13.05.2019

Tolle Knolle! Gut informiert: Alles Wissenswerte rund um die Kartoffel

Kartoffeln 10 Fakten

10 Fakten über Kartoffeln
Mi, 29.08.2018, 10.49 Uhr

Kartoffeln 10 Fakten

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Kartoffeln sind der Deutschen liebste Beilage! Bekommen auch Sie einfach nicht genug von der tollen Knolle? Dann erfahren Sie hier allerlei Wissenswertes rund um die Kartoffel.

Gebraten, gebacken, als Püree oder einfach gekocht – Kartoffeln lassen sich so herrlich vielfältig zubereiten, dass es kaum verwunderlich ist, warum sie der Deutschen liebste Beilage sind. Rund 58 kg der tollen Knolle essen die Menschen hierzulande durchschnittlich pro Kopf im Jahr. Sehr beachtlich, doch trotz der großen Beliebtheit herrscht auch immer wieder Unklarheit zu bestimmten Themen. Wann haben Kartoffeln zum Beispiel Saison? Wie werden Kartoffeln richtig gelagert? Und aus welcher Sorte mache ich am besten Püree? Wir verraten Ihnen alles Wissenswerte rund um die Kartoffel!

Kartoffeln: Die Vorteile im Überblick

  • Kartoffeln machen satt, da die langen Kohlenhydratketten nur langsam verdaut werden können.
  • Sie haben relativ wenig Kalorien. Auf 100 g pure Kartoffel kommen nur 69 kcal – womit die Knolle weit unter anderen Beilagen wie Pasta (150 kcal auf 100 g) und Co liegt.
  • Außer Kohlenhydraten enthalten sie auch zwei Prozent hochwertige Eiweiße, die der Körper ganz einfach in körpereigene Eiweiße umwandeln kann.
  • Sie punkten mit einer beachtlichen Menge an B- und C-Vitaminen. Darüber hinaus wurden 15 weitere Mineralstoffe und Spurenelemente in ihnen nachgewiesen. Kartoffeln sind also überaus gesund.

Jede Menge gute Gründe also, öfters Kartoffeln auf den Tisch zu zaubern. Damit Sie dabei nichts falsch machen können, haben wir Ihnen allerlei Wissenswertes rund um die tolle Knolle zusammengestellt.

Was ist der Unterschied zwischen Früh- und Spätkartoffeln?

Frühkartoffeln werden ab Juni geerntet – und zwar nach 90 bis 110 Tagen Reifezeit. Die Schale ist zart und dünn und kann gut gereinigt mitgegessen werden. Frühe Kartoffeln sind aromatisch, fein im Geschmack und haben einen geringeren Stärkeanteil als spätere Sorten. Allerdings lassen sich frühe Kartoffeln nicht gut lagern und sollten am besten bald nach Kauf verzehrt werden.

Späte Kartoffeln werden bis in den Oktober hinein geerntet und haben eine wesentlich längere Reifezeit hinter sich. Sie sind nicht ganz so aromatisch, aber dafür sehr lange lagerbar – was ein großer Vorteil ist.

Übrigens: Es gibt auch mittlere Kartoffeln, die gegen Ende August geerntet werden. Sie sind länger haltbar als Frühkartoffeln und haben mehr Aroma als späte Sorten. Insofern sind mittlere Kartoffeln in der Regel ein guter Kompromiss.

Kartoffeln kaufen: Was Sie beachten sollten

Beim Einkauf sollten Sie darauf achten, dass die Kartoffeln sauber und fest sind, einen erdigen Geruch haben, aber nicht muffig riechen, eine gleichmäßige sortentypische Farbe haben und trocken sind.

Sie sollten nicht glitschig oder feucht sein und keine Runzeln oder Druckstellen zeigen, denn solche Kartoffeln könnten schnell schimmeln.

Kartoffeln lagern: So geht's richtig

Je später im Jahr Kartoffeln geerntet werden, desto länger sind sie haltbar. Bei Zimmertemperatur können späte Sorten rund drei bis vier Wochen gelagert werden. Je wärmer der Ort, desto kürzer sind die Knollen genießbar. Lagern Sie Kartoffeln nicht in der warmen Küche. Suchen Sie sich lieber einen kühlen und dunklen Ort – etwa den Keller oder eine Abstellkammer.

Kartoffeln brauchen Sauerstoff, wählen Sie deshalb am besten einen Leinenbeutel oder eine Holzkiste zur Aufbewahrung. Plastiktüten sind nicht geeignet. Darüber hinaus sollten Sie vermeiden, dass die Knollen in unmittelbarer Nähe von Äpfeln und Birnen liegen, denn die sondern Ethylen ab, was die Kartoffeln schneller reifen lässt.

Kartoffelsorten in der Übersicht

Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen den Sorten? Welche eignen sich für Gratin oder Bratkartoffeln? Bei der bestehenden Auswahl kann man schon einmal den Überblick verlieren. Unsere Übersicht hilft Ihnen weiter.

Festkochende Kartoffeln: Diese Sorte eignet sich hervorragend für die Zubereitung von Kartoffelsalaten, Bratkartoffeln und selbst gemachten Chips. Auch Rosmarinkartoffeln lassen sich mit der festkochenden Knolle besonders gut zubereiten.

Vorwiegend Festkochende Kartoffeln: Der Mittelweg. Diese Sorte ist nach dem Kochen herrlich locker und weich, wird aber nicht matschig. Sie sind ein echtes Rundum-Talent und können in verschiedenen Gerichten zum Einsatz kommen – etwa in Eintöpfen und Aufläufen, aber auch als Brat- und Salzkartoffel.

Mehligkochende Kartoffeln: Diese Sorte zeichnet sich durch ihren hohen Stärkegehalt aus und hat dadurch eher trockenes, körniges Fleisch. Dadurch werden die Kartoffeln nach dem Kochen sehr weich – womit sie perfekt sind für alle Speisen, in denen sie geformt oder gestampft werden sollen. Für Pürees, Suppen, Knödel und Gnocchi sind Sie mit mehligkochenden Varianten gut beraten. Probieren Sie zum Beispiel mal diese köstlichen polnischen Kartoffelklöße aus!

Süßkartoffeln: Sind eigentlich gar keine Kartoffeln, sondern ein Windengewächs. Die Süßkartoffel erfreut sich großer Beliebtheit – kein Wunder, sie ist wirklich vielseitig einsetzbar. Ob als Pommes, Püree, im Eintopf, gefüllt oder in Form eines Süßkartoffel-Hackfleisch-Gratins: Die Süßkartoffel macht in unzähligen Gerichten eine gute Figur. Durch ihren im Vergleich zu normalen Kartoffeln höheren Stärkegehalt zählt die Süßkartoffel zu den High-Carb-Lebensmitteln.

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