27.11.2017

11 wichtige Geschmacksgeber Weihnachtsgewürze: Die Helden aus der Winterküche

Von

Zimt, Sternanis, Kardamom, Nelken, Vanille – eines haben alle gemeinsam: Sie sind typische Weihnachtsgewürze.

Foto: iStock/ SilviaJansen

Zimt, Sternanis, Kardamom, Nelken, Vanille – eines haben alle gemeinsam: Sie sind typische Weihnachtsgewürze.

In der Vorweihnachtszeit und zu den Feiertagen duftet es von überallher. Grund dafür sind vor allem die zahlreichen Weihnachtsgewürze, die wir fürs Kochen und Backen leckerer Wintergerichte nutzen. Die 11 wichtigsten stellen wir Ihnen hier vor!

Zur Weihnachtszeit ziehen Düfte durch die Luft, die wir sonst im Jahr eher selten wahrnehmen: Typische Weihnachtsgewürze geben Speisen und Getränken die winterliche Note.

Die 11 wichtigsten Weihnachtsgewürze

Die 11 bekanntesten Vertreter der weihnachtlichen Gewürzbar haben wir Ihnen hier zusammengestellt. Zusätzlich geben wir Ihnen ein paar Rezepte mit, mit denen Sie die Weihnachtszeit zu einem unvergesslichen Duft- und Geschmackserlebnis machen können.

Anis

Der Anis gehört mit seinem lakritzartig-blumigen Aroma zur Winterzeit einfach dazu. Beliebt ist er in Bonbons, die Anisfrüchte – keine Samen übrigens – kommen aber auch im Gewürz für Spekulatius, Lebkuchen und Co. zur Anwendung. Nebenbei wirken die enthaltenen ätherischen Öle krampf- und schleimlösend sowie verdauungsfördernd.

Ingwer

Eigentlich schmeckt Ingwer ja das ganze Jahr über. Da die Wurzelknolle mit dem zitronig-scharfen Geschmack aber so schön wärmt und viel Vitamin C mitbringt, ist sie besonders in der Winterzeit beliebt. Achten Sie beim Kauf auf eine glatte Haut.

Frischer Ingwer ist wichtiger Bestandteil von Glögg, dem schwedischen Pendant zum Glühwein.

Kardamom

Seine typisch grünen Kapseln machen sich nicht nur optisch gut – unter anderem im Glühwein. Gemahlen oder im Ganzen lässt sich Kardamom mit seinem leicht scharfen, eukalyptusähnlichen Aroma wunderbar im Tee anwenden, aber auch zur Gewürzmischung für weihnachtlichen Spekulatius gehört er einfach dazu. Oder peppen Sie doch einfach Ihre heiße Schokolade oder Ihren Kaffee mit einer Prise Kardamom auf!

Koriander

Weniger der grüne Teil der Pflanze als die Samen werden in der Weihnachtsküche verwendet. Als typisches Weihnachtsgewürz schmecken sie nach einer Mischung aus Orangenschale, Muskat und Zimt, sodass sie gemahlen wichtiger Bestandteil von Lebkuchen und ähnlichem sind. Außerhalb der Weihnachtsbäckerei kommt das Gewürz häufig in der arabischen und indischen Küche vor.

Muskat

Schon gewusst? Es gibt nicht nur die Muskatnuss, die als Gewürz verwendet werden kann – und eigentlich gar keine Nuss, sondern ein Same ist. Auch die Muskatblüte – eigentlich die Samenhülle – ist frisch gemahlen mit ihrem leicht pfeffrigen und zartbitteren Geschmack als Gewürz beliebt – unter anderem in Pfefferkuchen oder Christstollen. Verwenden Sie aber nicht zu viel: In hoher Dosis ist Muskat giftig. Also lieber keine ganze Nuss essen. Ein wenig abgeriebenes Pulver aber gibt vielen Speisen einen feinen Beigeschmack – und wirkt gleichzeitig gegen Übelkeit und Nervosität.

Nelken

Die kleinen, nagelähnlichen getrockneten Nelkenblüten sind für ihren intensiven Geschmack bekannt. Zwar ist dieser sicher nicht jedermanns Sache. Zur Weihnachtsküche und -bäckerei gehört er aber einfach dazu. Zudem sind ihre vielen ätherischen Öle sehr gesund. Allerdings kann es sehr unangenehm sein, auf eine Nelkenblüte zu beißen. Daher werden die Stiftchen meist zum Kochen dazugegeben und vor dem Servieren wieder entfernt. Das Gewürz untermalt herzhafte Speisen wie Rotkohl als Beilage zu Rinderrouladen, Braten oder Wild-Soße, aber auch Lebkuchen und Konsorten. Hier gilt wieder: Die hübsche Form der Nelken macht sich, genau wie ihr Geschmack, gut im Glühwein.

