24.11.2017

Deftige Winter-Küche Kohl-Sorten im Winter: Informationen zu Grünkohl und Co.

Die Vielfalt an Kohl-Sorten im Winter ist beachtlich. Erfahren Sie bei uns interessante Details zu den einzelnen Sorten.

Foto: imago/Peter Widmann

Die Vielfalt an Kohl-Sorten im Winter ist beachtlich. Erfahren Sie bei uns interessante Details zu den einzelnen Sorten.

Rot, spitz oder grün – Kohl gibt es in den verschiedensten Varianten. Die meisten von Ihnen haben während der kalten Tage des Jahres Hochsaison. Hier erfahren Sie nützliche Informationen über die verschiedenen Winterkohlsorten. Tolle Rezepte inklusive!

Ja, auch die kalten Monate im Jahr haben Ihre Besonderheiten – vor allem in kulinarischer Hinsicht. Besonders beliebt sind in dieser Zeit ja die verschiedenen Kohl-Sorten, die gerade im Winter Hochsaison haben. Im Folgenden erfahren Sie interessante Fakten zu Besonderheiten, Geschmack, Lagerung und Nährstoffen von Grünkohl und Co. Natürlich dürfen da auch die passenden Rezepte nicht fehlen.

Kohl-Sorten im Winter: Kleine Übersicht

Chinakohl: Der perfekte Kohl für exotische Speisen

Sie essen gern exotisch? Dann sollte Chinakohl unbedingt in Ihrem Einkaufskorb landen. Er schmeckt angenehm dezent und frisch und verleiht asiatischen Wok-Gerichten eine besondere Note. Der Vorteil: Chinakohl gart im Handumdrehen und eignet sich dementsprechend für die schnelle Küche. Für die perfekte Lagerung entfernen Sie zunächst die losen, äußeren Blätter und bewahren den Chinakohl anschließend im Kühlschrank auf.

Nährwerte auf 100 g: 12 kcal, 0,2 g Fett, 2,2 g Kohlenhydrate, 1,1 g Protein. Chinakohl ist reich an Vitamin C und liefert dem Körper überdies Folsäure und Senföle. Diese sorgen übrigens auch dafür, dass diese Kohlsorte besonders gut verdaulich ist.

Unser Rezept-Tipp: Probieren Sie doch mal diesen würzigen Gemüse-Reis aus dem Wok.

Grünkohl: Der Star der Kohl-Sorten

Grünkohl ist einer der unangefochtenen Stars unter den Winterkohl-Sorten. Kein Wunder: Er passt genauso gut zu winterlich-deftigen Speisen wie zu leichter Kost. Grünkohl kann auf verschiedene Weise zubereitet werden und begeistert durch den Kontrast aus würzig und süß.

Dank seiner gesunden Inhaltsstoffe und der beachtlichen Menge an Vitamin C wird Grünkohl sogar als heimisches Superfood gefeiert. Frisch ist Grünkohl übrigens am gesündesten, er sollte wenn möglich nicht länger als vier bis fünf Tage im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden.

Nährwerte auf 100 g: 37 kcal, 0,9 g Fett, 2,5 g Kohlenhydrate, 1,1 g Protein. Grünkohl ist unter den Winterkohl-Sorten der gesündeste Vertreter. Schon 100 g genügen, um den täglichen Bedarf an Vitamin C zu decken. Darüber hinaus ist er reich an Kalzium, Vitamin A (gut für Augen und Haut!) und Vitamin E (gegen freie Radikale).

Unsere Rezept-Tipps: Fans der deftigen Küche sollten es mal mit dem Klassiker Grünkohl mit Kasseler probieren. Wer auf der Suche nach einem leichten Rezept ist, dem empfehlen wir leckere Grünkohlpfanne mit Feta und Spiegeleiern.

Rosenkohl: Kleiner Kohl, großer Genuss

Bei Rosenkohl scheiden sich die Geister. Die einen mögen ihn nicht, die anderen können gar nicht genug von ihm bekommen und sehnen die Zeiten im Jahr herbei, wenn Rosenkohl endlich Saison hat. Der Mini-Kohl verbreitete sich vor allem im 19. Jahrhundert in Europa und wird wegen seines nussigen Geschmacks geschätzt. Rosenkohl ist eine tolle Beilage zu deftigen Fleischgerichten, kann aber – je nach Rezept – auch der Star eines Gerichts sein. Am besten wird er im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert. Vermeiden Sie es, ihn gemeinsam mit Tomaten und Äpfeln aufzubewahren, da diese das Gas Ethylen absondern und den Rosenkohl schneller welken lassen.

Nährwerte auf 100 g: 36 kcal, 0,3 g Fett, 3,3 g Kohlenhydrate, 4,5 g Protein. Auch dieser Kohl-Vertreter ist reich an Vitamin C und bietet darüber hinaus viel wertvolles Vitamin B und K, Kalium sowie Zink und Ballaststoffen. Diverse Studien haben ergeben, dass der häufige Genuss von Rosenkohl entgiftend wirken kann.

