20.09.2016

DAS MÜSSEN SIE TESTEN! Ausgefallen und aufregend: 10 Berliner Food-Trends

Ramenburger tragen aufgrund der Ramen-Nudeln ihren Namen und sind die perfekte Kombination aus saftig und knusprig.

Foto: instagram/chileesberlin

Ramenburger tragen aufgrund der Ramen-Nudeln ihren Namen und sind die perfekte Kombination aus saftig und knusprig.

Trends haben etwas sehr Flüchtiges an sich. Wir haben zehn Food-Trends herausgepickt, die Berlin begeistern, die sie nicht verpassen sollten.

Essenstrends sind schnelllebig: So schnell, wie sie kommen, sind sie auch schon wieder passé. Für welches Essen die Berliner Foodie-Herzen schlagen, wollen wir Ihnen nicht vorenthalten, denn zum Glück halten sich manche Vorlieben doch ein wenig länger, sodass man auch als Berlinbesucher und jemand, der nicht nur flüchtigen Trends hinterhereilt, eine Chance hat sie auszuprobieren.

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Berlin ist Deutschlands vegane Hauptstadt

Berlin ist und bleibt die vegane Hauptstadt. In keiner anderen Stadt gibt es so viele vegane Restaurants wie hier. Der neueste Trend, dem sich keiner entziehen kann, sind vegane Donuts. Fans der fettigen Teigkringel stehen Schlange und sorgen regelmäßig dafür, dass Brammibal's schon vor Ende der Öffnungszeiten ausverkauft sind. Auch bei Märkten werden ihnen die Gebäckteilchen aus den Fingern gerissen. Das staubige Veganer-Image ist in Berlin also längst abgelegt und es ist vielmehr geprägt von Kreativität, Liebe und Genuss.

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Was man schon seit Jahren aus den USA kennt, schwappt nun auch zu uns herüber: regionale und saisonale Küche. Das ist auch hochgradig sinnvoll, denn wenn die Lebensmittel gerade Hochsaison haben, schmecken sie am besten. Und regional ist für die Ökobilanz viel besser, als wenn Obst und Gemüse eine Reise um den halben Globus zurücklegen müssen. Auf die Spitze treibt es das Nobelhart und Schmutzig, bei dem ausschließlich regionale und saisonale Gerichte auf der Karte landen. Gewürzt wird stets ohne Pfeffer, Zitronen und Limonen, was zunächst ungewöhnlich klingen mag, aber das Konzept findet großen Anklang. Die Tische sind stets ausgebucht und ohne Reservierung müsste man schon einen sehr guten Draht nach oben haben, um einen Tisch zu bekommen.


Streetfood erlebt einen Boom

Haben wir vor ein paar Jahren noch wehmütig in die USA rübergeschielt, wo es zahlreiche Streetfood-Festivals inklusive Food-Trucks gab, geht es nun auch in Berlin ab. Nicht nur der Streetfood Thursday, der jeden Donnerstag in der Markthalle Neun in Kreuzberg stattfindet, auch Burger Foodtrucks oder die Thaiwiese sind aus dem Berliner Stadtbild kaum noch wegzudenken. Warum auch, egal ob man allein unterwegs ist oder in einer großen Gruppe, hier findet jeder etwas.

Neu unter den Streetfood-Freunden ist Kärrecho, venezolanisches Streetfood. Hier lernen Berliner, was Arepas, Tostones und Tequeños sind, da darf auch das Dessert nicht fehlen. Durch Einflüsse aus unterschiedlichen Küchen, unter anderem der deutschen, gewinnt Kärrecho an Abwechslung und hält die ein oder andere Überraschung bereit. Vegane Optionen gibt es natürlich auch.

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Fusion aus verschiedenen Küchen

Sind Hot Dogs eigentlich typisch amerikanisch? Ein Besuch bei IKEA beantwortet diese Frage mit einem klaren Nein. Kaum ein skandinavisches Land kommt ohne die Hot Dogs, Korv (schwedisch) oder Pølse (dänisch) aus. Neu in Berlin sind japanische Hot Dogs, die die klassische Kochwurst mit japanischen Zutaten paaren. Hot Dog mit Wakame (Algen-Salat), Kimchi (koreanisches Sauerkraut), mit geröstetem Seegras, mit Teriyaki-Sauce oder japanischer Bolognese serviert sollen Fourmets und Freunde der Fusion-Küche in ihren Bann ziehen.

Man nehme einen Burger und serviere ihn statt in einem Burgerbrötchen in Ramennudeln, die in Brötchenform gebracht und knusprig gebacken wurden. Kaum ein Burgerladen, vor allem die asiatisch inspirierten, kommen ohne den Ramenburger aus. Es ist auch immer wieder ein Highlight, jemanden das erste Mal einen solchen Burger essen zu sehen, denn eigentlich ist der Burger ein Kunstwerk, das zu schade zum Essen ist.

Das reguläre Burgerbrötchen scheint für die Hauptstadt zu gewöhnlich worden zu sein, denn neben dem Brötchen aus Ramen-Nudeln gesellen sich auch gedünstete Hefebrötchen aus Reisemehl, sogenannte Bao's in die Riege. Ob mit Tofu, Hühnchenfleisch, Pulled Pork, das Bao-Brötchen ist der ständige Begleiter. Besonders beliebt ist es bei den Burgerläden, das Brötchen mit einem Brandzeichen zu versehen und so für ein Branding zu sorgen. Das sorgt bei den Instagrambilder dafür, dass gar nicht erst gefragt werden muss, wo es den leckeren Burger gibt, der Burger selbst verrät es.

Wer diesen Sommer durch die Straßen zog, hatte oft Grillgeruch in der Nase, der seinen Ursprung aber nicht nur in den Parks hatte, sondern auch bei den Außenbereichen von koreanischen BBQ's. War Kimchi Princess seinerseits einmal der Vorreiter, gesellen sich nun zahlreiche weitere Grill-Stätten dazu. Zum Teil wird hochwertigstes Wagyu-Rund gegrillt, gibt es auch vegetarische Optionen mit Kürbis, Lotuswurzel und saisonalem Gemüse, wie auch Meeresfrüchten.


Keine Angst vor kaltem Kaffee

Kalter Kaffee wandert in den Ausguss? Falsch, kalter Kaffee, oder auf Neudeutsch "Cold Brew Coffee", ist kalt "aufgebrühter" Kaffee, der kaum oder keine Bitterstoffe entwickelt und ein ganz eigenes Aroma hat. Es gibt ihn sowohl in überdimensionierten Teebeuteln zu kaufen, als auch als Konzentrat in ausgewählten Läden. Der Kaffee wird vorzugsweise in ein mit Eiswürfeln gefülltes Glas gegeben und schwarz genossen. Es handelt sich also nicht um simplen kalten Kaffee, sondern um kalt zubereiteten Kaffee, der so bestimmte Noten, wie Zitrus oder Karamell betont.

Manchmal tut doch eine Rückbesinnung auf Altbewährtes gut. Die gute, alte Stulle erlebt eine wahre Renaissance und die Berliner stehen, wie so oft, Schlange. Vor allem Suicide Sue hat sich einen Namen mit ihren Stullen gemacht, aber auch Superfoods & Organic Liquids bitten mit glutenfreien, vegetarischen Klappstullen zu Tisch. Kein Wunder, Stulle sind praktisch, handlich und können nach Belieben belegt werden.

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