Aktualisiert: 19.08.2020 - 09:38

Großer Pilz-Ratgeber, Teil 4 Austernpilze richtig putzen – und alle weiteren Infos!

Austernpilze sind das ganze Jahr über erhältlich. Grund genug, sich besser über den Zuchtpilz zu informieren.

Foto: iStock/ Olha_Afanasieva

Austernpilze sind das ganze Jahr über erhältlich. Grund genug, sich besser über den Zuchtpilz zu informieren.

Austernpilze richtig putzen? Zu welchen Gerichten passen sie eigentlich am besten? Und was genau sollte beim Kauf beachtet werden? BILD der FRAU informiert Sie über die beliebte Pilzsorte.

Austernpilze sind während des ganzen Jahres erhältlich und entsprechend begehrt. Der Hut erinnert optisch an Muscheln, was dem Pilz vermutlich auch seinen Namen eingebracht hat. Ursprünglich stammen Austernpilze aus Südostasien, weshalb sie häufig auch in asiatischen Gerichten eine Rolle spielen. Aufgrund seines vollen und kräftigen Aromas gehört der Austernpilz zu den beliebtesten Pilzsorten in der Küche. Weil der Geschmack an Kalbsfleisch erinnert, sind sie auch unter dem Begriff "Kalbsfleischpilz" geläufig. Je fester und saftiger das Fleisch, desto höher ist auch die Qualität des Speisepilzes. Übrigens: Der Stiel ist genauso essbar und lecker wie der Hut.

Erfahren Sie im Folgenden alle Informationen über den Kauf, die Lagerung und Zubereitungen des Austerpilzes.

Austernpilze: Alle Informationen rund um den Pilz

  • Saison: Austernpilze sind Zuchtpilze und werden während des ganzen Jahres in großen Hallen unter höchsten hygienischen Standards angebaut. So können sie zu jeder Zeit käuflich erworben werden.
  • Kauf: Frische Austernpilze erkennen Sie an ihrem prallen, saftigen Aussehen. Die Farben des Speisepilzes reichen von hellem Beige über Grau bis Braun – geschmacklich oder qualitativ gibt es da aber keinen Unterschied. Die Stielenden sollten nicht zu trocken sein. Sie können Austerpilze lose auf dem Markt oder verpackt im Supermarkt kaufen.
  • Kostenfaktor: Austernpilze sind wie auch Champignons auf keine Saison beschränkt, da sie speziell gezüchtet werden. So erklärt sich auch der moderate Preis: Austernpilze kosten im Durchschnitt 1,50 Euro pro 100 g.
  • Lagerung: Meist ist kein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben, so dass Sie nie genau wissen können, wie frisch die Pilze noch sind. Am besten verbrauchen Sie sie möglichst schnell nach dem Kauf. Alternativ wickeln Sie die Pilze in Küchenpapier und lagern sie im Gemüsefach des Kühlschranks. So halten sich Austernpilze maximal zwei weitere Tage. Wer länger etwas davon haben möchte oder auch mal zu viel eingekauft hat, kann Austernpilze auch einfrieren. Dafür sollten sie zuvor aber blanchiert werden. So halten sie sich gefroren ein halbes Jahr.
  • Reinigung: Da es sich um Zuchtpilze handelt, die in Hallen auf Strohballen wachsen, ist die Reinigung ganz einfach. Strohreste werden bereits nach der Ernte entfernt. Anders als bei Pfifferlingen und Steinpilzen, die im Wald wachsen, werden Sie an Austernpilzen kaum Erdreste vorfinden. Die Pilze kommen schon gut gesäubert in den Verkauf. Abwaschen ist gar nicht vonnöten – Sie können kleinere Verschmutzungen einfach mit einem Pilzpinsel oder Küchenpapier entfernen und die Stielenden mit einem Messer entfernen. Dabei ist aber etwas Feingefühl erforderlich, da die Pilze empfindlich auf Druck reagieren. Übrigens: Der weiße Flaum am Stiel ist kein Schimmel, sondern Teil des Pilzes, der mitgegessen werden kann. Beim weißen Belag auf den Hüten handelt es sich um Lamellensporen der darüber liegenden Pilze.
  • Zubereitung: Austernpilze sind sehr vielseitig, was nicht zuletzt am festen Fleisch liegt. Angebraten, frittiert, gekocht oder gegrillt: Sie schmecken immer hervorragend. Wichtig ist nur, dass die Garzeit möglichst kurz gehalten wird. Wer zu lange brät, riskiert, dass die Pilze eine gummiartige Konsistenz bekommen. Rohe Austernpilze sind etwas bitter im Geschmack. Wer's mag, verwendet die Pilze roh im Salat.
  • Geeignet für: Austernpilze sind echte Allround-Talente, die in den verschiedensten Gerichten zum Einsatz kommen können. Pilzpfannen, Eierspeisen, zu Pasta und in Saucen zu Fleisch: Austernpilze sind immer eine gute Variante. Besonders gut machen sich die Zuchtpilze übrigens in asiatischen Gerichten.
  • Nährwerte auf 100 g: ca. 11 kcal – 0,2 g Fett – 0 g Kohlenhydrate – 2,4 g Eiweiß.
  • Für Ihre Gesundheit: Austernpilze sind reich an Vitaminen B, C und D und enthalten viel Folsäure. Der hohe Protein-Gehalt macht sie für Vegetarier und Veganer zum optimalen Fleischersatz.

Austernpilze: Hätten Sie es gewusst?

  • Eine Studie der Leibniz Universität Hannover zeigt Tendenzen, dass der regelmäßige Verzehr von Austernpilzen sogar den Cholesterinspiegel senken kann.
  • Austernpilze sind reich an Niacin – ein Stoff, der wichtig für die Erholung des Körpers ist. Eine ordentliche Portion Austernpilze ist wie ein Kurzurlaub für Muskeln, Haut, Nerven und DNA.
  • Austernpilze machen gute Laune – das liegt an der hohen Menge an Folsäure und all den enthaltenen B-Vitaminen. Das ist nicht nur gut für die Nerven und einen erholsamen Schlaf, sondern auch einfach generell für die Stimmung.

Sie haben Lust auf Gerichte mit Austernpilzen bekommen? Dann schauen Sie doch mal in unsere Galerie. Dort finden Sie unsere besten Rezepte mit Austernpilzen:

Entdecken Sie auf unserer Themenseite weitere Ratgeber rund um den Kauf und die Zubereitung von PIlzen sowie tolle Rezeptideen.

Nachdem Sie nun alles über Austernpilze wissen, wollen Sie noch mehr über andere Pilzsorten erfahren? In unserer großen Pilzratgeber-Reihe erfahren Sie auch alles über aromatische Pfifferlinge, köstliche Steinpilze, vielseitige Champignons, selbst gesammelte Butterpilze sowie edle Trüffel. Mehr über Shiitake-Pilze und Kräuterseitlinge haben wir auch für Sie zusammengestellt.

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