27.02.2019

Coole Sache Diese 17 Lebensmittel lassen sich einfrieren

Sie werfen ungern Essbares weg? Zum Glück lassen sich viele Lebensmittel einfrieren! Was Sie dabei beachten sollten...

Foto: iStock/aluxum

Sie werfen ungern Essbares weg? Zum Glück lassen sich viele Lebensmittel einfrieren! Was Sie dabei beachten sollten...

Reife Bananen müssen gegessen werden oder landen im Müll? Irrtum! Die Banane und 16 weitere Lebensmittel lassen sich problemlos einfrieren.

In Deutschland werden jährlich 80 Kilo Lebensmittel pro Person weggeworfen. Der Grund: Wir kaufen im Schnitt zu viel ein, das überzählige Essen wird schlecht. Selbst das Mindesthaltbarkeitsdatum ist vielen nicht geheuer. Deshalb landen manche Lebensmittel sogar vor Ablauf des aufgedruckten Termins in der Tonne, obwohl sie häufig noch weit darüber hinaus bedenkenlos genießbar wären.

Denn das Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet in vielen Fällen nicht, dass Ware ab diesem Datum nicht mehr gut ist – sondern nur, dass die Hersteller bis zu diesem Termin garantieren können, dass das jeweilige Lebensmittel seinen Original-Geschmack und die Konsistenz behält.

Der Grund für die schnelle Verderblichkeit von Lebensmitteln hat zudem oft etwas mit falscher Lagerung zu tun. Daran, gewisse Lebensmittel einzufrieren, denkt kaum jemand. Zugegeben, nicht bei allen ist das zu empfehlen. Die unten vorgestellten 17 Lebensmittel einfrieren ist aber gar kein Problem. Die können Sie ganz einfach in Tiefkühlfach und Tiefkühltruhe lagern – zumindest eine Zeit lang.

Lebensmittel einfrieren: Was zu beachten ist

Zuvor müssen wir kurz klären, wie das richtige Einfrieren überhaupt vonstatten geht. Denn Lebensmittel einfach so in den Tiefkühler packen, kann die Verderblichkeit durchaus negativ beeinflussen und etwa Gefrierbrand beschleunigen.

  1. Vorbereiten: Putzen Sie frische Lebensmittel wie Gemüse vorher, schneiden Sie es eventuell in Stücke. Gemüse kann auch vorher blanchiert werden, damit wird es länger haltbar, behält seine Vitamine sowie Farbe und Geschmack besser.
  2. Portionieren: Sollen Lebensmittel eingefroren werden, die Sie nicht unbedingt im Ganzen wieder auftauen wollen? Dann schneiden Sie sie vorher klein oder packen Sie immer nur kleine Portionen einzeln ein. Flüssiges passt gut in Eiswürfelbehälter.
  3. Verpacken: Wichtig ist immer die richtige Verpackung. Hat das einzufrierende Lebensmittel keine eigene Hülle, wie sie etwa Bananen haben? Dann eignen sich gut schließbare, frostfeste Dosen oder auch Gefrierbeutel. Erstere bringen natürlich den besseren ökologischen Fußabdruck mit und verhindern unnötigen Plastikmüll. Egal aber welche Verpackung: Luftdicht verschließen! Wenn Sie Fleisch und Fisch einfrieren, sollten Sie diese am besten vorher vakuumieren – das vermindert Gefrierbrand.
  4. Beschriften: Schreiben Sie das Datum, an dem das Essen ins Gefrierfach wandert, auf die Verpackung – und auch am besten gleich noch den maximalen Verbrauchszeitraum (den Sie unten in der Tabelle finden können). So können Sie sicher gehen, dass das Gefriergut nach dem Auftauen auch tatsächlich noch verzehrt werden kann.

Und folgende Lebensmittel freuen sich dann auf ein längeres Leben in der Kälte:

1. Butter

Der leckere Brotaufstrich wird gerade bei heißen Temperaturen schnell ranzig. Butter einzufrieren beugt daher ganz klar der Lebensmittelverschwendung vor. Für Menschen, die gerne backen, ist es zudem ein Profi-Geheimtipp. Auch Bäckermeister frieren Butter in kleinen Stücken ein, um sie dann in Pasteten und Keksen zu verarbeiten.

Lagerung bei -18 °C: 2-6 Monate

2. Milch

Frische Milch schmeckt immer noch am besten. Doch sie wird auch ziemlich schnell schlecht, wenn sie nicht rechtzeitig verbraucht wird. Wer zum Beispiel in den Urlaub fährt und noch eine offene Milchtüte da hat, braucht sie nicht in den Ausguss zu schütten! Die Packung lässt sich einfach im Tiefkühler verstauen und bei Bedarf wieder auftauen. Wichtig: Die Milchtüte sollte angebrochen sein, damit die Milch beim Gefrieren Platz zum Ausdehnen hat.