Piment

Nelkenpfeffer, wie die runden Piment-Beeren noch genannt werden, vereint in sich den Geschmack von Nelken, Muskat, Pfeffer und Zimt. Gemahlen ergänzt das weihnachtliche Gewürz vor allem Honig- und Pfefferkuchen. Aber auch in Suppen kommt der pfeffrige Geschmack gut zur Geltung – und zwar das ganze Jahr über.

Sternanis

Dem Anis geschmacklich ähnlich ist der Sternanis, der sich durch seine Form unterscheidet und auch nicht mit dem Anis verwandt ist. Die achtzackige Frucht des orientalischen Magnolienbaumes bringt einen ähnlich lakritzartigen Geschmack mit Pfeffernote mit. Sternanis macht sich nicht nur gemahlen im Gebäck gut. Da er im Ganzen nur langsam sein Aroma abgibt, eignet er sich auch für Braten und andere Gerichte mit langer Garzeit. Und als Deko für die Weihnachtszeit sowie optisches Highlight im Glühwein oder Bestandteil eines leckeren Orangenkuchens mit Sternanis eignet sich das typische Weihnachtsgewürz in getrockneter, ungemahlener Form auch noch.

Tonkabohne

In unseren Gefilden noch eher ein Exot, ist die Tonkabohne in Südamerika schon lange in der Anwendung. Mit ihrem feinen, karamellig-marzipanartigen Aroma wertet sie so manche Süßspeise auf. Dazu können Sie sie einfach wie eine Muskatnuss mahlen. Aber auch cremige Suppen und sogar Fisch werden durch den leichten Geschmack gut ergänzt. Zudem gilt die Tonkabohne als Aphrodisiakum – und in der Weihnachtszeit haben wir ja alle gern jemanden zum Kuscheln.

Vanille

Ein Klassiker, der uns das ganze Jahr über begleitet! Das süße und leicht blumige Aroma der Vanilleschote – einem Teil der Blüte verschiedener Orchideenarten aus Mexiko – passt mit seiner weichen, wärmenden Note auch perfekt als Weihnachtsgewürz in die besinnliche Zeit. Der Klassiker sind die Vanillekipferl, die auf keinem -Teller fehlen dürfen. Wichtig ist die Vanille aber auch im Spritzgebäck-Grundrezept. Das süße Weihnachtsgewürz wertet außerdem viele andere weihnachtliche Speisen auf, darunter auch herzhafte.

Vanille soll übrigens ebenfalls aphrodisierend wirken. Außerdem wird ihr nachgesagt, den Appetit sowie den Gallenfluss anzuregen.

Zimt

Auch wenn eines der wichtigsten Weihnachtsgewürze in unserer Liste ganz am Schluss steht: Wer an Weihnachten denkt, denkt ganz schnell an Zimt. Sein Duft und unverkennbarer Geschmack gehören zur Weihnachtsbäckerei einfach dazu – mindestens so sehr wie zu Punsch und Glühwein. Der absolute Advents-Klassiker sind aber natürlich die Zimtsterne! Wir kennen ihn in Stangenform – als solcher macht er auch optisch einiges her – sowie gemahlen. Übrigens passt Zimt nicht nur zu Süßem, sondern eignet sich auch, um dunklem Fleisch oder der Tomatensoße zur Pasta den richtigen Kick zu geben.

Es gibt immer wieder Gerüchte über die Bedenklichkeit von Zimt. Ob das weihnachtliche Gewürz aus Fernost tatsächlich gefährlich ist, verraten wir Ihnen hier. In Maßen kann Zimt jedenfalls neben seinem leckeren Geschmack auch antiseptisch, antiviral und krampflösend sowie aphrodisierend wirken. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, greifen Sie zum etwas teureren Ceylon-Zimt aus Indien statt zum beißenderen Cassia-Zimt aus China.

Mit diesen Weihnachtsgewürzen sind Sie in der Adventszeit sehr gut aufgestellt. Neben tollem, die Vorfreude steigerndem Geschmack und herrlichem Geruch wirken diese Gewürze auch positiv auf den Körper – und das können wir in der Weihnachtszeit alle gut gebrauchen.

Seite