08.08.2016

KLASSIKER AUS ITALIEN Pizza für jeden Geschmack

Wie die beste Pizza aussieht und schmeckt, ist ganz klar Geschmacksache. Wir haben Rezepte für alle Geschmäcker.

Foto: istock/bhofack2

Wie die beste Pizza aussieht und schmeckt, ist ganz klar Geschmacksache. Wir haben Rezepte für alle Geschmäcker.

Pizzateig ist kinderleicht gemacht und kann vielfältig belegt werden, herzhaft ebenso wie süß und feurig. Wir haben für jede Vorliebe das richtige Rezept.

Wie muss der beste Pizzaboden denn nun sein? Dick oder dünn? Glutenfrei oder aus Weizenmehl? Die Geister scheiden sich daran, weswegen wir sagen: er ist dann am besten, wenn er schmeckt. In den USA sind dicke Pizzaböden beliebter: Der Boden muss teigig und fluffig, der Rand etwas knusprig sein. Je üppiger belegt, desto besser und auch am Käse wird nicht gespart. In Italien kann der Boden gar nicht dünn genug sein und wird gern nur mit Tomatensauce, Mozzarella und Kräutern belegt. Welche Variante ist Ihr Favorit?

Um Ihnen die Wahl noch etwas schwerer zu machen, haben wir alle denkbaren Varianten des Pizzabodens zusammengestellt. Experimentieren Sie auch gerne mal herum und wagen Sie sich auch einmal an ausgefallene Alternativen, denn Pizza muss nicht automatisch so ungesund sein, wie ihr Ruf. Sie kann auch wahrlich ein Gourmet-Essen sein. Das gilt natürlich nicht für die Tiefkühlpizza, mit der nicht einmal Tim Mälzer gesehen werden möchte: "Wenn ich im Supermarkt mit einer Pizza an der Kasse stehe, ist das so, als wenn andere mit einem Schmuddelheft am Bahnhofskiosk warten."


Der klassische Pizzaboden ohne Hefe

Mehl, Wasser und Salz, so bereiten italienische Familien den klassischen Pizzaboden zu. Dieser Boden ist dünn und knusprig und kann auch noch mit etwas Olivenöl verfeinert werden.

Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 250 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 3 EL Olivenöl

Alle Zutaten gründlich verkneten, bis ein glatter Teig entstanden ist. Entweder können Sie ihn direkt weiterverarbeiten als Pizzaboden, oder aber den Teig im Kühlschrank aufbewahren, bis er (wenn möglich noch am selben Tag) zur Pizza ausgerollt wird. Besonders gut kommt dieser Boden zur Geltung, wenn er nicht zu üppig belegt wird. Als Vorschlag: Dünn mit einer würzig abgeschmeckten Tomatensoße bestreichen und mit geriebenen Mozzarella backen bei 170°C. Die Backdauer hängt davon ab, wie dick Sie den Boden ausgerollt haben, deshalb bleiben Sie beim ersten Backen in de Nähe des Ofen und überprüfen Sie die Pizza. Nach dem Backen die Pizza etwas abkühlen lassen und mit Rucola, Parmaschinken und Parmesansplittern belegen.


Pizzaboden mit Hefe

Auf die Schnelle lässt sich Hefeteig zwar nicht verarbeiten, da stets Zeit zum Gehen eingeplant werden muss, aber Fans eines fluffigen Pizzabodens mit hefigem Aroma werden diese Zeit einräumen. Geben Sie dem Hefeteig einen warmen Ort ohne Zugluft, und vor allem genug Zeit zu gehen.

Zutaten

  • 500 g Mehl
  • 300 ml warmes Wasser
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Zucker
  • 2 EL Olivenöl

Die Hefe im warmen Wasser mit dem Zucker verrühren. Das Mehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde formen. Hier das Hefewasser hineingießen und mit etwas Mehl zu einem Vorteig verrühren und für etwa 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Anschließend das Salz und Olivenöl dazugeben und mit dem restlichen Mehl gründlich verkneten, am besten von Hand. Der Teig sollte geschmeidig werden, wird er zu fest geben Sie noch etwas warmes Wasser hinzu, ist er zu klebrig geben Sie noch etwas Mehl hinzu. Kneten Sie den Teig gut 5 Minuten. Den Teig zu einer Kugel formen und erneut für gut 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.

