10.10.2018

Saison-Gemüse Zubereitung, Kauf & Co: Unsere Tipps rund um Rosenkohl

Rosenkohl zuzubereiten ist ganz einfach! Lesen Sie auf bildderfrau.de alle wichtigen Tipps und Tricks.

Foto: iStock/bhofack2

Rosenkohl zuzubereiten ist ganz einfach! Lesen Sie auf bildderfrau.de alle wichtigen Tipps und Tricks.

Endlich ist wieder Rosenkohl-Zeit! Damit das Gemüse passend zur Saison noch öfter verputzt werden kann, haben wir Ihnen hilfreiche Tipps zusammengestellt – Infos zu Kauf, Lagerung und Zubereitung inklusive!

Rosenkohl zählt für viele Deutsche zu den beliebtesten Gemüsesorten schlechthin. Da sollte die Saison auch ausgiebig genutzt werden! Geerntet werden die würzigen Röschen zwischen September und März, was immer ein wenig von der Witterung abhängt. Hauptsaison ist allerdings November und Dezember. Viel zu wenig Zeit, um das leckere Gemüse auf den Tisch zu bringen! Damit man die Saison in vollen Zügen genießen kann, haben wir Ihnen im Folgenden allerlei nützliche Informationen zusammen gestellt: Wie Sie Rosenkohl am besten zubereiten, was Sie beim Kauf beachten sollten und vieles weitere.

Rosenkohl zubereiten: Unbedingt öfter machen!

Rosenkohl sollte während seiner kurzen Saison wesentlich öfter auf den Tellern landen. Der Grund ist ganz einfach: Rosenkohl ist unheimlich gesund. Er steckt voller Vitamin C, das unser Immunsystem gerade an den kalten Tagen im Jahr unterstützt. Darüber hinaus ist er reich an Phosphor, Kalium, Folsäure, Eisen sowie den Vitaminen B1, B2 und B6. Da Rosenkohl außerdem reich an Antioxidantien ist, passt er auch hervorragend zu einer entzündungshemmender Ernährung.

Und nun die gute Nachricht für alle, die auf ihre schlanke Linie achten: Bei 0 g Fett, 4 g Kohlenhydrate und 36 Kalorien auf 100 g ist Rosenkohl auch hervorragend als Zutat für eine Diät geeignet.

Rosenkohl kaufen: Was Sie beachten sollten

Wer im Supermarkt steht, sollte den Rosenkohl genau inspizieren, bevor er im Einkaufswagen landet. Haben die Blätter bereits welke, dunkle oder gelbe Stellen, sollten Sie lieber nicht zugreifen. Dieser Rosenkohl wurde vermutlich falsch oder zu lange gelagert. Frischen Rosenkohl erkennen Sie daran, dass die grünen Blätter fest zu einer Kugel verschlossen sind und die Schnittfläche glatt und hell ist. Die Röschen sollten bei Druck möglichst nicht nachgeben.

So lagern Sie Rosenkohl richtig

Rosenkohl fühlt sich in einer kühlen Umgebung am wohlsten. Am besten wird er im Gemüsefach des Kühlschrank gelagert. Rosenkohl reagiert allerdings enorm empfindlich auf Ethylen, da er dadurch besonders schnell reift und entsprechend schneller welkt. Im Kühlschrank also besser nicht neben Äpfeln, Avocados und Tomaten lagern. Am besten ist es, den Rosenkohl nach spätestens vier bis fünf Tagen nach Kauf zuzubereiten.

Rosenkohl putzen: So einfach geht's!

Bevor Sie den Rosenkohl weiter zubereiten, sollten Sie zunächst den Strunk etwas zurückschneiden. Die Röschen des Rosenkohls wachsen – ähnlich wie Trauben – an dicken Pflanzenstielen und werden bei der Ernte von Hand am unteren Teil abgeschnitten. Bis der Rosenkohl dann allerdings in der heimischen Küche landet, kann der untere Teil schon ausgetrocknet sein – deshalb: zurückschneiden.

Im Anschluss sollten die äußeren Blätter vorsichtig mit den Fingern entfernt werden. Nun mit einem scharfen Messer den Strunk kreuzweise einschneiden, damit der Kohl später gleichmäßig und vor allem wesentlich schneller durchgaren kann. Sollte der Rosenkohl allerdings nicht im Ganzen zubereitet werden, kann dieser Teil ausgelassen werden. Im nächsten Schritt alle Rosenkohlröschen in ein Sieb geben und unter fließendem Wasser abbrausen.

