03.12.2016

Mehr Abwechslung Das sind die leckersten Veggie-Trends 2017

Krummes Gemüse ist nicht weniger gesund als seine perfekten Artgenossen.

Foto: istock/moisseyev

Krummes Gemüse ist nicht weniger gesund als seine perfekten Artgenossen.

Wer bisher dachte, dass bei fleischfreier Ernährung ein Highlight auf dem Teller fehlt, der kennt diese Trends noch nicht. Ein Hoch auf die Neugierde und Experimentierfreude.

Wer auf traditionelle Lebensmittel aus gesundheitlichen, ethischen oder umweltbedingten Gründen verzichten möchte, legt oftmals Experimentierfreude an den Tag legen, es gilt schließlich Alternativen und spannendes Neues zu entdecken. Letztlich bietet uns die Natur so viele Möglichkeiten der Ernährung, die wir nicht einmal im Ansatz erschöpft haben, dass mit Spannung und Vorfreude auf das Jahr 2017 geschaut werden darf.

Welche Lebensmittel, die uns schon 2016 begleitet haben, sehen wir auch in 2017 auf den Speisekarten? Welche guten, alten Bekannten sehen wir wieder und wer überrascht uns? Was hat die fleischfreie Küche im kommenden Jahr zu bieten? Wir verraten es!

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Erdbeerspinat

Erdbeerspinat ist keine neue Kreuzung aus Erdbeeren und Spinat, sondern eine alte Gemüseart. Wie auch bei normalem Spinat können die Blätter dampfgegart oder mit Sahne gekocht werden, im Unterschied zum Spinat werden die Früchte allerdings mitgekocht. Erdbeerspinat ist die große Wiederentdeckung für Veganer, allein schon aufgrund seiner Vielseitigkeit. Ob als Omelett, als Salat, auf Sandwiches oder als Beilage, der Fruchtspinat kann in zahlreichen Varianten zubereitet werden.

Wasserkastanie

Gerade in asiatischen Gemüsemischungen läuft uns die Wasserkastanie häufiger über den Weg, aber selbst zubereitet haben nur wenige sie bisher. Die aus China stammende Frucht besteht aus weißem, knackigen Fruchtfleisch, das von einer braunen Schale umgeben ist. Der Wasserkastanie wird eine große Rolle für 2017 zugesprochen. Wasserkastanien haben mit unseren heimischen Kastanien oder Maronen keine Ähnlichkeit, sind aber tatsächlich eine Frucht. Die Wasserkastanie passt in Salate und in Woks und behält auch nach dem Garen ihr Aroma und ihren Biss. Außerdem ist sie reich an Kohlenhydraten, Eisen und Vitamin B.

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Avocadokernpulver

Schon seit einigen Monaten wabern Bilder über Instagram und Food-Blogs, auf denen wir rötlich-braunes Pulver begutachten durften: Das Pulver wird aus dem getrockneten Kern von Avocados gewonnen und bringt große Mengen wertvoller Inhaltsstoffe mit, wie zum Beispiel Vitamin B6. Ob als Tee zubereitet, über den Salat gestreut oder im Smoothie, das insgesamt geschmacksarme Pulver hält uns gesund. Netter Nebeneffekt: Der Kern trägt auch zum Fettabbau bei.

Misfits Gemüse

Weg von der Perfektion: Was in der Mode- und Beauty-Welt die molligen Models und #nomakeup-Selfies sind, sind die sogenannten Misfits in der Welt des Gemüses. Das, was oft im Müll landet, weil es nicht der Norm entspricht und als "hässlich" eingestuft wird, findet vermehrt seinen Weg in die Supermärkte. Warum auch nicht, nur weil das Gemüse krumm und schief ist, ist es nicht weniger gesund.

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"Bereits bei der Ernte werden 30 bis 40 Prozent des Gemüses in den Abfall geworfen, dabei steht es in Geschmack und Nährstoffen seinen makellosen Artgenossen in nichts nach", erklärt David Meyer von Der vegetarische Metzger. Nach Bio und Lokal folgt nun der Trend des Imperfekten. Damit wird ein wichtiger Schritt gegen die Lebensmittelverschwendung und in Richtung Nachhaltigkeit getan.