Formen Sie entweder vier kleine Pizzen oder ein großes Blech aus dem Pizzazeig und belegen Sie Ihnen nach Geschmack. Im vorgeheiztem Backofen bei 200°C (Umluft ca. 175°C) für etwa 20 Minuten backen.


Pizzaboden mit Backpulver

Die schnellere Variante des Pizzabodens mit Hefe wird mit Backpulver zubereitet. Das hefige Aroma fehlt hier, aber der Boden wird fluffig und leicht.

Zutaten

  • 400 g Mehl
  • 250 ml Milch
  • 2 EL Ölivenöl
  • 1 TL Salz
  • 4 TL Backpulver

Geben Sie alle Zutaten in eine Schüssel und verkneten Sie sie zu einem glatten Teig. Dies nimmt in etwa 10 Minuten in Anspruch. Anschließend kann der Boden direkt auf einem Backblech ausgelegt werden. Belegen Sie den Boden nach Herzenslust und backen Sie die Pizza im vorgeheizten Backofen etwa 20 Minuten bei 200°C (Umluft bei ca. 175°C).


Pizzaboden mit Quark

Diese Teig-Variante ist vor allem in den USA sehr beliebt, zum einen, weil der Teig schnell und einfach zu verarbeiten ist, zum anderen weil er fluffig und dick ist.

Zutaten

  • 150 g Quark
  • 300 g Mehl
  • 50 ml Milch
  • 50 ml Olivenöl
  • 1 Ei
  • 2 TL Salz
  • 1 Päckchen Backpulver

Alle Zutaten in eine Schussel geben und miteinander vermengen. Sie können den Teig danach direkt ausrollen und belegen. Um in den vollen Genuss zu kommen, rollen Sie den Boden nicht zu dünn aus und legen Sie besonderen Wert auf eine würzige Tomatensauce und pikanten, leicht schmelzenden Käse. Wenn die Pizza fertig belegt ist, wird sie bei 200°C etwa 20 Minuten gebacken.


Pizzaboden aus Blumenkohl

Zugegeben, es klingt ein wenig ungewöhnlich einen Pizzaboden aus Blumenkohl zuzubereiten, aber nicht nur Fans der Low-Carb-Küche dürfen sich über dieses Rezept freuen. Diese Pizza ist noch dazu glutenfrei, aber macht garantiert genauso pappsatt, wie eine "normale" Pizza.

Zutaten

  • 500 g Blumenkohl (roh und grob geraspelt)
  • 2 Eier
  • 100 g geriebener Käse (z. B. Gouda)
  • Salz und Pfeffer

Bei der Blumenkohlpizza wird zunächst der Blumenkohl in einer Küchenmaschine zerkleinert und mit dem Käse und den Eiern vermischt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Besonders gut gelingt der Boden, wenn er zunächst ohne Belag grob vorgebacken wird, anschließend mit Tomatensauce bestrichen und nach Geschmack belegt wird. Dann erneut backen. Probieren Sie diese Pizza mal aus. Das detaillierte Rezept mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie hier:

Hier geht es zum Rezept


Pizza aus Polenta

Polenta kennen wir meist in der Form von Polentascheiben als Beilage zu anderen Speisen, sowohl aus der österreichischen, als auch als der südeuropäischen und südrussischen Küche. Längst erlebt das vermeintliche "Arme-Leute-Essen" ein Revival, so wie zum Beispiel in Form dieser Polenta-Pizza. Hier dürfen sich Glutenintolerante freuen, da Polenta aus Mais glutenfrei ist.

Zutaten

  • 1 1/2 l Gemüsebrühe
  • 2 EL Sojasauce
  • Salz
  • 3 EL getrockneter Oregano
  • 600 g Polenta
  • 200 g Cocktailtomaten
  • 1 Zucchini
  • 150 g frische Champignons
  • 60 g schwarze Oliven, entsteint
  • ca. 80 g Tomatenpüree
  • 2 - 3 EL Pinienkerne
  • 1 - 2 Hand voll Rucola

