16.03.2018 - 16:33

Farbenfroh und würzig Das sind die beliebtesten Salzsorten!

Die unterschiedlichen Salzsorten unterscheiden sich nicht nur im Geschmack, sondern oft auch in der Farbe.

Foto: iStock/Proformabooks

Die unterschiedlichen Salzsorten unterscheiden sich nicht nur im Geschmack, sondern oft auch in der Farbe.

Neben dem herkömmlichen Speisesalz gibt es eine Vielzahl besonderer Salze, etwa das aus dem Himalaya, die frischen Wind in die Küche bringen. Bei uns erfahren Sie die Besonderheiten der verschiedenen Sorten.

Salz bringt Würze ins Essen und ist aus der Küche nicht wegzudenken. Doch Salz ist nicht einfach nur Salz – zumindest nicht immer. Mittlerweile gibt es die verschiedensten Sorten, die sich in Farbe, Geschmack und auch im Preis unterscheiden können. Ja, es gibt sogar besondere Salze, die vor allem in der Gourmet-Küche zum Einsatz kommen oder von Feinschmeckern gesammelt werden. Wir geben Ihnen einen Überblick über die bekanntesten Salzsorten und verraten Ihnen interessante Fakten über die Entstehung, das Aroma und zu welchen Speisen sie am besten passen.

Salzsorten im Überblick: Speisesalz, der Klassiker

Speisesalz – auch Tafel- oder Kochsalz genannt – ist der Klassiker und quasi das "normale" Salz, das im Supermarkt zum günstigen Preis zu haben ist. Dabei handelt es sich je nach Hersteller um Siede- oder Meersalz, das sowohl raffiniert als auch gereinigt wurde. Es besteht zu mindestens 97 Prozent aus Natriumchlorid.

Passt zu: Speisesalz kann sowohl zum Kochen als auch als Tischsalz verwendet werden. Darüber hinaus passt es zu allen herzhaften Speisen – und mehr noch: Eine Prise Salz kann sogar die Süße einer Speise hervorheben. Melonen etwa werden durch Salz noch süßer.

Jodsalz

Jodsalz ist in den Supermärkten ebenso geläufig wie normales Speisesalz. Kaum verwunderlich: Es handelt sich ja auch um normales Speisesalz, das lediglich mit Jod angereichert wurde. Jodsalz enthält 15 bis 25 mg Jod pro Kilo, das wurde im Jahr 1989 beschlossen. Mit gutem Grund: Das deutsche Grundwasser enthält von Natur aus wenig Jod, wodurch auch Agrarprodukte wie Milch und Gemüse hierzulande jodarm sind und den Bedarf der Menschen nicht decken. Durch Jodsalz hat sich die Jodversorgung der Deutschen grundlegend verbessert. Außerdem: Jodsalz kann Schilddrüsenerkrankungen vorbeugen. Wer allerdings bereits an Hashimoto Thyreoiditis erkrankt ist, sollte auf Jodsalz verzichten, da es die Krankheit verstärken kann. Hier lesen Sie mehr zur chronischen Erkrankung der Schilddrüse: Hashimoto-Thyreoiditis – Symptome, Behandlung und Ernährung

Passt zu: Jodsalz ist ein Kochsalz, das ebenso wie Speisesalz eingesetzt werden kann.

Kräuter- und Gewürzsalz

Mit gewöhnlichem Salz kann man eine Menge anstellen: Es kann mit Jod oder Fluorid versetzt werden, aber auch mit Gewürzen und Kräutern. Denken Sie nur an Knoblauch-, Tomaten- oder Kräutersalz! Diese Produkte werden industriell gefertigt, können aber auch ganz einfach selbst gemacht werden. Dafür drei Anteile Salz mit einem Anteil getrocknete Kräuter nach Belieben vermengen und in einem sauberen, trockenen Gefäß verschlossen lagern.

Passt zu: Zu welchen Speisen ein Salz passt, hängt natürlich von den jeweiligen Speisen ab, für die es verwendet werden soll. Für gewöhnlich stehen Anwendungs-Tipps bereits auf den Gewürzdöschen. Tomatensalz kann etwa zum Würzen eines Tomatensalats verwendet werden, während Kräutersalz einem Salat-Dressing den letzten Schliff geben kann.

