfannen sind äußerst robust und von daher auch besonders langlebig. Sie lassen sich sehr hoch erhitzen – da sie aber keine Beschichtung haben, genügt ein kurzer Moment der Unachtsamkeit und eine Speise kann anbrennen. Besser also viel Öl oder Fett benutzen, damit das nicht passiert. Allergiker sollten aufpassen: Unbeschichtete Pfannen aus Edelstahl können eine geringe Menge an Nickel an die Speise abgeben. Wer also hochallergisch ist, sollte eine andere Pfanne bevorzugen.

Ideal für: Da Edelstahlpfannen hoch erhitzt werden können, sind sie wie geschaffen um Steaks und Bratkartoffeln zuzubereiten. Pfannen mit hohem Rand eignen sich überdies auch zum Anrühren von Soßen, zum Flambieren, zum Schmoren oder auch zum Dünsten von Gemüse.

Reinigung: In der Spülmaschine oder von Hand.

Eisenpfannen: Die Langlebigen

Schmiedeeiserne Pfannen sind stabil, langlebig, hoch erhitzbar und speichern Wärme gut. Bis sie optimal braten, muss man sie jedoch oft verwenden. Da sich der Boden nach einer Weile verformen kann, sind sie am besten für Gasherde geeignet.

Ideal für: Steaks, Spiegeleier und Rösti. Auch perfekt knusprige Bratkartoffeln lassen sich in Ihnen zubereiten.

Reinigung: Mit Küchenpapier auswischen, mit 2-3 Tropfen Öl ausreiben, fertig! Letzterer Schritt ist notwendig, damit das Eisen nicht oxidiert. Bei starken Verschmutzungen 10 EL Salz in der Pfanne bräunen lassen, auswischen und mit Öl ausreiben, damit das Eisen nicht oxidiert.

Gusseisenpfannen: Die Robusten

Gusseisen-Pfannen sind sehr robust. Dicker und schwerer als Eisen-Pfannen, brauchen sie länger, um heiß zu werden, speichern und leiten die Hitze dann aber optimal, auch bei geringer Wärmezufuhr. Das spart sogar eine Menge Energie! Für einen natürlichen Antihaft-Effekt zu Beginn "einbrennen": Dafür Pfannenboden mit Öl bedecken, erhitzen, abkühlen lassen, abgießen und mit Küchenpapier trocken reiben. Als Nachteil ist aber zu nennen, dass gusseiserne Pfannen durch ihr Gewicht nicht besonders gut zum Schwenken geeignet sindehr.

Ideal für: zum Beispiel Steaks, Bratkartoffeln und Schmorgerichte. Super werden zum Beispiel auch Käsemakkaroni mit leckerer Kruste in einer gusseisernen Pfanne.

Reinigung: Mit warmem Wasser und Küchenkrepp, anschließend mit Öl ausreiben. Auf Spülmittel am besten verzichten!

Aluminiumpfannen: Die Leichtgewichte

Pfannen aus Aluminium sind schön leicht und daher gut praktisch in der Handhabung. Die meist beschichteten Leichtgewichte verteilen die Hitze schnell und gleichmäßig, können sie jedoch nicht lange speichern. Zum scharfen Anbraten bei hohen Temperaturen – etwa für Steaks – sind sie deshalb weniger geeignet. Sanftes Garen von empfindlichen Speisen klappt dafür ganz hervorragend. Achtung: Oft nicht für Induktion geeignet.

Ideal für: Hohe Hitze ist also nicht möglich, deshalb empfehlen sich eher Gerichte wie selbst gemachte Pfannkuchen, Fischfilet und verschiedene Eierspeisen – etwa Rührei.

Reinigung: Per Hand mit etwas Spülmittel oder in der Spülmaschine.

Antihaftpfannen: Die Populären

Ob mit Teflon oder Keramik – beschichtete Pfannen erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Kaum verwunderlich: Sie sind ideale Wärmeleiter und dank der Beschichtung können Speisen hervorragend auch ohne zusätzliches Bratfett schonend angebraten werden. Beim Kauf ist es von Vorteil darauf zu achten, ein kratzfestes Modell auszuwählen, denn sobald die Beschichtung beschädigt ist, sind auch die Vorteile der Pfanne dahin. Also auch bei der Benutzung immer darauf achten, nicht mit Metall-Besteck und Co zu arbeiten.

Ideal für: Mehl-und Eierspeisen, Gemüse, Fisch und allerlei Ragouts, wie etwa dieser griechische Rindfleischeintopf mit Tomaten.

Reinigung: Mit warmem Wasser und einem weichen Küchenschwamm ausspülen.

Kupferpfannen: Die Profis

Fehlen in keiner Profi-Küche, da dank der guten Wärmeeigenschaften ein punktgenaues Braten und Garen möglich ist. Nachteil: Die hohen Anschaffungskosten – bei richtiger Pflege leisten sie aber ein Leben lang treue Dienste. Nicht für Induktion geeignet.

Ideal für: Fisch, Steaks, Soßen und Schmorgerichte.

Reinigung: Mit warmem Wasser und einem weichen Tuch, anschließend abtrocknen! In regelmäßigen Abständen mit speziellen Reinigungscremes polieren.

Grillpfannen: Die Fleisch-Freunde

Grillpfannen haben ihren Namen nicht von ungefähr. Die Rillen im meist eckigen Pfannenboden sorgen für das typische Grill-Muster und sorgen dafür, dass überschüssiges Fett aus dem Fleisch gut abtropfen kann. Da sie besonders hoch erhitzt werden können, eignen sie sich hervorragend für schnelles, fettarmes Braten, ohne dass Lebensmittel dabei zu schnell anbrennen.

Ideal für: Gemüse, Steaks und ganze Fische – oder gleich die Kombination aus beidem, in Form dieses saftigen Schwertfischsteaks.

Reinigung: Mit warmem Wasser, etwas Spülmittel und einem weichen Tuch.

Pfanne kaufen: Auf die eigenen Bedürfnisse und Vorlieben achten

Sie sehen: Es gibt für jedes Gericht eine Pfanne, die sich besser eignet, als die andere. Wenn Sie nur sehr selten kochen, dann sind Sie mit einer Pfanne mit Antihaftbeschichtung gut beraten. Wenn Sie hingegen ein großer Fleischliebhaber sind und Steak ganz regelmäßig auf Ihrem Teller landet, sollten Sie über die Anschaffung einer Gusseisen- oder Grillpfanne nachdenken.

Geübtere Köche dürften wiederum in einer Eisenpfanne ihre Freude haben. Für jeden ist das Richtige dabei – und am Ende kann man ja auch verschiedene Pfannen sein Eigen nennen. Und wer diese dann richtig pflegt, hat man meist auch länger etwas davon. Alle Tipps zur Reinigung sehen Sie im Video:

Pfannen sauber machen

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Und wenn Sie sich dann mal für Ihr präferiertes Modell entschieden haben, dann achten Sie unbedingt auch auf die Verwendung des richtigen Fetts zum Braten. Denn hier gilt wie bei den Pfannen: Nicht jedes Öl eignet sich für jeden Zweck.

Viele weitere Ratgeber und Haushaltstipps finden Sie übrigens auf unserer Themenseite.

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