Lagerung: 2 Monate

3. Eigelb und Eiweiß

Wer beim Backen und Kochen Eiweiß oder Eigelb übrig hat, muss es nicht gleich wegschmeißen. Hier ist ein Eiswürfelbehälter hilfreich, um das Eiweiß und Eigelb zu portionieren. Das Eiweiß lässt sich im gefrorenen Zustand etwa zu einem Omelett verarbeiten. Eigelb hingegen sollte zuvor vollständig aufgetaut werden.

Lagerung: Eigelb 6-10 Monate, Eiweiß 12 Monate

4. Brot

Brot hat leider die Eigenschaft, ziemlich schnell zu schimmeln, wenn Sie es nicht innerhalb weniger Tage aufessen. Ein wirklich guter Tipp ist also, den übrigen Teil in Alufolie einzuwickeln und in einem Gefrierbeutel einzufrieren. Bei Gebrauch entweder rechtzeitig vorher auftauen oder in den Ofen schieben und warm genießen. Aber: Altes Brot wird durch das Einfrieren und Auftauen auch nicht wieder frisch!

Lagerung: Brot 4-6 Monate, Brötchen 2-4 Monate, Toast 1-3 Monate

5. Keksteig

Was gibt es Schöneres als den Duft von frisch gebackenen Keksen? Auch wenn es sehr unwahrscheinlich ist, dass bei selbstgebackenen Keksen mal etwas Teig übrig bleibt: Er kann eingefroren werden! Einfach schon zu Keksen formen und mit Frischhaltefolie dazwischen einfrieren. So können je nach Bedarf Kekse direkt aus dem Tiefkühler aufgebacken werden. Dauert zwar im Ofen einen Tick länger, schmeckt aber mindestens genau so gut.

Lagerung: bis zu 6 Monate

6. Gekochter Reis

Wenn asiatisches Curry auf den Tisch kommt, ist das ein Genuss, doch gekochter Reis bleibt irgendwie fast immer übrig! Dadurch, dass er beim Kochen aufquillt, ist es schwer einzuschätzen, wie viel benötigt wird. Zum Wegwerfen ist er jedoch zu schade, auch wenn Reis nicht teuer ist. Luftdicht verschlossen lässt er sich allerdings einfrieren und für das nächste Mahl wieder aufwärmen. Tipp: Päckchen flach drücken vor dem Einfrieren – und beim Auftauen einen Klecks Butter und etwas Salz zugeben. Dann wird der Reis nicht trocken. Klappt übrigens auch mit Nudeln.

Lagerung: bis zu 6 Monate

7. Geriebener Käse

Essen mit Käse überbacken ist lecker! Um der Käselust zu frönen, gibt es geriebenen Käse zum Glück schon fertig abgepackt. Wenn eine Packung aber nicht sofort leer wird, ist die Chance groß, dass der Rest verdirbt. Um den geriebenen Käse nicht wegwerfen zu müssen, können Sie ihn in einem Gefrierbeutel ins Eisfach legen und bei Bedarf wieder auftauen.

Lagerung: 2-4 Monate

8. Frische Kräuter

Kräuter gibt es tiefgefroren zu kaufen. Im Umkehrschluss heißt das, dass auch frische Kräuter eingefroren werden können, sollten Sie welche auf dem Balkon oder im Garten züchten oder zu viel gekauft haben. Dazu das gesunde Grün fein hacken, in eine Tupperdose füllen und ab in den Gefrierschrank! Weitere Tipps zum Einfrieren von Kräutern finden Sie hier.

Lagerung: 3-4 Monate

So machen Sie frische Kräuter haltbar

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9. Wein

Zu viel zum Austrinken, zu wenig, um den Platz im Kühlschrank zu blockieren: Wenn Wein übrig bleibt, ist das schade. Doch auch er muss nicht gleich in den Ausguss geschüttet werden. Lieber in einen Eiswürfelbehälter füllen und für die nächste Weinsauce oder als Kühlung eines Glas Weins verwenden. Dann wird der edle Rebensaft auch nicht wässrig! Aber bitte auf die Weinsorte achten. Gleiches gilt übrigens für Sekt und Champagner. Ein Glas Orangensaft lässt sich so leicht aufpeppen.

Lagerung: 2 Monate

10. Brühe

Selbstgemachte Brühe ist etwas Feines und sollte deshalb auch nicht verschwendet werden. Bevor sie schlecht wird, können Sie das Lebensmittel einfrieren. Auch hier sorgen Eiswürfelbehälter für perfekte Portionsgrößen! Tipp: Brühe vorher zu Konzentrat einreduzieren lassen – braucht weniger Platz und kann später in Wasser zur Suppe aufgetaut werden.