Meersalz

Wie der Name schon verrät, wird Meersalz aus Meerwasser gewonnen. Dieses wird in besondere Becken, auch Salzgärten genannt, geleitet – dann übernehmen Wind und Sonne die restliche Arbeit. Die Konzentration des Salzes steigt, und es kann schließlich geerntet werden.

Passt zu: Meersalz hat durch seine Herkunft einen leicht fischigen Geschmack und passt daher besonders gut zu Meeresfrüchten oder auch Fischgerichten. Probieren Sie zum Beispiel mal diese Lachs-Spieße mit Limette und Bacon.

Fleur de Sel

Fleur de Sel (zu Deutsch: Salzblüte) ist der bekannteste Vertreter der Meersalze und auch ein wenig feiner als normales Meersalz. Auch, wenn es zum Teil in Portugal hergestellt wird, gilt die Bretagne als Heimat des noblen Salzes. Es entsteht durch natürliche Verdunstung auf der Wasseroberfläche und bildet dort Salzblumen, die dann von Hand geerntet werden. Fleur de Sel ist ein naturbelassenes Produkt, die Kristalle weisen unterschiedliche Größen und Strukturen auf. Es ist milder im Salzgeschmack als etwa Speisesalz, obendrein auch ein wenig feuchter. Daher eignet es sich eher weniger für Gewürzmühlen.

Passt zu: Fleur de Sel wird für gewöhnlich nicht direkt zum Kochen verwendet. Es sollte erst ganz zum Schluss der Zubereitung auf rohe oder gare Speisen kommen, um sein ganzes Aroma zu entfalten. Als Tischsalz ist es ideal und veredelt allerlei Speisen. Auch Süßspeisen wie eine Mousse au Chocolat profitiert von einem Hauch Fleur de Sel.

Himalaya-Salz

Haben Sie schon mal das grobkörnige, rosafarbene Salz gesehen, das in einigen Märkten angeboten wird? Dabei handelt es sich um Himalaya-Kristallsalz. Die Farbe wird durch enthaltenes Eisenoxid verursacht. Wie viele andere Salze auch entstand es durch die Verdunstung einstiger Urmeere und stammt heutzutage meist aus einer Abbauregion in Pakistan. Esoteriker sagen dem Salz heilende Wirkungen auf dem Körper nach, die aber bislang nicht wissenschaftlich bestätigt wurden.

Passt zu: Durch die grobe Körnung lässt sich Himalaya-Salz hervorragend zum Marinieren von Fleisch und Fisch verwenden. Auch können Suppen und Soßen damit abgeschmeckt werden. Neben der Küche kommt Himalaya-Salz unter anderem auch bei der Hautpflege und als natürliches Heilmittel bei Atemwegserkrankungen zum Einsatz.

Persisches Blausalz

Nicht nur Himalaya-Salz zeugt von Farbenfreude. Auch das blaue Salz aus Persien kommt bunt daher –zumindest teilweise. Persisches Blausalz hat vor allem weiße Kristalle, gemischt mit wenigen, blauen Nuancen, die auf das enthaltene Mineral Sylvin zurückzuführen sind. Das besondere Salz wird in iranischen Salzminen gewonnen. Verglichen mit herkömmlichen Speisesalz hat diese Sorte einen niedrigen Natriumchlorid-Gehalt (85 Prozent statt 97 Prozent), dafür enthält es aber rund 13 Prozent Kalium, das das persische Blausalz besonders salzig macht.

Passt zu: Persisches Blausalz ist eine echte Rarität. Durch die trockene Konsistenz eignet es sich optimal für Gewürzmühlen und wird auch vorrangig als Tischsalz verwendet. Durch die besondere Färbung ist es nicht nur ein optisches Highlight – Meeresfrüchte und Salate bekommen damit auch einen vollendeten Geschmack.

