06.10.2016

KLEINE WARENKUNDE Was ist eigentlich Canihua?

Canihua gehört zur selben Familie wie Amaranth und Quinoa, aber die Körner sind deutlich kleiner.

Foto: StockFood/Bumann, Gerhard

Canihua gehört zur selben Familie wie Amaranth und Quinoa, aber die Körner sind deutlich kleiner.

Im Supermarkt entdeckten wir ein Päckchen mit dem ungewöhnlichen Namen Canihua. Aber was ist das überhaupt? Wir haben uns mal schlau gemacht...

Vor uns steht ein Tütchen mit kleinen, braunen Körnchen, die nicht nur schön, sondern vor allem interessant aussehen. Sie erinnern an Quinoa, nur viel kleiner in einem schokoladigen Braunton. Doch was macht man mit Canihua (ausgesprochen Kaniwa) und was kann das Pseudogetreide aus den Anden?

Das Pseudogetreide Canihua mischt die glutenfreie Welt auf

Wie auch Quinoa und Amaranth ist Canihua ein glutenfreies Pseudogetreide aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse. Canihua hat einen hohen Ballaststoffgehalt und ist reich an Eisen, Folsäure, Magnesium und Zink. Nicht zu vernachlässigen ist allerdings der hohe Kohlenhydratanteil. Auf 100 Gramm Canihua fallen 377 Kalorien an.

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Die Pflanzen sind äußerst robust und fühlen sich in den hohen Lagen der Anden Perus und Boliviens wohl. Das Pseudogetreide ist dort fester Bestandteil in der Küche, aber es konnte seine Bedeutung bisher nicht außerhalb Südamerikas stärken. Die GFU (Globale Fördergemeinschaft für unausgenutzte Arten) würde sich zum Beispiel wünschen, dass Canihua eine größere Rolle in der Ernährung der Weltbevölkerung spielt.

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Die wichtigste Frage steht aber noch im Raum: Wie schmecken die Körnchen? Intensiv nussig, was wiederum sowohl zu herzhaften Gerichten, als auch zu Süßspeisen passt. Der Geschmack hängt aber auch etwas von der verwendeten Menge der Körner ab, nehmen sie nur wenige Körner, um ihren morgendlichen Frühstücksbrei abzuschmecken, kommt das Aroma nicht so stark zum Tragen, als wenn Sie einen Frühstücksbrei ausschließlich aus Canihua zubereiten.

Canihua ist insgesamt sehr wandelbar und vielseitig einsetzbar. Als Salat-Topping, verarbeitet zu Bratlingen, oder als Pfannengericht, als süßer Brei oder in der Pfanne gepufft als Müsli-Topping - was möchten Sie als erstes mit Canihua zubereiten?

Glutenfreie Gerichte und Lebensmittel

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