Aktualisiert: 09.09.2020 - 10:19

Großer Pilz-Ratgeber, Teil 7 Alle Infos: Lagerung & Zubereitung von Kräuterseitlingen – und vieles mehr!

Optisch erinnern Kräuterseitlinge an Austernpilze, während sie geschmacklich eher Steinpilzen ähneln.

Foto: iStock/ValentynVolkov

Optisch erinnern Kräuterseitlinge an Austernpilze, während sie geschmacklich eher Steinpilzen ähneln.

Haben Kräuterseitlinge zu einer bestimmten Zeit Saison? Wie lange halten sie sich im Kühlschrank? Und sind sie kompliziert in der Zubereitung? BILD der FRAU beantwortet alle Fragen rund um den würzigen Pilz.

Kräuterseitlinge sind einfach köstlich! Sie werden auch als "Königsausternpilze" bezeichnet und sind besonders bei Feinschmeckern beliebt. Geschmacklich erinnern sie an Steinpilze – sind aber günstiger in der Anschaffung und als Kulturpilze während des ganzen Jahres verfügbar. Wir verraten Ihnen alles, was Sie über Kräuterseitlingen wissen müssen – Zubereitung und Lagerung inklusive.

Alle Informationen rund um Kräuterseitlinge

  • Saison: Kräuterseitlinge kommen ursprünglich aus dem Mittelmeer-Raum sowie aus Nordafrika. Allerdings stammen alle Kräuterseitlinge, die hierzulande verkauft werden, aus dem Zuchtanbau und sind deshalb während des ganzen Jahres erhältlich.
  • Kauf: Kräuterseitlinge bekommen Sie auf dem Markt sowie in gut sortierten Supermärkten. Bevor die Pilze in den Einkaufskorb wandern, sollten Sie überprüfen, ob sie prall und saftig aussehen. Verfärbte oder vertrocknete Exemplare sollten Sie besser liegen lassen.
  • Kostenfaktor: Für gewöhnlich sind Zuchtpilze recht günstig im Preis – Kräuterseitlinge sind aber verglichen mit anderen Kulturpilzen (z.B. Champignons) etwas teurer. Das liegt daran, dass die Zucht von Kräuterseitlingen verhältnismäßig aufwendig ist. Damit sie gut gedeihen, müssen optimale Klimabedingungen und absolute Hygiene herrschen. Das hat seinen Preis: Durchschnittlich 2 Euro pro 100 g werden berechnet.
  • Lagerung: Bei Kräuterseitlingen gilt: Je frischer sie verzehrt werden, desto besser schmecken sie. Allerdings verkraften sie auch einige Zeit der Lagerung. Locker eingewickelt in ein feuchtes Tuch halten sie es im Gemüsefach des Kühlschranks etwa acht bis zehn Tage aus.
  • Reinigung: Mit Kräuterseitlingen haben Sie wenig Arbeit. Als Zuchtpilze sind sie ohnehin ziemlich sauber, etwaige Schmutzreste müssen Sie nicht abwaschen, entfernen Sie sie lediglich mit einem Küchenpinsel oder einem Tuch. Falls erforderlich, können Sie noch eventuell angetrocknete Stielenden entfernen.
  • Zubereitung: Bei der Zubereitung von Kräuterseitlingen gibt es nicht viel zu beachten. Sobald die Pilze geputzt sind, können sie samt Stiel als Ganzes verwendet werden. Sie schmecken gebraten, gegrillt und auch gedünstet. Man kann sie sogar roh verzehren, etwa hauchdünn gehobelt über einem Salat oder zu einem Carpaccio.
  • Geeignet für: Geschmacklich erinnern Kräuterseitlinge an Steinpilze, weshalb sie auch ähnlich eingesetzt werden können. Sie können zum Beispiel leckere Suppen daraus kochen. Durch ihr besonderes Aroma passen sie auch hervorragend als Beilage zu Fleischgerichten aller Art. Vegetarier und Veganer finden im Kräuterseitling auch einen köstlichen Fleischersatz. Auch in Kombination zu Pasta- und Reisgerichten passt der Zuchtpilz – ein echtes Allround-Talent also.
  • Nährwerte auf 100 g: ca. 30 kcal – 0 g Fett – 3 g Kohlenhydrate – 4 g Eiweiß.
  • Für Ihre Gesundheit: Kräuterseitlinge sind fettfrei und darüber hinaus kalorien- und kohlenhydratarm. Eine tolle Zutat für jede Diät! Außerdem sind die Pilze reich an Eiweiß und wertvollen Mineralstoffen. Gicht-Patienten sollten allerdings Vorsicht walten lassen, da Kräuterseitlinge einen recht hohen Gehalt an Purin haben.

Hätten Sie es gewusst?

  • Ein einzelner Kräuterseitling kann bis zu 300 g schwer werden.
  • Kräuterseitlinge sind wesentlich aromatischer und kräftiger im Geschmack als zum Beispiel Champignons. Der nussige Eigengeschmack kann allerdings verloren gehen, wenn Kräuterseitlinge zusammen mit Zwiebeln gelagert werden.
  • Kräuterseitlinge sollten nie in Behältern aus Aluminium oder Kupfer aufbewahrt werden. Durch Oxidation entstehen giftige Stoffe!

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