Hawaii-Salz

Schon einmal was von Hawaii-Salz gehört? Es stammt direkt von den hawaiianischen Inseln, die mitten im Pazifik und fernab von großen Kontinenten liegen. Die Salze sind bei Gourmetköchen und Feinschmeckern sehr beliebt. Kaum verwunderlich: sie bieten Varietät in Farben und Geschmack. So gibt es weißes Hawaii-Salz, das in etwa vergleichbar ist mit Meersalz, aber auch schwarzes, rotes und grünes Hawaii-Salz.

Schwarzes Hawaii-Salz ist eine Mischung aus Meersalz, Aktivkohle, Kurkuma und Taropulver. Durch die enthaltene Aktivkohle wirkt dieses Salz verdauungsfördernd und antioxidativ. Es hat ein nussiges Aroma und passt einfach hervorragend zu indischen Gerichten.

Rotes Hawaii-Salz wiederum wurde bereits von den Ureinwohnern Hawaiis geliebt und geschätzt. Die rote Farbe kommt übrigens durch die Verbindung mit der Tonerde namens Alaea, die sehr selten ist und bei den Hawaiianern als heilig gilt. Im Handel kann man diese Salzsorte fein gemahlen oder in kleinen Kristallen kaufen. Geschmacklich ist es neben salzig auch ein wenig süß und nussig und passt somit zu gegrilltem und gebratenem Schweinefleisch (etwa in der Marinade), aber auch zu rohem Fisch, zu Gemüse, Suppen und Soßen.

Grünes Hawaii-Salz ist eine Zusammensetzung aus Meersalz und einem Extrakt aus Bambusblättern. Dadurch ist es reich an Vitaminen, Antioxidantien und Aminosäuren. Die Hawaiianer glauben seit Jahrhunderten an die gesundheitsfördernde Wirkung. Der Geschmack ist mild salzig und aromatisch. Da Bambusblattextrakt vor allem in der asiatischen Küche typisch ist, passt grünes Hawaii-Salz toll zu chinesischen und asiatischen Gerichten.

Bambussalz

Bambussalz ist eine Erfindung buddhistischer Mönche, die dem Salz eine heilsame Wirkung zusprachen. Das Meersalz wird in Bambusrohre gefüllt, die wiederum werden mit Tonerde ummantelt. Sie kommen anschließend in einen Ofen und werden darin bis zu neun Mal auf rund 1000 Grad erhitzt. Durch die hohen Temperaturen soll das Salz besonders rein sein und auch die besondere Farbe haben: Das Bambussalz leuchtet dezent rot-violett.

Passt zu: Hierzulande wird Bambussalz als Heilsalz, aber auch als Tafelsalz verwendet. Es ist extrem salzig und passt besonders gut zu Salaten oder rohem und gegartem Gemüse. Asiatische Gerichte werden ebenfalls häufig mit Bambussalz gewürzt.

Rauchsalz

Rauchsalz unterscheidet sich deutlich von anderen Salzsorten. Es handelt sich um Meersalz, das über Holz geräuchert wurde. Ja nach Herkunft kommen beim Räuchern verschiedene Holzsorten zum Einsatz. Besonders beliebt sind Wacholder-, Buchen- und Hickory-Holz.

Passt zu: Vor allem Hickory-Rauchsalz erfreut sich großer Beliebtheit. Es zeugt von mild-rauchigem Aroma und schmeckt leicht nach Schinken. In den USA gibt es kaum ein Barbecue, das ohne Hickory-Rauchsalz auskommt, da es toll mit rotem Fleisch wie etwa mariniertem T-Bone-Steak harmoniert und sogar in selbst gemachten Barbecue-Soßen zum Einsatz kommt. Darüber hinaus eignet sich Rauchsalz optimal für vegetarische und vegane Gerichte, die so einen besonders würzigen Geschmack bekommen.

Sie sehen: Was auch immer Sie planen, auf den Tisch zu zaubern – es gibt verschiedene Salzsorten, die Ihr Vorhaben optimal abrunden. Einige der Sorten überzeugen nicht einfach nur durch besonderen Geschmack, sie sorgen dank der farblichen Varietät auch für Akzente bei der Tischdekoration. Weitere spannende Ratgeber rund um Gewürze finden Sie auch auf unserer Themenseite.

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