08.09.2017

Großer Pilz-Ratgeber, Teil 3 Was Sie über Steinpilze wissen sollten

Kein Waldpilz ist so edel wie der Steinpilz.

Foto: iStock/ Svetlana-Cherruty

Kein Waldpilz ist so edel wie der Steinpilz.

Wann haben Steinpilze Saison? Wie werden sie gelagert? BILD der FRAU beantwortet Ihnen alle Fragen rund um den edlen Speisepilz.

Steinpilze – auch Herrenpilze genannt – sind sowohl frisch als auch getrocknet ein besonderes Geschmackserlebnis. Sie überzeugen durch ihr nussiges, intensives Aroma. Die Pilze mit dem weißen Stängel und dem dunkelbraunen "Hut" sind generell ziemlich groß und gelten als besonders edel.

Anders als Champignons werden sie nicht gezielt gezüchtet und müssen daher im Wald gesammelt werden – weshalb sie auch nicht gerade günstig zu haben sind. Doch zu besonderen Anlässen verfeinern sie Suppen, Soßen und Risottos.

Die wichtigsten Informationen rund um Steinpilze

  • Saison: Steinpilze sind bereits ab Juli erhältlich. Diese Sorten nennen sich nicht umsonst "Sommersteinpilze". Die eigentliche Hauptsaison beginnt aber erst im September und dauert bis Oktober.
  • Kauf: Sollten Ihnen besonders große Pilze angeboten werden, sollten Sie diese vor dem Kauf aufschneiden lassen. So können Sie ausschließen, wurmstichige Ware zu erwerben.
  • Kostenfaktor: Steinpilze sind zweifelsohne die edelsten unter den Waldpilzen. Für 100 g sollten Sie etwa drei Euro einplanen.
  • Lagerung: Wie andere Pilze auch schmecken Steinpilze am besten unmittelbar nach der Ernte. Sie kommen erst am Folgetag zur Zubereitung? In diesem Fall legen Sie am besten ein Holzbrett mit Küchenpapier aus und verteilen die Pilze darauf. Dann sollten die Pilze an einem trockenen, kühlem Ort gelagert werden, etwa im Keller oder in der Speisekammer. So kommt es nicht zu Druckstellen. Wenn Sie länger etwas vom aromatischen Pilz haben möchten, können Sie sie auch trocknen. Dafür putzen, in Scheiben schneiden und auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen. Zwei Stunden bei 80 Grad trocknen lassen. Am besten die Ofentür ein wenig geöffnet lassen, damit Feuchtigkeit abziehen kann. Anschließend in einem verschließbaren Vorratsglas lagern.
  • Reinigung: Verschmutzungen am besten mit einer Pilzbürste oder Küchenpapier entfernen. Sollten die Verschmutzungen besonders hartnäckig sein, dann unter fließendem Wasser entfernen und den Pilz anschließend vorsichtig abtrocknen. Nach Möglichkeit sollten Sie aber Wasser vermeiden, da sonst ein deutlicher Qualitätsverlust eintreten kann. Dann Stielenden abschneiden und Pilze halbieren, um eventuell faule Stellen zu finden und zu entfernen.
  • Zubereitung: Wie andere Pilze auch, lassen sich Steinpilze hervorragend Anbraten oder Dünsten. Nach Belieben können Sie die Pilze auch zunächst Panieren und dann braten. Auf diese Weise werden die Pilze für Vegetarier zum optimalen Fleischersatz. Ansonsten ist der Steinpilz in getrocknetem Zustand besonders beliebt. Einfach einweichen und schon bekommen Sie eine schmackhafte Grundlage für Soßen.
  • Geeignet für: verschiedenste Gerichte – dank des intensiven Aromas. Wie bereits erwähnt, eignen sich Steinpilze toll als Grundlage für Soßen, harmonieren aber auch großartig mit Speck und Zwiebeln. Außerdem machen sie sich gut in Risottos, zu Pasta oder in Suppen.
  • Nährwerte auf 100 g: ca. 30 kcal – 0 g Fett – 1 g Kohlenhydrate – 4 g Eiweiß.
  • Für Ihre Gesundheit: Steinpilze bestehen zu etwa 90 Prozent aus Wasser und sind reich an den Vitaminen B 2, D und K. Außerdem enthalten sie viel Kalium und Niacin.

Steinpilze: Hätten Sie es gewusst?

  • Im Sommer 2017 wurde in den USA ein Steinpilz gefunden, der sage und schreibe drei Kilo gewogen hat.

Haben Sie nun auch Appetit bekommen? Dann werfen Sie einen Blick in unsere Galerie. Dort finden Sie unsere besten Steinpilz-Rezepte:

Nun sollten Sie spannende Fakten kennen, die es über Steinpilze gibt. Weitere interessante Ratgeber und Rezepte rund um Pilze finden Sie auf unserer Themenseite.

Sie wollen noch mehr über andere Pilzsorten erfahren? In unserer großen Pilzratgeber-Reihe erfahren Sie auch alles über aromatische Champignons, köstliche Pfifferlinge, exotische Austernpilze, selbst gesammelte Butterpilze sowie edle Trüffel.

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