25.01.2019

Essen der Zukunft Die Highlights und Trends der Grünen Woche 2019

Grüne Woche 2019
Fr, 25.01.2019, 18.53 Uhr

Grüne Woche 2019

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Vom 18. bis 27. Januar 2019 findet in Berlin die 84. Internationale Grüne Woche statt – und neben köstlichem Essen gibt es eine Menge mehr zu entdecken.

Noch bis zum 27. Januar findet in Berlin die Grüne Woche statt – eine der weltweit bedeutendsten Verbrauchermessen in Sachen Ernährung und Landwirtschaft. Rund 1.750 Aussteller präsentieren an ihren Ständen Köstlichkeiten und Sehenswertes aus allen deutschen Bundesländern und 61 Ländern der Welt. Daneben können Besucher auch allerlei Wissenswertes über Trends und Innovationen der Landwirtschaft und Ernährung erfahren. Wir stellen Ihnen die Highlights und Trends der Grünen Woche 2019 vor.

Grüne Woche 2019: Die Highlights im Überblick

Zu sehen gibt es auf der Grünen Woche wahrlich eine Menge. Im Bereich des Erlebnis-Bauernhofs gibt es für die Besucher der Messe Landwirtschaft zum Anfassen. Präsentiert werden zum Beispiel die neuesten Generationen von Traktoren, hinter deren Steuer Interessierte ganz einfach selbst Platz nehmen konnten.

Auch gibt es frische Milch zu verkosten und einen Blick in eine gläserne Bäckerei zu erhaschen. Viele Stände klären über "Ländliche Entwicklung", "Nachwachsende Rohstoffe" und das "Multitalent Holz" auf.

Besonderes Highlight ist etwa auch die 7.500 Quadratmeter Bodenfläche umfassende Blumenhalle. Unter dem Motto "Blooming City: bunt – kreativ – natürlich" gibt es nicht nur über 60.000 Blüten zu bestaunen. Mitten im eisigen, deutschen Winter ein wohltuender Vorgeschmack auf in der Ferne nahende Frühlingstage – und ein farbenfroher Genuss für die Augen.

Und natürlich darf neben Landwirtschaft und Blütenpracht auf der Grünen Woche Eines nicht zu kurz kommen: die Gaumenfreude. Ob nun auf dem Streetfood-Markt oder an den unzähligen Ständen der jeweiligen Bundesländer und Nationen – überall gibt es Leckereien für den großen und auch den kleinen Hunger sowie verschiedenste Getränke. Und spätestens an Ständen wie diesen zeichneten sich allerlei Trends der diesjährigen Grünen Woche ab.

Wer in diesem Jahr von Halle zu Halle und von Stand zu Stand schlendert, kann schnell das vorherrschende Thema der Grünen Woche ausfindig machen: Die Nahrungsmittel der Zukunft. Aussteller aus verschiedenen Ländern setzen für die Zukunft zum Beispiel auf nährstoffreiche Algen – ob als Nahrungsergänzungsmittel in Tablettenform oder als Pulver. Oder aber direkt verarbeitet in Lebensmitteln, etwa als Cracker und in einer besonders eiweißreichen Schokolade.

Auch Insekten als Nahrungsmittel der Zukunft stehen auf der Messe ganz hoch im Kurs. An manch einem Stand gibt es ausgefallene Dinge wie Insekten-Eis, Proteinriegel mit Insekten-Anteil und Co. zu erwerben. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung informiert an seinem Messe-Stand umfassend über die Thematik und die Vorteile von Insekten als Nahrungs- und auch Futtermittel für Tiere. Das Interesse der Messebesucher ist zweifelsohne gegeben: Alle zwei Stunden gibt es am Stand eine Verkostung von gerösteten Mehlwürmern – und der Ansturm kulinarisch aufgeschlossener Menschen ist groß. Viele wollen selbst einmal probieren, wie die Zukunft schmecken könnte.

Ebenfalls ganz groß im Kommen scheint Hanf zu sein – als Lebensmittel, versteht sich. Es wird als neues, regionales Superfood gehypt und findet in Eissorten, Müslis, Pestos, Aufstrichen und Brotsorten Anwendung. Der THC-Gehalt ist natürlich so gering, dass durch den Genuss solcher Lebensmittel keine berauschende Wirkung eintreten kann. Hanf soll über ein Eiweiß verfügen, das vom Körper besonders schnell aufgenommen werden kann.

Mehr Nachhaltigkeit und gesteigertes Bewusstsein

Neben den zukunftsweisenden Neuheiten in Sachen Lebensmitteln zeichnet sich ein weiterer Trend ab: Die Besucher scheinen sich vermehrt für Nachhaltigkeit, Tierwohl und bewussten Genuss zu interessieren – und dem kommen auch die Aussteller der Messe nach. Supermarkt-Riesen zeigen, was sie für die Umwelt tun – so präsentiert etwa REWE unter dem Motto "Anpacken statt einpacken", wie sich das Unternehmen für Ressourcenschonung und für die Reduzierung von Verpackungsmüll einsetzt. So verpackt REWE unter anderem verschiedenes Bio-Gemüse nicht mehr zusätzlich in Plastik und verzichtet auf den Verkauf von Einweg-Plastikstrohalmen.

Auch das Thema "Tierwohl" spielt bei der diesjährigen Grünen Woche eine große Rolle. Im kürzlich veröffentlichten Ernährungsreport wurde deutlich, dass die Deutschen zwar gern und regelmäßig Fleisch essen, aber dennoch großen Wert auf das Wohl von Rindern, Schweinen, Hühnern und Co. legen und auch bereit wären, mehr Geld für Fleisch zu bezahlen, wenn die Tiere im Vorfeld gut gelebt hätten. Diese Tatsache regt auch auf der Grünen Woche zum Diskutieren an, wobei strengere Vorschriften für die Tierhaltung die Basis wären.

Auch Trends zu mehr Bewusstsein für eine gesündere Ernährung stehen auf der Messe im Vordergrund. Vegane Ernährung, gluten- und laktosefreie Lebensmittel und weniger Salz, Zucker und Fett in der Ernährung sind an vielen Ständen ein Thema. So zeigt das Max Rubner-Institut beispielsweise eindrucksvoll, dass Schokolade auch mit weniger Zucker, Brote mit weniger Salz und Fisch mit weniger Fett hervorragend schmecken kann – und so natürlich zu einer gesünderen Ernährung beiträgt.

Der Grundstein für eine nachhaltigere Zukunft ist gelegt...

Sie sehen: Auf der Internationalen Grünen Woche 2019 gibt es allerhand zu entdecken. Für das leibliche Wohl wird gesorgt und ganz nebenbei kann man sich über mehr Nachhaltigkeit und eine gesündere, bewusstere Ernährung informieren. Unmengen an Prospekten, Broschüren und Ratgebern liegen überall an den Ständen aus und laden dazu ein, sich auch nach dem Besuch der Messe über bestimmte Sachverhalte zu informieren und gegebenenfalls umzudenken.

Und mal ehrlich? Die Nachfrage bestimmt stets auch das Angebot – und je mehr Menschen sich für ein verbessertes Tierwohl, die Umwelt und eine gesündere Ernährung interessieren und entsprechend ihr Konsumverhalten ändern und nachhaltiger leben, desto besser ist es für diesen Planeten.

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