Nährwertangaben pro Portion

Kalorien 474 kcal
Fett 32 g
Kohlenhydrate 36 g
Eiweiß 9,5g

Mit einer Zubereitungszeit von 25 Minuten zuzüglich Backzeit gehört die Pizza zu den Express-Rezepten, das übrigens auch kalt immer noch köstlich schmeckt. Die Zubereitung des Bodens ist ganz einfach: Die Brühe mit der Sojasauce, 1 TL Salz und Oregano in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Die Polenta langsam einrieseln lassen und gut einrühren. Nochmals aufkochen, dann vom Herd nehmen und unter mehrmaligem Rühren ca. 10 Minuten quellen lassen. Anschließend gleichmäßig auf ein Backblech streichen und fest werden lassen. Belegen Sie die Pizza mit allem, das Ihnen schmeckt. Zur genauen Backanleitung geht es hier: Hier geht es zum Rezept


Paleo-Pizza mit Tapioka-Mehl

Was ist überhaupt paleo und warum ist Pizza nicht paleo? Bei Paleo-Ernährung wird auf Getreide, Zucker und Milchprodukte verzichtet, stattdessen wird auf vollwertige Lebensmittel und Unverarbeitetes gesetzt. Das muss aber nicht mit einem Verzicht einhergehen, vielmehr ist ein Quäntchen Kreativität gefragt.

Zutaten

  • 80 g Mandelmehl
  • 100 g Tapioka- oder Kartoffelstärke
  • 1 Eiweiß
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 1 1/2 Teelöffel Apfelessig
  • 1 Esslöffel Honig
  • 1 Esslöffel Hefe
  • 1 Teelöffel Meersalz
  • 60 ml Wasser (lauwarm)

In einer Schüssel Honig, Hefe und Wasser verrühren und ein paar Minuten stehen lassen. In einer weiteren Schüssel Mandelmehl, Stärke und Salz vermischen. Olivenöl, Apfelessig und Eiweiß dazugeben und mit etwas Mehl verrühren. Den Wasser-Hefe-Mix nach und nach in den Teig einarbeiten. Keine Sorge, der Teig muss klebrig sein, die Konsistenz unterscheidet sich also grundlegend von der eines "normalen" Pizzateigs. Den Teig etwa 1,5h gehen lassen. Anschließend den Backofen auf 250 °C vorheizen. Den Teig können Sie nach Belieben belegen, wie wäre es also mal mit Spinat, Zwiebeln, Süßkartoffeln und Nüssen? Den unbelegten Pizzaboden etwa 6-8 Minuten backen, herausnehmen und belegen und anschließend erneut etwa 5 Minuten backen.



Pizza zum Frühstück

Pizza muss nicht zwangsläufig mit Teigboden sein, nehmen Sie doch mal Haferflocken als Basis. Belegt mit reifen Bananen und Kokosraspeln zaubern Sie sich das wohl ungewöhnlichste Frühstücke, bei dem garantiert nicht nur die Kleinen große Augen machen.

Zutaten

  • 100 g Haferflocken
  • 120 g Vollkornmehl
  • 30 g brauner Zucker
  • 20 g Butter
  • 50 g Apfelmark/ungesüßtes Apfelmus
  • 1 Prise Salz
  • 3 Bananen
  • 2 EL Fruchtmus nach Wahl (z.B. Hagebutte, Reformhaus)
  • 50 g Walnusskerne
  • 1 EL Kokosraspel
  • 3 EL Erdnussmus
  • Butter für eine Quicheform (Durchmesser 28 cm)

Die Haferflocken in der Küchenmaschine oder im Blitzhacker grob hacken. Mit Mehl, Zucker, Butter, Apfelmark, Salz und 1 EL Wasser zu einer krümeligen Masse verkneten, die sie mit der Hand in die gefettete Form drücken. Formen Sie auch einen Rand. Die Bananen schälen, pürieren und auf den Teig streichen. Das Fruchtmus darauf geben und verstreichen. Die übrige Banane in Scheiben schneiden und als Belag auf der Pizza verteilen. Die Walnusskerne grob hacken und mit den Kokosraspeln über die Pizza streuen. Im Backofen etwa 25 Minuten backen. Pizza herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Inzwischen das Erdnussmus in einen kleinen Gefrierbeutel geben. Eine kleine Ecke des Beutels abschneiden und das Mus spiralförmig auf der Pizza verteilen.

Hier geht es zum ausführlichen Rezept

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