06.12.2017

Pannen-Alarm! Küchen-SOS: So retten Sie Ihr Essen

Essen versalzen? Unser Küchen-SOS hilft Ihnen bei Pannen während der Festmahl-Zubereitung.

Foto: iStock/PeopleImages

Essen versalzen? Unser Küchen-SOS hilft Ihnen bei Pannen während der Festmahl-Zubereitung.

Manchmal geht in der Küche etwas schief. Besonders ärgerlich, wenn Sie eigentlich für mehrere Gäste gekocht haben, etwa zu einem feierlichen Anlass. Unser Küchen-SOS hilft Ihnen, Ihr Fest-Essen zu retten.

Zu feierlichen Anlässen wie Weihnachten, Silvester oder auch Geburtstagen werden häufig Familie und Freunde eingeladen, die dann auch entsprechend, kulinarisch verköstigt werden wollen. Ist das auch bei Ihnen der Fall? Wenn ja, dann kennen Sie sicherlich den Super-GAU: Sie haben etwas köstliches zu essen vorbereitet und dann geschieht ein Missgeschick. Die Soße ist zu dünn oder hat Klümpchen, die Knödel zerfallen beim Kochen oder das Fleisch ist trocken, wie eine Schuhsohle.

Kein Grund zur Panik - im folgenden Küchen-SOS haben wir uns verschiedener Küchen-Pannen angenommen und verraten Ihnen, wie Sie sich geschickt aus dem Dilemma befreien können.

Küchen-SOS: Problem mit Ihrer Soße?

Was wären Fleisch, Gemüse und Beilagen ohne eine köstliche Soße? Leider kann bei der Zubereitung auch einiges schief gehen. Hier erfahren Sie, wie Sie sich aus der jeweiligen "Notlage" befreien können.

1. Die Soße ist versalzen

Verliebte Köche versalzen das Essen – wer diesen Spruch nicht schon einmal gehört? Tatsächlich geschieht dies nicht nur den Romantikern unter uns. Eine falsche Bewegung und schon ist die Soße ungenießbar. Doch das ist lange kein Grund, das Ganze in den Ausguss zu kippen.

Die Lösung des Problems: Glücklicherweise gibt es mehrere Möglichkeiten, eine versalzene Soße zu retten. Eine Variante wäre, die Soße mit Sahne oder Milch zu strecken. Alternativ dazu können Sie eine Kartoffel schälen und in Würfel schneiden. Diese mit in den Topf geben und zehn Minuten mitköcheln lassen. Die Kartoffel entzieht der Soße das Salz. Übrigens: Dieser Tipp lässt sich auch anwenden, wenn Sie die Suppe versalzen haben.

2. Die Soße ist zu scharf

Eine Soße kann nicht nur zu salzig sein – manchmal ist sie tatsächlich auch einfach zu scharf geraten.

Die Lösung des Problems: Viele Menschen, die zu scharf gegessen haben, trinken direkt im Anschluss Milch. Tatsächlich sind es auch Milchprodukte, die die Schärfe in Ihrer Soße neutralisieren können – ob nun in Form von Milch, Sahne, Schmand oder Frischkäse.

3. Die Soße ist zu fettig

Fett ist bekanntlich ein Geschmacksträger. Gelegentlich kann es allerdings vorkommen, dass es schlicht zu viel des Guten war. Zu viel Öl beim Anbraten, zu viel Sahne in der Soße – am Ende setzt sich am Topfrand eine unschöne Fettschicht an, die sich einfach nicht in die Soße einrühren lässt.

Die Lösung des Problems: Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Haben Sie noch ein wenig Zeit, ehe Sie das Essen servieren wollen? Dann können Sie die Soße im Kühlschrank richtig auskühlen lassen. Das überschüssige Fett sammelt sich an der Oberfläche und erhärtet. So können Sie es einfach mit einem Löffel entfernen. Eine weitere Möglichkeit ergibt sich, wenn Sie es etwas eiliger haben und zufällig Eiswürfel im Tiefkühlfach haben. Wickeln Sie Eiswürfel in ein sauberes Küchentuch und halten es in die heiße, aber nicht mehr kochende Soße. Das Eis lässt das Fett sofort erstarren, welches praktischerweise auch gleich am Küchentuch haften bleibt.

4. Die Soße ist zu dünn

Sie haben sich große Mühe beim Kochen gegeben, doch Ihre Soße ist einfach zu flüssig. Für gewöhnlich kann da Soßenbinder helfen, doch ausgerechnet dieses Mal haben Sie vergessen, einen solchen einzukaufen?

Die Lösung des Problems: Sollten Sie bis zum Servieren noch Zeit haben, können Sie die Soße auf kleiner Flamme einkochen lassen. Oftmals muss es aber doch schneller gehen. Zum Andicken können Sie etwa ein Brot entrinden und es für einige Minuten mitkochen lassen. Kartoffelpüree-Pulver ist ebenfalls dafür geeignet, der Soße mehr Konsistenz zu verleihen. Im Zweifel machen Sie sich Ihren Soßenbinder einfach selbst. Mit einem Schneebesen Speisestärke in warmes Wasser einrühren, diese Mischung dann Schritt für Schritt zur Soße geben und aufkochen lassen.

5. Die Soße hat Klümpchen

Klumpen in der Soße – keiner mag sie, aber dennoch kommen sie gelegentlich vor. Meist, wenn der Soßenbinder nicht zügig genug unter die Soße gerührt wurde oder die Zubereitung des selbst gemachten Soßenbinders irgendwie schief gelaufen ist.

