23.08.2019

Großer Pilz-Ratgeber, Teil 2 Champignons: Sehen die Pilze SO aus, sollten Sie sie nicht kaufen

Wir verraten Ihnen alles Wichtige rund um Kauf, Lagerung und Zubereitung von Champignons.

Foto: iStock/ hoozone

Wir verraten Ihnen alles Wichtige rund um Kauf, Lagerung und Zubereitung von Champignons.

Was ist beim Kauf von Champignons zu beachten? Wie sollten sie am besten gelagert werden? Und wie kriegen Sie sie sauber? BILD der FRAU beantwortet Ihnen alle Fragen rund um die beliebte Pilzsorte.

Champignons – auch Egerlinge genannt – sind der Klassiker unter den erhältlichen Pilzsorten. Sie werden in braun oder weiß angeboten. Die weiße Variante ist der am weitesten verbreitete Kulturpilz und zeichnet sich durch festes Fleisch und angenehm milden Geschmack aus. Braune Champignons wiederum entstammen einer speziellen Züchtung. Sie haben einen aromatischeren Geschmack und sind weniger druckempfindlich. Im Folgenden erfahren Sie alles, was Sie sonst noch über Champignons wissen sollten.

Champignons: Alle Informationen in der Übersicht

  • Saison: Da Champignons zu den Kulturpilzen gehören, sind sie rund ums Jahr zu haben. Kulturpilze bedeutet, dass die Pilze in Gewächshäusern gezüchtet werden und somit zu jeder Zeit das perfekte Klima zum Wachsen und Gedeihen haben.
  • Kauf: Achten Sie darauf, feste, trockene Champignons auszuwählen. Druckstellen, Verfärbungen oder eine schmierige Oberfläche sollten frische Champignons nicht haben.
  • Kostenfaktor: Champignons sind hierzulande die günstigste Pilzsorte – für 100 g bezahlen Sie durchschnittlich 60 Cent.
  • Lagerung: Champignons sollten so frisch wie möglich verzehrt werden. Am besten halten sie sich, wenn Sie sie in Küchenpapier oder ein Geschirrtuch wickeln und im Kühlschrank aufbewahren. Aus der Plastikverpackung sollten Sie sie schnellstmöglich herausnehmen, da sie so schnell schrumpelig werden. Generell halten sich Champignons im Kühlschrank gelagert etwa zwei bis drei Tage.
  • Reinigung: Champignons werden in der Regel bereits vorgereinigt verkauft. Vor der Zubereitung können Sie eventuelle Erd-Reste mit Papiertüchern, Küchenpinseln oder einer weichen Bürste entfernen. Auf keinen Fall unter fließendes Wasser halten, da Champignons sich sofort mit Wasser vollsaugen! Außerdem empfiehlt es sich, die Enden der Stiele abzuscheiden, da sie in der Regel ausgetrocknet sind.
  • Zubereitung: Die Möglichkeiten sind vielfältig: Sie können Champignons anbraten, dünsten und sogar roh essen – was sie von anderen Pilzen wie Pfifferlingen und Steinpilzen unterscheidet.
  • Geeignet für: Champignons eignen sich hervorragend für deftige Pilzpfannen, Pasta-Saucen und Fleisch-Eintöpfe. Auch Risottos und Suppen profitieren vom aromatischen Geschmack der Egerlinge. Wer den Stiel komplett entfernt, kann die Pilze sogar hervorragend mit anderen Zutaten befüllen – etwa mit Hackfleisch oder Spinat und Käse.
  • Nährwerte auf 100 g: ca. 20 kcal – 0,2 g Fett – 0,6 g Kohlenhydrate – 3 g Eiweiß.
  • Für die Gesundheit: Champignons bestehen zu etwa 90 Prozent aus Wasser und sind reich an Vitamin K und D, Vitamin B2, Biotin, Niacin und Kalium. Sie wirken präbiotisch, weshalb sie dem Verdauungssystem gut tun und die Darmflora unterstützen.

Champignons: Hätten Sie es gewusst?

  • Schon die alten Griechen und Römer betrachteten Champignons als Delikatesse. Damals wurde der Speisepilz auf Feigenbaumstümpfen gezüchtet, die mit einer Schicht aus Mist und Asche bedeckt waren.
  • Weltweit gibt es etwa 30.000 verschiedene Champignon-Sorten.
  • Es gibt geschmacklich kleine, aber feine Unterschiede zwischen weißen und braunen Champignons. Während sich die Weißen durch einen milden, aber aromatischen Geschmack auszeichnen, sind die Braunen kräftiger im Geschmack. Wenn Sie also zum Beispiel eine Pilzpfanne zubereiten und einen möglichst intensiven Geschmack erzielen wollen, sind Sie mit den braunen Champignons gut beraten.
  • Der Pro-Kopf-Verbrauch an Champignons liegt in Deutschland bei rund 2,9 Kilo.
  • Pilze sollten nicht aufgewärmt werden – so lautet ein Mythos, den viele Hobbyköche schon von ihren Müttern und Großmüttern erzählt bekommen haben. Dabei ist das ein Trugschluss, wenn Sie Folgendes beherzigen: Nach dem erstmaligen Erhitzen die verbliebenen Pilze schnell abkühlen lassen – und dann nur einmal wieder erwärmen, bei mindestens 70 Grad Celsius.

Haben Sie jetzt richtig Appetit bekommen? Dann werfen Sie einfach einen Blick in unsere Galerie. Dort finden Sie unsere besten Champignon-Rezepte:

Nun sollten Sie alles wissen, was es über Champignons zu wissen gibt. Weitere spannende Ratgeber und Rezepte rund um Pilze und Champignons im Speziellen finden Sie auf unseren Themenseiten.

Sie wollen noch mehr über andere Pilzsorten erfahren? In unserer großen Pilzratgeber-Reihe lesen Sie alles über aromatische Pfifferlinge, köstliche Steinpilze, exotische Austernpilze, selbst gesammelte Butterpilze sowie edle Trüffel. Mehr über Shiitake-Pilze und Kräuterseitlinge haben wir auch für Sie zusammengestellt.

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