Unsere Rezept-Tipps: Die Möglichkeiten sind wahrlich vielfältig: Deftiges Rosenkohlgratin schmeckt uns genauso gut wie Rosenkohl-Pfanne mit würzigen Hackbällchen. Beide Rezepte sind einen Versuch wert.

Rotkohl: Gehört zu Weihnachten dazu

Kein Weihnachtsfest ohne Rotkohl! Der Klassiker unter den winterlichen Beilagen passt dank seines angenehm süßen Geschmacks vor allem zu deftigen Speisen. Wild, Ente und Gans werden hervorragend durch Rotkohl ergänzt – doch auch vegetarische Speisen werden durch Rotkohl bereichert. Es gibt übrigens verschiedene Zutaten, die seinen Geschmack von Rotkohl nochmals unterstreichen können, etwa Maronen, Zwiebeln oder Apfel. Am längsten frisch bleibt der Rotkohl, wenn Sie ihn gereinigt und im Ganzen im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren.

Nährwerte auf 100 g: 21 kcal, 0,2 g Fett, 3,2 g Kohlenhydrate, 1,5 g Protein. Rotkohl steckt voller Vitamine. 200 g deckten zum Beispiel den Tagesbedarf an Vitamin C. Darüberhinaus ist er randvoll mit Vitamin K und enthält reichlich Selen, Kalium und Magnesium.

Unsere Rezept-Tipps: Vegetarier sollten unbedingt mal unsere Rotkohlröllchen mit Semmelfüllung ausprobieren. Festlich und einfach köstlich!

Spitzkohl: Blitzkohl für Eilige

Spitzkohl ist genau die richtige Kohl-Sorte für all die Eiligen da draußen, denn dank seiner besonders zarten Blattstruktur ist er im Handumdrehen fertig gegart. Darüber hinaus weiß er durch sein dezentes Aroma zu begeistern. Er kann sowohl roh im Salat, als auch warm in einem deftigen Gratin zum Einsatz kommen. Zur Lagerung empfehlen wir Ihnen, den Kohl in ein feuchtes Tuch einzuschlagen und im Kühlschrank aufzubewahren.

Nährwerte auf 100 g: 20 kcal, 0,3 g Fett, 2,7 g Kohlenhydrate, 2,1 g Protein. Spitzkohl zeichnet sich durch seinen hohen Gehalt an Ascorbigen aus, eine Vorstufe des Vitamin Cs. Spitzkohl ist perfekt für alle, die gern abnehmen wollen, denn er hat wenig Kalorien und Fett.

Unsere Rezept-Tipps: Wir empfehlen Ihnen überbackene Kartoffeln auf Spitzkohl.

Weißkohl: Mehr als nur Sauerkraut

Wer hätte es gedacht: Tatsächlich ist Weißkohl hierzulande die am meisten verkaufte Kohlart schlechthin. Somit kommt dem Kohl mit dem typisch deftigen, aber auch leicht süßem Geschmack auch in der deutschen Hausmannskost eine bedeutsame Rolle zu. Ein Großteil des Weißkohls wird übrigens zu Sauerkraut verarbeitet. Wenn Sie einen kühlen Keller haben, können Sie den Weißkohl dort im Ganzen lagern. So hält er sich bis zu zwei Monate. Angeschnittenen Weißkohl können Sie in ein feuchtes Tuch wickeln und bis zu drei Wochen im Gemüsefach Ihres Kühlschranks aufbewahren.

Nährwerte auf 100 g: 25 kcal, 0,2 g Fett, 4,1 g Kohlenhydrate, 1,3 g Protein. Auch diese Kohl-Sorte ist besonders reich an Vitamin C und K. Außerdem enthält Weißkohl Kalium, Magnesium und Selen. Die enthaltenen Ballaststoffe machen richtig schön lange satt und bringen die Verdauung in Schwung.

Unsere Rezept-Tipps: Sie mögen es richtig deftig? Dann ist dieser Winzertopf mit Rindfleisch, Gemüse und Weißkohl das Richtige für Sie. genau das Richtige für Sie.

Wirsingkohl: Fein und delikat

Allein optisch ist Wirsing sehr ansprechend, schon wegen der saftig-grünen Farbe. Die Blätter sind sehr zart und zeugen von einem delikaten, dezenten Aroma – weshalb diese Kohlsorte auch vielen Menschen schmeckt, die Kohl aufgrund seines doch sehr eigenen Geschmacks eher meiden. Wirsingkohl kann auf vielfältige Weise in der Küche zum Einsatz kommen, etwa in Suppen oder Eintöpfen. Im Kühlschrank bleibt Wirsing übrigens bis zu drei Tage schön knackig.

Nährwerte auf 100 g: 25 kcal, 0,4 g Fett, 2,4 g Kohlenhydrate, 3 g Protein. Wirsing versorgt Sie mit einer Menge Vitamin C, enthält aber auch viele wertvolle Mineralstoffe wie Eisen und Magnesium. Auch der Gehalt an Eiweiß kann sich sehen lassen. Das enthaltene Vitamin A wirkt sich indes auf die Gesundheit der Augen und der Haut aus.

Unsere Rezept-Tipps: Wir lieben köstlichen Spätzletopf mit würzigem Wirsing und leckeren Champignons. Einfach köstlich!

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