22.08.2017

Trocknen oder einfrieren? So machen Sie frische Kräuter haltbar

So machen Sie frische Kräuter haltbar

Die Saison der frischen Kräuter ist bald vorbei. Höchste Zeit, die aromatischen Gewächse auf den Herbst und den Winter vorzubereiten und haltbar zu machen – am besten durch Einfrieren oder Trocknen.
Di, 18.09.2018, 18.32 Uhr

So machen Sie frische Kräuter haltbar

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Die Saison der frischen Kräuter ist bald vorbei. Höchste Zeit, die aromatischen Gewächse auf den Herbst und den Winter vorzubereiten und haltbar zu machen – am besten durch Einfrieren oder Trocknen.

Kennen Sie das auch? Im Frühling haben Sie mit großer Liebe und Sorgfalt Kräuter im Garten, auf dem Balkon oder auf dem Fensterbrett gezüchtet. Bald schon wachsen und gedeihen verschiedenste aromatische Kräuter und bringen Würze in Ihre Küche. Doch was tun, wenn sich der Sommer seinem Ende entgegen neigt und die Kräuter noch immer in voller Pracht vorhanden sind? Damit Sie Basilikum, Petersilie und Co nicht auf einmal verbrauchen oder gar bei Einbruch der ersten Kälte wegwerfen müssen, gibt es verschiedene Wege, sie haltbar zu machen. BILD der FRAU verrät Ihnen, wie Sie Kräuter trocknen oder einfrieren können.

Kräuter trocknen: Anleitung

Wenn Sie Kräuter trocknen möchten, sollten Sie diese bereits am Morgen ernten und darauf achten, dass Sie möglichst die langstieligen Kräuter erwischen. Möglichst kleine Kräuterbündel kopfüber in einem warmen, trockenen und dunklen Raum (etwa ein Dachboden) aufhängen, bis sie nach etwa zwei Wochen getrocknet sind. Auf diese Weise wird den Pflanzen das Wasser ganz langsam entzogen, und es tritt kein Schimmel auf.

Wem ein solcher Raum nicht zur Verfügung steht, kann Kräuter auch im Backofen trocknen. Dafür ein Gazetuch um einen Rost spannen und die Kräuter darauf ausbreiten. Ofen auf 35 Grad erhitzen. Ofentür einen kleinen Spalt offen lassen und die Kräuter trocknen lassen. Durch die geöffnete Tür kann der beim Trocknen entstehende Wasserdampf entweichen. Der ganze Prozess kann einige Stunden in Anspruch nehmen.

  • Geeignete Kräuter: Beifuss, Bohnenkraut, Estragon, Majoran, Oregano, Rosmarin, Salbei, Thymian.
  • Nicht geeignete Kräuter: Borretsch, Kresse, Pimpinelle. Diese Kräuter verlieren bereits nach dem Pflücken kontinuierlich an Aroma und eignen sich somit nicht für das Trocknen.

Kräuter einfrieren: So geht’s!

Die selbst gezüchteten Kräuter einzufrieren, hat allerlei Vorteile. Zum einen sehen sie nach dem Auftauen optisch gut aus, zum anderen behalten die meisten Vertreter ihr volles Aroma. Um Basilikum und Co richtig einzufrieren, sollten Sie die Kräuter zuvor gründlich unter lauwarmem Wasser abwaschen, braune Stellen entfernen und alles sorgfältig abtrocknen.

Das Kraut anschließend kleinhacken, im Gefrierbeutel verstauen – und ab ins Eisfach damit. Achten Sie darauf, dass die Beutel richtig verschlossen sind, damit kein Gefrierbrand entsteht. Auf diese Weise gefroren, hält sich das Kraut bis zu einem halben Jahr.

Sie können Kräuter übrigens auch hervorragend portioniert einfrieren. Dafür einen Eiswürfelbehälter nehmen und in jedes Fach zu 2/3 die Kräuter geben, zu 1/3 Wasser. Diese aromatischen Eiswürfel können Sie kurz vor Ende der Kochzeit einfach mit in eine Soße oder einen Eintopf geben.

  • Geeignete Kräuter: Basilikum, Borretsch, Dill, Koriander, Liebstöckel, Minze, Pimpinelle, Petersilie, Sauerampfer, Schnittlauch.
  • Nicht geeignete Kräuter: Majoran, Oregano, Thymian. Diese Kräuter verlieren beim Einfrieren zu viel Aroma.

Kleiner Tipp: Pfefferminze sollte vor dem Einfrieren nicht gehackt werden. Hier besser ganze Zweige einfrieren.

Fazit: Trocknen oder einfrieren – was ist besser?

Generell ist es möglich, die Kräuter zu trocknen und einzufrieren, wobei es auf die Kräuter ankommt, die Sie haltbar machen möchten. Bei den meisten Kräutern ist aber das Einfrieren die bessere Alternative. Auf diesem Wege werden die Inhaltsstoffe besser konserviert, und auch die ätherischen Öle bleiben zum großen Teil erhalten.

Ausnahme bilden Oregano, Majoran und Thymian, die durch das Trocknen sogar noch aromatischer werden, als sie es im frischen Zustand sind.

Sie wollen die Kräuter weder trocknen noch einfrieren und stattdessen lieber verbrauchen? Dann brauchen Sie dafür das richtige Rezept. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel Frankfurter Grüne Soße – eine beliebte kalte Kräutersoße aus Hessen – oder leckere Kräutermuffins .

Sie haben keine frischen Kräuter im Garten oder auf dem Balkon? Das ist schade, denn mit dem richtigen Prozedere können Sie sich während des ganzen Jahres an selbst gezogener, aromatischer Würze erfreuen. Planen Sie doch für das nächste Jahr einen eigenen, kleinen Kräutergarten. Wie Sie einen solchen anlegen, erfahren Sie im Video:

DIY Kräutergarten

Übrigens: Nicht alle Kräuter passen zusammen. Hier erfahren Sie, wie Sie Basilikum und Co richtig pflanzen. Alle weiteren Ratgeber und kreative Rezepte finden Sie auch auf unserer Themenseite für Kräuter.

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