Die Lösung des Problems: ein Pürierstab. Sollten Fleisch oder große Gemüsestücke in der Soße sein, nehmen Sie diese vorher aus dem Topf. Dann einfach einmal kräftig mit dem Pürierstab durch die Soße gehen und schön verscheiden Klumpen im Nu. Anschließend Fleisch und Gemüse einfach wieder zurück in den Topf geben.

Küchen-SOS für Fleisch & Beilagen

Es gibt wirklich eine Menge, die beim Soße kochen schief gehen kann. Doch ist die schmackhafte Soße erst gelungen, sind SIe noch nicht ganz auf der sicheren Seite. Auch bei Fleisch und Beilagen lauern Gefahren, die Ihr Festmahl ruinieren könnten. Aber auch hier hilft ein Küchen-SOS.

6. Die Beilage ist angebrannt

Wer ein festliches Menü auf den Tisch bringen will, muss meist ein echtes Multitasking-Talent sein. So viele Dinge wollen gleichzeitig erledigt werden! Nur ein kurzer Moment der Ablenkung und schon ist es passiert: Die Beilagen sind angebrannt. Ein Dilemma – oder etwa doch nicht?

Die Lösung des Problems: Zunächst gilt es, Ruhe zu bewahren – und auf keinen Fall umrühren! Meist können Sie noch etwas retten. Trennen Sie den nicht verbrannten Teil des Essens vom verbrannten Teil und füllen es in einen neuen Topf. Sollte die Beilage allerdings bereits verbrannt schmecken, so bewirken ein Schuss Weißwein oder Zitronensaft wahre Wunder. Beides kann den leicht verkohlten Geschmack gut neutralisieren.

7. Kartoffeln, Nudeln oder Gemüse verkocht

Ihnen sind die Beilagen zwar nicht angebrannt, dafür aber verkocht? Auch das kann schneller passieren, als einem lieb ist. Hier gilt es, Schadensbegrenzung zu betreiben.

Die Lösung des Problems: Gießen Sie verkochte Kartoffeln oder Nudeln schnellstmöglich ab und schrecken Sie das Ganze mit kaltem Wasser ab. So gart die Beilage nicht weiter nach. Zu weich gekochte Nudeln und Kartoffeln können angebraten oder zu einem Auflauf umfunktioniert werden. Kartoffelgratin ist durchaus auch eine festliche Beilage! Bei verkochtem Gemüse können Sie nicht allzu viel machen. Wenn Sie noch frisches Gemüse (oder passendes TK-Gemüse) im Haus haben, können Sie dieses mit der verkochten Ware mischen. Dann fällt es nicht allzu sehr auf. Alternativ können Sie aus verkochtem Gemüse nur noch ein Püree machen – oder aber in den sauren (in diesem Fall auch matschigen) Apfel beißen.

8. Die Semmelknödel zerfallen

Selbst gemachte Semmelknödel sind einfach ein Genuss. Doch nur ein kleiner Fehler bei der Zubereitung oder im Rezept und schon passiert es: Die Semmelknödel zerfallen beim Garen. Ein Disaster.

Die Lösung des Problems: Sollten Sie beim Garen der ersten Knödel-Portion merken, dass die Knödel zerfallen, dann sollten Sie sich noch einmal den rohen Knödeln widmen. Werfen Sie alle in eine Schüssel, geben ein zusätzliches Ei dazu und kneten alles ordentlich durch. Das Ei sollte für bessere Bindung und bessere Stabilität der Semmelknödel sorgen.

9. Braten/Fleisch ist zu trocken

In vielen festlichen Menüs nimmt das Fleisch, bzw. der Braten die zentrale Rolle ein. Kein Wunder, Braten gibt es in den verschiedensten Sorten und meist ist eine Menge Arbeit damit verbunden. Umso ärgerlicher, wenn das Ganze viel zu trocken geraten ist.

Die Lösung des Problems: Sicher wollen Sie nicht, dass Ihre Gäste am Fleisch herumkauen, wie auf einer Schuhsohle. Wir empfehlen Ihnen zwei Wege, bei einer dieser Küchen-Pannen Ihren Braten zu retten. Entweder, Sie schneiden das Fleisch in Scheiben und legen es in die – hoffentlich vorhandene – Soße. Dort ein wenig ziehen lassen, dann wird das Fleisch wieder schön zart. Sie können aber auch ein wenig Cognac über den Braten gießen und das Ganze zehn weitere Minuten im Ofen garen lassen. So wird er wieder genießbar – wenn auch nicht für minderjährige Gäste.

10. Das Fleisch ist verbrannt

Zu trockenes Fleisch oder Braten ist die eine Sache. Schlimmer wird es, wenn es tatsächlich angebrannt ist und schon schwarze Stellen aufweist.

Die Lösung des Problems: Bei Braten sollten Sie die verbrannte Stelle abschneiden und das Fleisch übergossen mit Soße servieren. So fällt das Malheur gar nicht weiter auf. Ungünstig ist es allerdings, wenn die Weihnachtsgans verbrannt ist. Dann sieht es wirklich, wirklich schlecht für Ihr Festtags-Menü aus. Für solche Fälle ist es nie verkehrt, Tiefkühlpizza oder die Nummer eines Essens-Lieferanten im Haus zu haben...

Wir hoffen, unser Küchen-SOS konnte Sie vor einem Festtags-Dilemma bewahren. Sollte Ihnen nun auch noch auffallen, dass Ihnen die eine oder andere Backzutat für das Dessert fehlt, finden Sie hier nützliche Tipps.

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