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Quinoa-Vodka

Wer sich nun fragt, was an herkömmlichen Vodka nicht vegan und vegetarisch sein soll, dürfte überrascht sein, dass Farb- und Aromastoffe oftmals tierischen Ursprungs sein können. Auch beim Klären von Wein zum Beispiel kommen tierische Stoffe zum Einsatz. Zum Schluss kommen noch die Etiketten ins Spiel, deren Kleber Casein aus Kuhmilch enthalten kann. Dafür kommt nun Quinoa-Vodka auf den Markt, bei dem alle Produktionsschritte vegan sind. Der Schnaps wird auf Basis des Anden-Getreides hergestellt.

Algenpasta

Nicht nur für Vegetarier und Veganer ist der Trend "Algennudeln" interessant, denn auch diejenigen, die auf getreidehaltige Lebensmittel vom Speiseplan gestrichen haben, freuen sich darüber. Die Konsistenz ist wie bei al dente gegarten Nudeln, ein großer Unterschied bleibt aber der Geruch. Der fischige Geruch mag nicht jedermanns Sache sein, eine Alternative zu normaler Pasta sind sie aber allemal. Der Verzehr von Algen ist an und für sich auch nichts Neues, gehört er doch in asiatischen Ländern tagtäglich dazu, bei uns nur sporadisch mit Sushi.

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Smoothie-Kekse und gefriergetrocknetes Obst und Gemüse

Auf ernährungsbewussten Messen durften es schon dieses Jahr nicht fehlen: gefriergetrocknetes Obst und Gemüse. Ob nun als Smoothie-Grundlage, oder zum Snacken, bequeme Alternativen für unterwegs sind für Veganer und Vegetarier nach wie vor wichtig. Neu auf dem Markt sind so genannte Smoothie-Kekse, die aus getrockneter Smoothie-Masse hergestellt werden und zart auf der Zunge zerschmelzen. Ihnen wird laut Deklaration kein Zucker hinzugefügt, womit sie zu 100 Prozent aus natürlichen Zutaten.

Vegane Schokolade

Kann Schokolade ohne Milch überhaupt zertschmelzend sein? Ja, mit Honig, aber dann ist die Schokolade immer noch nicht. Große Marken wie Ritter Sport ziehen nun mit und bringen vegane Schokolade auf den Markt in den Sorten "Dunkle Voll-Nuss Amaranth" und "Dunkle Mandel Quinoa". Dass nun auch große Marken den Bedarf entdecken zeigt, dass der zunächst spezielle Trend in der breiten Masse ankommt.

Gourmet-Popcorn

Haben Sie schon einmal von Gourmet-Popcorn gehört? Einfach nur eine Tüte salziges oder süßes Popcorn reicht im kommenden Jahr nicht mehr aus, stattdessen essen wir in Schokolade und Karamell gehülltes Popcorn. Auch in zahlreichen Farben peppt es jede Snackbar auf. Viele der Sorten sind allerdings nicht vegan, dafür aber garantiert vegetarisch.

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Fermentierte Lebensmittel und Getränke

Ob Sauerteigbrot, Kimchi und Kombucha-Tee: Fermentiertes bleibt weiter auf Erfolgskurs. Warum auch nicht, denn Fermentiertes ist gesund für Magen und Darm. Die natürlichen Enzyme und Milchsäurebakterien, die in roh fermentiertem Gemüse enthalten sind, harmonisieren die Darmflora und sorgen für ein ausgewogenes Milieu in den Verdauungsorganen. Im Rahmen einer natürlichen Ernährung, handwerklich gutem Brot und dem bewussten Umgang mit der Ernährung rücken gesundheitliche Aspekte von dem, was wir zu uns nehmen, in den absoluten Mittelpunkt.

Dieser Artikel entstand mit Unterstützung des Vegetarischen Metzger.

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