Rosenkohl kochen: Die richtige Dauer und wertvolle Tipps

Um den Rosenkohl zu kochen, sollten Sie einen großen Topf voll Salzwasser erhitzen. Sobald das Wasser sprudelnd aufkocht, Rosenkohlköpfe hineingeben und auf mittlere Hitze reduzieren. Nach etwa 5 bis 7 Minuten Kochzeit ist der Kohl angenehm bissfest und kann mit einer Schaumkelle aus dem Wasser genommen werden. Wenn Sie den Strunk nicht eingeschnitten haben, sollte die Garzeit auf 12 bis 14 Minuten verlängert werden.

Unser Tipp:

  • Rosenkohl in eine Schüssel geben und 1 EL Butter hinzufügen. Mit etwas Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss würzen und genießen.
  • Wenn Sie dem Kochwasser ein wenig Zucker beimischen, können Sie das strenge Kohlaroma etwas abmildern und einen bitteren Beigeschmack verhindern.

Auch lecker: Rosenkohl braten oder überbacken

Gekocht ist Rosenkohl ein echter Klassiker! Besonders lecker wird er aber auch, wenn man ihn anbrät. Dafür den geputzten Rosenkohl nach Belieben zerkleinern und einfach in Öl anbraten. Wie lange der Kohl gebraten werden muss, hängt davon ab, wie klein er zuvor geschnitten wurde. Halbierte oder geviertelte Köpfe brauchen bei geschlossenem Deckel etwa sieben bis zehn Minuten. Rosenkohl entwickelt beim Braten ein nussig-süßes Aroma, das durch angebratene Speckwürfel oder geröstete Mandeln zusätzlich ergänzt wird.

Unser Favorit: gebratener Rosenkohl mit Walnüssen und Preiselbeeren.

Rosenkohl eignet sich außerdem hervorragend als Zutat für einen Auflauf. Dafür die Röschen einfach putzen und nach Belieben halbieren, dann entsprechend lange mit anderen Zutaten im Ofen überbacken lassen. Wir empfehlen zum Beispiel dieses vegetarische Rosenkohlgratin mit Kartoffeln – einfach köstlich!

Rosenkohl roh essen: Nur bedingt zu empfehlen

Gleich vorne weg: Roher Rosenkohl ist nicht giftig, dafür aber auch nicht sonderlich gut verdaulich. Er liegt schwer im Magen und verursacht – wie anderes Kohlgemüse auch – Blähungen. Wenn Sie Rosenkohl als Zutat für einen Salat verwenden wollen, sollten Sie ihn entweder kurz vorgaren, oder ihn roh raspeln. So wird er bekömmlicher. Besonders schmackhaft ist übrigens ein knackiger Grünkohl-Salat mit rohem Rosenkohl und Parmesan.

Rosenkohl bekömmlicher machen

Apropos bekömmlich machen: Manch ein sensibler Magen reagiert nicht gut auf Rosenkohl. Wer dennoch nicht auf den Genuss verzichten möchte, kann das Gemüse mit einigen Tricks bekömmlicher machen. Kombinieren Sie den Kohl bei der Zubereitung mit Anis, Kümmel oder Fenchelsamen.

Rosenkohl einfrieren: So geht es am besten

Rosenkohl ist leider nur für eine kurze Zeit erhältlich. Wer auch später noch Rosenkohl zubereiten will, kann ihn auch einfach einfrieren. Dafür wie oben genannt putzen und nur drei bis vier Minuten in Salzwasser vorkochen, dann in einer Frischhaltedose portioniert einfrieren. Auch eine Lagerung in einem Gefrierbeutel ist möglich. Wenn Sie verhindern wollen, dass der Rosenkohl beim Einfrieren zusammenklebt, können Sie die blanchierten Köpfe auch auf einem Holzbrett verteilen und für eine halbe Stunde vorfrieren lassen – dann erst in eine Dose oder einen Gefrierbeutel geben.

Rosenkohl: Zutaten-Favorit im Herbst und Winter

Unkompliziert in der Zubereitung, köstlich im Geschmack und obendrein so gesund: Es gibt wirklich mehr als genügend Gründe, weshalb Sie das auch als "Brüsseler Kohl" bekannte Gemüse während seiner Saison ab November öfter auf den Tisch zaubern sollten.

Alle weiteren Rezepte und weitere Ratgeber rund um das beliebte Kohlgemüse Rosenkohl finden Sie auf unserer Themenseite.

Seite