07.06.2017

Leckeres Frühstück Rührei, pochierte Eier, Spiegelei: So gelingt jede Variante!

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Einfach nur ein gekochtes Ei ist öde. Eier lassen sich herrlich unterschiedlich zubereiten. Und damit auch nichts schief gehen kann: Hier unsere Tipps.

Foto: iStock/AlexPro9500

Einfach nur ein gekochtes Ei ist öde. Eier lassen sich herrlich unterschiedlich zubereiten. Und damit auch nichts schief gehen kann: Hier unsere Tipps.

Hilfe, meine Eier gelingen mir nicht! Dabei ist es eigentlich ganz einfach – mit etwas Geduld und liebevoller Zuwendung.

Eierspeisen zählen ja eigentlich zu den einfachen Gerichten. Doch auch dabei kann man eine Menge verkehrt machen. Damit Ihnen Rührein, Spiegelei und Co optimal gelingen, haben wir Ihnen einige Tipps und Tricks zusammengestellt.

>> Eier kochen: So gelingt Ihnen das perfekte Frühstücksei!

Das perfekte Rührei machen

Wie sieht ein perfektes Rührei aus? Da scheiden sich die Geister. Die einen mögen es cremig und weich, die anderen lieber etwas fester und flockiger. Entscheidend ist die Garzeit, die Temperatur und die Art zu rühren. Denn Eier sind empfindlich, um nicht zu sagen Mimosen, die sehr behutsam behandelt werden wollen. Nur am Anfang, also beim Verquirlen der Eimasse, dürfen Sie etwas energischer zupacken, damit Eigelb und Eiweiß sich schön miteinander verbinden. Mehr Zutaten, außer Salz und Pfeffer natürlich, braucht ein gutes Rührei eigentlich nicht. Milch, vor allem fettarme, macht das Rührei nur unnötig wässrig. Wenn, dann sollten Sie Sahne nehmen, einen Esslöffel auf je zwei Eier. Das sorgt für noch mehr Cremigkeit.

Rührei lieber schieben als rühren

In eine beschichtete Pfanne kommt jetzt noch etwas Butter, die bei milder Hitze sanft zum Schäumen gebracht wird. Jetzt die Eimasse hineingeben und langsam mit einem Schaber oder Kochlöffel von außen nach innen und von innen nach außen schieben. Ja, eigentlich müsste es Schiebe-Ei heißen. Üben Sie sich in Geduld, nehmen Sie lieber weniger als zu viel Hitze. Eier stocken bereits bei 70 Grad Celsius. Das Rührei ist fertig, wenn es eine kompakte, cremige Konsistenz hat, aber an der Oberfläche noch etwas glänzt. Es gart beim Servieren etwas nach.

Sie wollen das Rührei flockiger? Nur dann dürfen Sie den Herd etwas höher, also auf mittlere Hitze, stellen. Da das Wasser jetzt rasch verdunstet und das Ei schneller gart, entstehen kleine Luftbläschen im Rührei. Die machen es fluffig, aber auch schnell fest und trocken, wenn Sie nicht aufpassen. Übertreiben Sie es deshalb nicht mit der Hitze und rühren Sie beständig. Eierspeisen dürfen nie Farbe bekommen. Selbst leicht angebrannte Stellen verderben den feinen Geschmack. Übrigens: Auch zum Abendbrot kann Rührei ein tolles Gericht sein.

>> So einfach, so lecker, so nahrhaft: Das beste Rührei Rezept

Makellose Spiegeleier

Auch beim Spiegelei gilt: Tempo rausnehmen, damit es seine Form behält und nicht anbrennt. Das passiert besonders schnell am Rand und ist überhaupt nicht delikat. Also wieder Butter aufschäumen und die Eier in die Pfanne schlagen. Je frischer das Ei ist, desto fester ist das Eiklar mit dem Dotter verbunden. Ob das Ei nicht mehr ganz so frisch ist, sehen Sie daran, dass es in der Pfanne in die Breite fließt. Die Hitze so wählen, dass das Ei nicht blubbert oder Blasen schlägt. Wenn Sie einen Deckel auf die Pfanne legen, dann gart auch die dünne Schicht Eiklar über dem Dotter und bildet einen weißen Spiegel. Tun Sie das nicht, bereiten Sie streng genommen ein Setzei zu. Wichtig ist ihre Vorliebe: Braten Sie das Ei ohne Deckel, wird das Eigelb nicht so schnell fest und bleibt schön cremig. Wie kreativ Sie mit dem Spiegelei sein können, zeigt auch dieses Rezept.

Königsdisziplin pochierte Eier

Pochierte, oder auch verlorene Eier sind schwer im Trend. Zusammen mit Spinat und einem Klecks Sauce Hollandaise werden sie zu den beliebten Eggs Benedict. Ganz wichtig: Die Eier müssen wirklich frisch sein, damit sie halbwegs rund bleiben. Was mit älteren Eiern passiert, haben Sie ja schon beim Spiegeleier braten gesehen. Das darf beim Pochieren nicht passieren. Außerdem brauchen Sie eine Schöpfkelle, in die sie ein Ei schlagen, und sie brauchen heißes Wasser mit einem kleinen Schuss Essig. Es darf nicht mehr kochen, höchstens simmern! Mit einem Löffel wirbeln sie dann einen kleinen Strudel in das Wasser und lassen dort vorsichtig das Ei hineingleiten. Nach drei bis vier Minuten ist es fertig und sollte innen flüssig sein. Das machen Sie am besten für jedes Ei einzeln. Denn mehrere Eier können zusammen verkleben oder das Wasser zu stark abkühlen. Pochierte Eier zählen nicht umsonst zur Königsdisziplin und benötigen etwas Übung. Verzweifeln Sie also nicht beim ersten Misserfolg, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Schon gewusst?

… dass im Eigelb mehr Eiweiß steckt als im Eiklar?

… dass Eierlöffel aus Plastik sind, weil früher noch Silberbesteck üblich war und Silber mit dem Schwefel im Ei zu Silbersulfid reagiert? Folge: Der Löffel färbt sich schwarz.

… dass im Ei alle Vitamine stecken, außer Vitamin C? Ein Ei deckt beispielsweise schon ein Drittel des Tagesbedarfs an Vitamin B12.

… dass Eier den Cholesterin-Spiegel gar nicht erhöhen? Diesbezüglich haben Ernährungs-Experten Entwarnung gegeben. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt sogar bis zu vier Eier pro Woche.

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