19.10.2016

VLOGGER IM INTERVIEW Christine hat ein großes Herz für die amerikanische Küche

Chrissis große Leidenschaft sind Torten, die sie liebevoll dekoriert. So wie dieser Traum aus Schokolade, Äpfeln und Karamell.

Foto: amerikanisch-kochen.de

Chrissis große Leidenschaft sind Torten, die sie liebevoll dekoriert. So wie dieser Traum aus Schokolade, Äpfeln und Karamell.

Christine kocht für ihr Leben gern, vor allem die amerikanische Küche hat es ihr angetan. Wie sie trotz der Social Media-Kanäle ihre Privatsphäre schützt, erfahren Sie hier.

Wenn man Chrissi's Youtube-Kanal "amerikanisch-kochen.de" eins anmerkt, dann ist es die Liebe für amerikanische Essen und für liebevolle Bastelarbeiten, vor allem an Torten. Nicht nur, dass sie viele Tausend Menschen mit ihren Rezepten erreicht, sie schart auch eine treue Leser- und Zuschauerschaft um sich, die sie ermutigen immer weiter zu machen. Doch wie bekommt sie das alles unter einen Hut? Wir haben Christine, die sich lieber Chrissi nennt, auf ein Gespräch getroffen.

bildderfrau.de: Erzähl uns ein bisschen von dir: Wer bist du, was machst du neben deinem Vlog (kurz für Videoblog) und Blog und wofür schlägt dein Herz neben der amerikanischen Küche?

Christine: Ich bin 29 Jahre alt und in allererster Linie schlägt mein Herz vor allem für meinen kleinen Sohn und meinen Mann. Meine Familie und meine Blogs und YouTube-Kanäle füllen mich zurzeit auch aus.

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Wann kam dir die Idee deinen Youtube-Kanal zu starten?

Die Idee meinen ersten YouTube-Kanal zu starten kam eigentlich ziemlich spontan. Koch- und Back-Vlogs waren 2012 noch nicht sehr bekannt in Deutschland und es gab nur sehr wenige YouTuber in diesem Bereich. Da dachte ich mir: Ich koche und backe leidenschaftlich gern, habe eine Kamera und einen PC - versuch ich es doch mal. Und so nahm das Ganze seinen Lauf. Dazu muss ich noch sagen, dass ich meinen Rezepte-Blog amerikanisch-kochen.de schon vor YouTube hatte. YouTube kam dann im Juli 2012 als Ergänzung zu den Rezepten auf dem Blog dazu.

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Woher kommt deine Liebe für amerikanisches Essen?

Das Ganze fing an, als ich etwa elf Jahre alt war. Ein guter Freund meiner Eltern wanderte nach Atlanta/Georgia aus und berichtete uns immer von den tollen Rezepten, die er dort kennenlernte. Meine Mutter, die übrigens die beste Köchin der Welt ist, probierte die Rezepte dann immer aus und ich fand das immer total spannend. Sie hat mich dann auch nicht mehr aus der Küche rausbekommen.

Was denkst du, wie ticken deine Zuschauer?

Vorweg: Ich könnte mir keine besseren Zuschauer vorstellen! Das ist eine so tolle Community. Sie lassen mir in den Kommentaren unter den Videos immer gern Rezeptwünsche zukommen, die ich der Reihe nach verfilme und auf dem Blog veröffentliche. Allgemein kann man schon sagen, dass sich meine Zuschauer sehr für Food-Trends interessieren und die meisten von ihnen lieben Torten und alles, das süß ist.

Was ist das schwerste Rezept, das du jemals ausprobiert hast?

Das schwerste Rezept, was ich jemals ausprobiert habe sind definitiv „Chocolate Lava Cakes“. Das sind kleine Schokoladen-Küchlein mit flüssigen Kern. Die Schwierigkeit liegt darin, die Garzeit und Temperatur des Ofens einschätzen zu können. Aber nach ein paar Nervenzusammenbrüchen habe ich es irgendwann geschafft.

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Ist dir ein Rezept schon einmal so richtig misslungen?

Und wie! Und zwar eine simple kalte Schnauze. Ich hatte die Eier (die eigentlich roh in die Kakao-Masse gegeben werden) aus Angst vor Salmonellen über einem heißen Wasserbad aufgeschlagen. Das war ein riesen Fehler, weil sich die Eier so nicht mehr mit den restlichen Zutaten verbinden konnten. Die Zutaten und meine Laune waren futsch.

Bei all den süßen Speisen muss ja auch mal was Gesundes auf den Tisch. Welches gesunde Essen rettet dich vor dem Zuckerschock?

Ich liebe Rucola-Salat mit gerösteten Walnüssen, Ziegenkäse und richtig gutem Olivenöl! Das könnte ich jeden Tag essen…lecker! Aber so langweilig sich das auch anhört: Für mich gibt es im Alltag nichts Gesünderes, als eine ausgewogene, fett- und zuckerarme Ernährung.

Für meine Familie und mich gehört frisches Gemüse oder Obst zu jeder einzelnen Mahlzeit dazu. Das ist mir schon alleine für mein Kind sehr wichtig. Bei uns gibt es im Alltag auch recht wenig Süßigkeiten. Dann schmecken die kleinen Kalorienbomben am Wochenende auch gleich doppelt so gut.

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Ein Großteil der Blogger und Vlogger stellt sich selbst in den Mittelpunkt des Kanals. Warum machst du das nicht?

Mir liegt an meiner Privatsphäre einfach sehr viel. Außerdem wollte ich von Anfang an nur meine Rezepte in den Vordergrund stellen und nicht meine Person oder Familie. Das war die Grundvoraussetzung, dass ich überhaupt mit YouTube angefangen habe und mit dieser Entscheidung bin ich eigentlich nach wie vor sehr glücklich.

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Du schreibst ja, dass sich schon eine Community um deinen Kochkanal gebildet hat. Wieviel Interaktion hast du mit deiner Community und kennst du ein paar deiner Zuschauer auch persönlich?

Ja genau und das ist so großartig! In den über vier Jahren haben sich schon viele, tolle Kontakte gebildet, auch privat. Das ist wirklich sehr schön! Unter den Zuschauern sind auch einige, die mich von Anfang an begleiten, das macht wahnsinnig viel Spaß und motiviert mich immer weiter zu machen!

Da die Interaktion mit meinen Zuschauern nicht nur über YouTube, sondern auch über Facebook, Instagram, Email und meinen anderen beiden Kanälen Koch-Kino und KrümelPlanet stattfindet, würde ich schon sagen, dass die Interaktion mit meinen Zuschauern sehr groß ist. Ich schreibe eigentlich täglich mit ihnen und beantworte ihre Fragen und Kommentare. Das nimmt zwar jedes Mal etwas Zeit in Anspruch, aber es macht Spaß.

Hast du schon einmal darüber nachgedacht ein Kochbuch herauszubringen oder ein Restaurant zu eröffnen?

Über ein eigenes Restaurant habe ich noch nicht nachgedacht, das wäre nichts für mich. Aber ein Koch- oder Backbuch wäre schon toll. Nur dazu fehlt mir momentan einfach die Zeit.

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