08.09.2017

Kein Fall für die Tonne Resteverwertung: Was tun mit Brot, reifem Gemüse & Co.?

Gemüse, Brot, Obst und Co müssen nicht im Müll landen, wenn es nicht mehr ganz so frisch ist. Hier erfahren Sie alles zur optimalen Resteverwertung.

Foto: iStock/ lucentius

Gemüse, Brot, Obst und Co müssen nicht im Müll landen, wenn es nicht mehr ganz so frisch ist. Hier erfahren Sie alles zur optimalen Resteverwertung.

Ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel landet im Müll. Das muss nicht sein, denn vieles davon ist noch genießbar. Wir verraten Ihnen die besten Tipps & Tricks zur Resteverwertung.

 

Zu viele Kartoffeln gekocht? Das Brot ist vertrocknet? Das Gemüse fast verdorben? Allesamt ärgerliche Angelegenheiten, doch noch lange kein Grund, die Lebensmittel in die Mülltonne zu verbannen. Resteverwertung ist das Stichwort! bildderfrau.de verrät Ihnen kreative Ideen und leckere Rezepte, mit denen Sie Übriggebliebenes verarbeiten können.

Resteverwertung: Was tun mit altem Brot und Brötchen?

Nur weil Brot oder Brötchen schon einige Tage rumliegen, müssen Sie nicht weggeworfen werden. Selbst mit ausgetrockneter Ware lassen sich tolle Sachen machen.

>> 7 clevere Ideen mit Brotresten: Brotauflauf bis Brotchips

Stellen Sie doch einfach Ihre eigenen Semmelbrösel her. Die machen sich beim Kochen schließlich immer gut, etwa um Fleisch, Fisch und Gemüse zu panieren. Weißbrotreste oder Brötchen eignen sich am besten. Für die Semmelbrösel sollten Sie die alten Backwaren in Würfel schneiden und richtig austrocknen lassen – circa zehn Tage lang. Wenn sich das Brot zwischen den Fingern zerbröseln lässt, ist es genau richtig. Die Würfel in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Fleischklopfer bearbeiten, bis Sie gleichmäßige Semmelbrösel haben.

Alternativ können Sie aus altem Brot auch Croutons machen. Dafür brauchen Sie nur altes Brot, ein wenig Butter und eine Pfanne. Brot in Würfel schneiden und im zerlassenen Fett anrösten. Schmeckt grandios auf gemischten Salaten.

Altes Brot können Sie auch bei anderen Gerichten verwenden – denken Sie nur an Frikadellen und Hackbraten.

In unserer Bildergalerie finden Sie eine Auswahl an Rezepten, in denen Sie altes Brot, Toast und Brötchen optimal verwerten können – klicken Sie hier:

Gekochte Nudeln, Reis und Kartoffeln nicht wegwerfen

Kohlenhydrate wie Pasta, Kartoffeln und auch Reis machen richtig satt. Führt das bei Ihnen auch manchmal dazu, dass Sie sich beim Kochen ein wenig in der Menge verschätzen? Am Ende ist die ganze Familie satt, von den Beilagen ist aber noch eine Menge übrig. Wenn Sie die gekochten Waren richtig aufbewahren, dann können Sie diese noch zur Resteverwertung nutzen.

Bei Pasta gilt: Lassen Sie die Teigwaren richtig auskühlen und verstauen Sie sie dann sofort in einem verschließbaren Behälter, der wiederum in den Kühlschrank soll. Wenn die Pasta kalt ist, bildet sich im Behälter kein Schwitzwasser und die Nudeln halten länger – bis zu vier Tage.

Reis und Kartoffeln sollten auf dieselbe Weise aufbewahrt werden. Danach können Sie beides noch etwa zwei Tage lang verzehren. Bei Kartoffeln ist es zudem besonders wichtig, dass der Behälter ordentlich verschlossen wird. Nicht abgedeckt nehmen Kartoffeln schnell den Geschmack anderer Zutaten aus dem Kühlschrank an und schmecken merkwürdig. Auch die Konsistenz kann sich verändern.

In der Bildergalerie erfahren Sie, mit welchen Rezepten Sie Nudel-, Reis- und Kartoffelreste am besten verarbeiten können – hier klicken:

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Fleisch, Käse und Eier verwerten

Bei Lebensmitteln tierischer Herkunft achten Verbraucher meist auf das Mindesthaltbarkeitsdatum. Gehören auch Sie dazu? Dann helfen Ihnen diese Tipps, um die Lebensmittel auch nach Ablauf des Datums noch schmackhaft zu verarbeiten.

Sie haben Reste vom Sonntagsbraten, doch später aufgewärmt ist das Fleisch trocken und nicht mehr lecker? Kein Problem, schneiden Sie das Fleisch lieber kalt in dünne Scheiben und belegen Sie am nächsten Tag ein Sandwich damit. Wirklich köstlich!

Sollte Ihnen beim Blick in den Kühlschrank noch Wurst aufgefallen sein, die dringend verarbeitet werden müsste, dann bieten sich ebenfalls eine Menge Möglichkeiten. Eine Soljanka ist wie geschaffen für eine Resteverwertung – ebenso ein selbst gemachter Wurstsalat. In einem solchen landet zuweilen auch Käse. Perfekt, wenn auch dieser dringend verarbeitet werden muss.

Das Aufbrauchen von Käse-Resten dürfte für keinen ein absonderliches Problem darstellen, wobei ein Auflauf die einfachste Variante ist. Selbst mit leicht angetrocknetem Käse lässt sich ein Gratin überbacken. Alternativ können Sie den Käse auch einschmelzen und für ein Käsefondue verwenden.

>> Käsefondue

Bei Eiern ist es so eine Sache. Sie kommen meist im 10er-Pack und werden im dafür vorgesehenen Behälter im Kühlschrank gelagert. Oft werden sie aber gar nicht alle benötigt – und sind die Eier überhaupt noch gut? Das gilt es, als erstes herauszufinden. Dafür füllen Sie Wasser in ein Glas und legen das Ei vorsichtig hinein.

  • Das Ei sinkt zu Boden und bleibt dort: Das Ei ist noch frisch.
  • Das Ei sinkt zu Boden und richtet sich auf: Das Ei sollte bald zubereitet werden.
  • Das Ei steigt wieder auf: Das Ei ist verdorben.

Solange die Eier noch nicht verdorben sind, dürfen Sie diese noch essen. In unserer Galerie finden Sie allerlei Ideen, wie Sie die Eier auf die Schnelle aufbrauchen können. Außerdem gibt’s Inspirationen für Fleisch-, Wurst- und Käse-Reste – klicken Sie sich durch:

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>> Rührei, pochierte Eier, Spiegelei: So gelingt jede Variante!

Ideen für reifes Gemüse und Obst

Sie haben Obst oder Gemüse gekauft, kamen aber nicht dazu, es zu verarbeiten oder nur in Teilen? Es gibt unzählige Möglichkeiten, mit denen Sie Ihr Gemüse verbrauchen, ehe es ungenießbar ist – etwa in Aufläufen, Eintöpfen oder Salaten. Bei Obst können Sie Marmeladen und Konfitüren kochen, Kuchen backen oder die Früchte für Smoothies verwenden.

Alle Ideen zur Resteverwertung von Gemüse und Obst finden Sie in unserer Bildergalerie – klicken Sie hier:

Sehen Sie? Es ist gar nicht so schwierig, Lebensmittel doch noch zu verwenden, statt sie voreilig in Mülleimer zu werfen. So hat das schlechte Gewissen keine Chance – und auch der Gaumen freut sich!

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