30.09.2016 - 13:22

KURIOSE FEIERTAGE Glücklich ohne Fleisch: Der Welt-Vegetariertag

Am Welt-Vegetariertag kommen kein Fleisch und Fisch auf den Teller - so zumindest der Plan.

Foto: istock/AnaBGD

Am Welt-Vegetariertag kommen kein Fleisch und Fisch auf den Teller - so zumindest der Plan.

Der Welt-Vegetariertag sollte in den 1970ern ein Zeichen für vegetarische Ernährung setzen. Heute sind Vegetarier längst kein flüchtiger Trend mehr.

Am 1. Oktober feiern wir nicht nur den "Tag des Kaffees", sondern auch den "Welt-Vegetariertag". Der Tag wurde 1977 anlässlich des Welt-Vegetarierkongresses in Schottland ins Leben gerufen und wird seither jährlich zelebriert. Hintergrund ist, dass die "North American Vegetarian Society" auf die Vorzüge des fleischlosen Lebens, auf die Vielfalt hinweisen möchte.

Für viele bedeutet ein Leben ohne Fleisch in erster Linie Verzicht und Einschränkung - eine Sichtweise, gegen die der Welt-Vegetariertag ein Zeichen setzt. Der Welt-Vegetariertag möchte auf die ethischen, gesundheitlichen, umweltfreundlichen und menschlichen Vorteile des vegetarischen Lebenswandels aufmerksam machen und gleichzeitig ein Zeichen des Protests gegen Massentierhaltung setzen.


>> Vegetarischer Quinoa-Bratling mit Spinat

Der Anteil der Vegetarier wächst stetig

Das ist auch der Grund für die meisten Vegetarier, der Tierschutz. Jedoch fließen auch gesundheitliche Bedenken ein, denn die Fleischskandale der vergangenen Jahre habe ihre Spuren in den Köpfen hinterlassen. Auch ökologische Gründe spielen eine Rolle, wandern doch 40 Prozent des angebauten Getreides direkt in den Futtertrögen der Massentierhaltung.

>>Leben Vegetarier länger?

In den letzten Jahren hat schon ein spürbarer Wandel stattgefunden, der sich unter anderem an der Umorientierung der Fleischindustrie zeigt, produzieren nun Fleisch- und Wurstwarenhersteller auch vegetarische Fleischersatzprodukte, und das mit Erfolg. Fleischfrei liegt im Trend, nicht nur am Welt-Vegetariertag, der bis dato eher einem Experiment glich, der Nicht-Vegetarier herausfordert, einen Tag ohne Fleisch und Fisch auszukommen.

>>Wie gut sind Veggie-Produkte wirklich?

Eine im Juli 2013 veröffentlichte Onlinebefragung der Universitäten Göttingen und Hohenheim ermittelte für den deutschsprachigen Raum einen Vegetarieranteil von 3,7 Prozent, der allerdings auch Veganer einbezieht. Der Vegetarierbund Deutschland (VEBU) ging Anfang 2015 von rund 10 Prozent Vegetariern in Deutschland aus, der allerdings auch Flexitarier einbezog, also jene, die, wenn auch selten, Fisch essen. Was wenig überrascht ist, dass deutlich mehr Frauen sich fleischfrei ernähren und einen Anteil von zwei Dritteln der Vegetarier in Deutschland ausmachen.

Fleischfrei bedeutet nicht gleich gesund

Eine vegetarische Ernährung ist bei all ihren Vorzügen nicht automatisch mit einer gesunden Ernährung gleichzusetzen, denn wer auf viel Fett aus Sahne und Käse nicht verzichten möchte, oft zu Fertiggerichten greift und Zucker in unkontrolliertem Maß zu sich nimmt, wird kaum gesünder sein, als jemand, der Fleisch zu sich nimmt.

Am 1. November wird übrigens der Welt-Veganertag gefeiert und der Zeitraum zwischen dem Welt-Vegetariertag und dem Welt-Veganertag gilt als Vegetarian Awareness Month (zu deutsch: Bewusstsein für Vegetarier-Monat).

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