15.09.2018

Expertin erklärt 10 Fehler, die Weintrinker häufig machen

Wer den vollen Genuss möchte, sollte beim Weintrinken diese zehn Fehler vermeiden.

Foto: iStock/Portra

Wer den vollen Genuss möchte, sollte beim Weintrinken diese zehn Fehler vermeiden.

Wie trinkt man Wein eigentlich richtig? Und was ist nach dem Öffnen zu beachten? Eine Winzerin erklärt: Diese 10 Fehler sollten Weintrinker unbedingt vermeiden.

Guter Wein ist ein Genuss. Er schafft eine Atmosphäre von Gemütlichkeit und wertet ein tolles Essen noch einmal auf. Weintrinker sollten jedoch einige Dinge beachten, damit das alkoholische Getränk sein volles Aroma entfalten kann.

BILD der FRAU hat bei Winzerin Juliane Eller nachgefragt. Die Wein-Expertin zeigt häufige Fehler, die Weintrinker unbedingt vermeiden sollten.

10 Fehler, die Weintrinker vermeiden sollten

  • Temperatur: Damit der Wein seinen vollen Geschmack entfalten kann, darf er nicht zu kalt und nicht zu warm sein. Die ideale Trinktemperatur bei Weißwein beträgt zehn bis zwölf Grad und bei Rotwein ca. achtzehn Grad.
  • Halten des Weinglases: Das Weinglas wird nicht am Kelch, sondern stets am Glasstiel festgehalten. Dies verhindert zum einen, dass sich die ideale Trinktemperatur des Weines verändert, und zum anderen hinterlässt man so keine Fingerabdrücke auf dem Glas. Außerdem ist der Klang beim Anstoßen deutlich schöner, wenn man das Glas am Stiel anfasst.
  • Dekantieren: Dekantieren ist das vorsichtige Umfüllen des Weins in eine Karaffe. Dabei soll der Wein vom Bodensatz getrennt werden, denn dieser hat häufig einen bitteren Geschmack. Aber Achtung: Bei alten Jahrgängen sollte man den Wein nicht dekantieren, da er bei Kontakt mit zu viel Sauerstoff "umkippen“ kann.
  • Eiswürfel: Keine Eiswürfel verwenden, auch nicht im Sommer! Das verwässert den Geschmack des Weines.
  • Wein im Glas: Man sollte nicht zu viel Wein in ein Glas einschenken, damit der Wein noch ausreichend Luft hat, um seine Aromen entfalten zu können. Also bitte nicht randvoll machen, sondern lieber öfter nachschenken und immer wieder aufs Neue genießen.
  • Über den Glasrand schauen: Oft hält man an dem Wein fest, den man kennt und mag. Man sollte aber auch mal andere Weine und vor allem auch Rebsorten probieren. Selbst wenn man ein Riesling-Fanatiker ist, kann einem auch Grauburgunder schmecken.
  • Falsche Lagerung: Wein sollte in kühlen und dunklen Räumen gelagert werden. Es ist jedoch häufig so, dass er schon im Supermarkt ungünstigen Bedingungen ausgesetzt ist. Das künstliche Licht und die Temperaturen sind nicht ideal. Dadurch kann der Wein schon vor dem Kauf sein Aroma verlieren. Die falsche Lagerung anschließend zu Hause kann ebenfalls dazu führen.
  • Glasform: Die Form des Glases hat erheblichen Einfluss auf den wahrnehmbaren Geruch und Geschmack des Weins. Häufig wird der Wein in zu kleinen Gläsern serviert, so dass er sein Aroma nicht entfalten kann. Was für große Unterschiede es dabei gibt, kann man testen, indem man den selben Wein aus unterschiedlich großen Gläsern trinkt.
  • Probierschluck: Wenn man im Restaurant oder einer Bar eine ganze Flasche Wein bestellt, bekommt man meist einen Probierschluck, bevor den anderen Gästen eingeschenkt wird. Man sollte sich nicht ewig Zeit lassen mit dem Probierschluck. Denn dabei soll lediglich herausgefunden werden, ob der Wein korkig schmeckt oder anderweitig fehlerhaft ist. Dafür genügt es, wenn man einen kleinen, schnellen Schluck nimmt oder kurz an ihm riecht. Ein beißender Essiggeschmack wäre ein Anzeichen, dass etwas mit der Flasche nicht in Ordnung ist. Wenn man keine Beanstandungen hat, teilt man das dem Kellner mit und genießt den Wein anschließend in Ruhe mit seinen Gästen.
  • Zu schnell trinken: Wein braucht einfach seine Zeit. Um neue Rebsorten und Weine richtig kennenzulernen, muss man sich die nötige Ruhe gönnen. Mit der Zeit findet man heraus, welche Weine einem besonders schmecken.

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Mehr über Juliane Eller und ihren III Freunde Wein gibt's auf der Website dreifreundeweine.com

Alle weiteren Ratgeber und auch Rezepte zu verschiedenen Getränken finden Sie auf unserer Themenseite.

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