27.08.2018

Süß, saftig & gesund Aprikose, Pfirsich & Co: So gesund ist Steinobst

Im Sommer können wir uns vor allem an dem leckeren regionalen Steinobst erfreuen. Erfahren Sie hier alles über die beliebten Früchte.

Foto: iStock/vaaseenaa

Im Sommer können wir uns vor allem an dem leckeren regionalen Steinobst erfreuen. Erfahren Sie hier alles über die beliebten Früchte.

Steinobst zählt im Sommer zu den beliebtesten Früchten. Wie unterscheiden sich die einzelnen Sorten und was macht Steinobst so gesund? Das erfahren Sie hier.

Von A wie Aprikose bis Z wie Zwetschge: Der Sommer liefert Steinobst in rauen Mengen! Die süßen, saftigen und manchmal säuerlichen Früchte zeichnen sich durch ihren harten Kern aus, der von Fruchtfleisch umgeben ist. Zum Steinobst gehören demnach Aprikose, Kirsche, Nektarine, Pfirsich, Pflaume, Mirabelle sowie die Zwetschge, die von Juni bis in den Spätsommer hinein frisch aus heimischem Anbau verfügbar sind. Auch die Mango zählt zum Steinobst, allerdings wird sie hierzulande nicht angebaut.

Steinobst eignet sich super als Snack, zum Frühstück, und aufgrund der Süße wunderbar als Dessert oder Kuchenzutat. Dabei sind Pfirsich, Kirsche, Pflaume & Co unglaublich gesund. Sie liefern wertvolle Vitamine und Mineralstoffe und werden vor allem aufgrund ihres Ballaststoffgehalts gerne bei Verdauungsbeschwerden empfohlen.

Die gesunden Effekte von Steinobst

Aprikose: Reichlich Beta-Carotin für Haut und Augen

Ihre schönen orangenen Farbton haben Aprikosen dem enthaltenen Beta-Carotin – auch bekannt als Provitamin A – zu verdanken. Der sekundäre Pflanzenstoff, der auch in Karotten enthalten ist, schützt die Haut (zum Beispiel vor UV-Strahlen), ist gut für die Augen und unterstützt unser Immunsystem.

Neben Beta-Carotin enthalten Aprikosen außerdem gesundheitsfördernde B-Vitamine, Vitamin C, die Mineralstoffe Kalium, Kalzium und Phosphor sowie Ballaststoffe. Ein weiterer gesunder Inhaltsstoff des Steinobstes: Salizylsäure. Salizylsäure wirkt antibakteriell und hilft zum Beispiel bei Keimen im Margen-Darm-Trakt.

Frisch aus der Region sind Aprikosen im Juli und August verfügbar. Da sie sich nicht allzu lange halten, sollten Sie Aprikosen schnell verzehren.

Kirsche: Immunstärkend durch Vitamin C

Ob süß oder sauer: Kirschen sind die Sommerfrüchte schlechthin! Sie sind kalorienarm, gesund und nährstoffreich. B-Vitamine, Vitamin C, Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen – das alles steckt in Kirschen. Vor allem Sauerkirschen enthalten reichlich Vitamin C, welches für unser Immunsystem wertvoll ist. Hinzu kommen entzündungshemmende und antioxidative sekundäre Pflanzenstoffe, die in Kirschen enthalten sind. Fazit: Naschen erlaubt! Entdecken Sie acht weitere erstaunliche Fakten über Kirschen, die Sie sicherlich noch nicht kannten.

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Pfirsich: Kalorienarme Erfrischung für heiße Tage

Sie sehen aus wie der Sommer und schmecken auch so: Pfirsiche. Das gesunde Steinobst hat den Sommer über Saison und liefert in dieser Zeit wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Ähnlich anderer Steinobstsorten enthalten auch Pfirsiche die Mineralstoffe Kalium, Kalzium sowie Magnesium, Vitamine aus der B-Gruppe, Vitamin C sowie dank ihrer Farbe Beta-Carotin.

100 Gramm Pfirsich enthält ca. 87 Gramm Wasser. Daher gelten Pfirsiche als besonders kalorienarm und versorgen den Körper an heißen Tagen mit Flüssigkeit.

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Nektarine: Ein weiterer Beta-Carotin-Lieferant

Die Nektarine stammt vom Pfirsich ab, was man an Geschmacksrichtung und Aussehen erkennen kann. Die Unterschiede: Nektarinen haben eine glatte Haut, sie enthalten weniger Wasser und dafür etwas mehr Kalorien. Dennoch ist auch dieses gesunde Steinobst mit 44 kcal pro 100 g Frucht relativ kalorienarm. Und natürlich liefern auch Nektarinen reichlich wichtige Nährstoffe. Dazu zählt unter anderem Beta-Carotin, welches, wie schon bei der Aprikose erwähnt, wichtig für die Haut und Augen ist. Darüber hinaus hat Beta-Carotin eine antioxidative Wirkung, schützt somit unsere Zellen und wirkt Alterungsprozessen entgegen. Nektarinen enthalten außerdem Kalium, B-Vitamine, Eisen und Kalzium.

Pflaume: Ballaststoffe für eine gesunde Verdauung

Pflaumen sind der Ballaststofflieferant schlechthin. Nicht ohne Grund wird das gesunde Steinobst bei Verdauungsbeschwerden und Verstopfung eingesetzt. Auf 100 Gramm frische Pflaumen kommen immerhin 1,4 g Ballaststoffe. Bei getrockneten Pflaumen können es sogar bis zu 20 Gramm Ballaststoffe sein. Ballaststoffe quellen im Darm auf und regen dadurch die Darmtätigkeit an. Gleichzeitig sorgen Ballaststoffe für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl und tragen zur Regulierung des Blutzuckerspiegels bei – beide Wirkweisen schützen vor Heißhunger.

Frische Pflaumen sind von Juli bis September frisch aus regionalem Anbau verfügbar.

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Mirabelle: Kalium für Nerven und Muskeln

Bei der kleinen gelben Verwandten der Pflaume ist vor allem der Kalium-Gehalt hervorzuheben. Auf 100 Gramm Mirabellen kommen 230 Milligramm Kalium. Kalium ist unter anderem an der Übertragung von Nervenimpulsen beteiligt ist und wichtig für unsere Muskeln, inklusive des Herzmuskels. Neben Kalium enthalten Mirabellen die Mineralstoffe Magnesium und Phosphor sowie Vitamin C.

Auch wenn das gesunde Steinobst meist zu Konfitüre oder Obstbrand verarbeitet wird, sollten Sie gerade von Juli bis September zu frischen Mirabellen greifen und von den gesundheitsfördernden Nährstoffen profitieren.

Zwetschge: B-Vitamine für die Nerven

Die Zwetschge ist eng mit der Pflaume verwandt und sieht ihr tatsächlich zum Verwechseln ähnlich. Natürlich enthalten Zwetschgen – genauso wie Pflaumen – einen hohen Gehalt an verdauungsfördernden Ballststoffen. Außerdem hervorzuheben: Das gesunde Steinobst ist reich an B-Vitaminen, die wichtig für unsere Nerven sind. Somit sind Zwetschgen ein super Snack für den stressigen Arbeitsalltag. Greifen Sie vor allem von Juli bis September zu, denn in dieser Zeit ist das Steinobst erntereif aus der Region verfügbar.

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