Lagerung: bis zu 6 Monate

11. Nüsse

Nüsse sind aufgrund ihrer wertvollen Öle und Ballaststoffe ein supergesunder Snack für zwischendurch. Leider kann das enthaltene Öl schnell ranzig werden. Wer Nüsse gerne in hohen Mengen als Vorrat zu Hause hat, sollte sie daher lieber einfrieren, anstatt sie im Schrank zu lagern.

Lagerung: bis zu 12 Monate

12. Mehl

Mehl einzufrieren mag etwas kurios klingen, doch manchmal kann es sinnvoll sein, denn: Nicht selten befinden sich kleine Insekten im gemahlenen Getreide. Wer Mehl für zwei Tage einfriert, tötet die ungeliebten Tierchen ab. Danach aussieben und fest verschlossen dunkel lagern.

13. Reife Bananen

Wenn es warm ist, können aus grünen Bananen binnen weniger Tage schon mal überreife Früchte werden. Lecker schmecken die dann nicht mehr, denn der Fruchtzuckergehalt ist dann am höchsten und macht die Banane fast unerträglich süß. Wenn es also absehbar ist, dass die Bananen nicht mehr verzehrt werden, sollten Sie sie einfrieren. Für Smoothies und Müsli oder zum Backen sind sie danach immer noch wunderbar geeignet.

Lagerung: 3-4 Monate

14. Avocado

Avocados können sehr schnell reifen. Bevor sie überreif und matschig werden, ab ins Gefrierfach! Einfach aufschneiden, den Kern herauslösen, das Fruchtfleisch mit einem großen Löffel herausschaben, mit Zitronensaft beträufeln und in einem gut verschlossenen Gefrierbeutel einfrieren. Ist zwar garantiert nicht so lecker wie eine frische Avocado, aber eine cremige Guacamole lässt sich daraus allemal zaubern.

Lagerung: bis zu 8 Monate

15. Schlagsahne

Schlagsahne in Portionen einzufrieren geht nicht? Oh doch! Die aufgeschlagene Sahne dazu klecksweise auf ein gewachstes Backpapier geben und einfrieren. Sind die löffelgroßen Portionen fest, können Sie sie in einer Tüte aufbewahren und bei der nächsten heißen Schokolade zum Schmelzen bringen.

Auch flüssige Sahne können Sie einfrieren, entweder geschlossen im Becher oder Tetrapack oder offen in einem dichten Gefäß. Schlagen lässt sie sich nach dem Auftauen auch noch, allerdings wird sie nicht mehr so fest.

Lagerung: bis zu 3 Monate

16. Chips

Wenn eine Tüte Chips nicht aufgegessen wird, können wir den Rest eigentlich gleich wegschmeißen, denn über kurz oder lang werden die knusprigen Kartoffelscheiben labbrig – dachten wir. Damit das nicht passiert, kann die Tüte bis zum nächsten TV-Abend gut verschlossen eingefroren werden. Pro-Tipp: Danach für ein paar Minuten in den Backofen bei rund 100 °C und die Chips sind wieder knusprig.

Lagerung: bis zu 2 Monate

17. Bacon

Solange der leckere Frühstücksschmaus ungebraten ist, kann Bacon problemlos eingefroren werden. Da er schnell auftaut, ergibt es sogar Sinn, ihn portionsweise einzufrieren und bei Bedarf aufzutauen. Tipp: Den Bacon vor dem Einfrieren in Backpapier wickeln und dann in den Gefrierbeutel packen.

Lagerung: bis zu 6 Monate

Überblick: So lange halten sich Lebensmittel im Gefrierschrank:

  • Fleisch und Fisch sollten nicht länger als drei bis zwölf Monate im Tiefkühler liegen, Wurst hingegen nur einen bis sechs Monate.
  • Gemüse hält sich drei Monate bis ein Jahr.
  • Obst kann zwischen neun und zwölf Monate eingefroren werden.
  • Backwaren sollten Sie nach ein bis drei Monaten verzehrt haben.
  • Selbstgekochtes Essen muss nach ein bis drei Monaten weg.
  • Milchprodukte halten sich zwei bis sechs Monate.
  • Kräuter sollten nach drei bis vier Monaten aufgebraucht sein.

Übrigens, beim Einfrieren von Hackfleisch und dem folgenden Auftauen gibt es noch ein paar mehr Dinge zu beachten. Gerade beim Auftauen können alltägliche Hygienemängel auftreten, die Sie aber umgehen können.

Es gibt aber auch Lebensmittel, die es ungekühlt lieber mögen – was nicht, heißt, dass sie sich nicht einfrieren lassen. Nur die Lagerung im Kühlschrank empfehlen wir Ihnen in diesen zehn Fällen nicht.

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