08.07.2016 - 16:04

Interview Passioniert, vielfältig, engagiert: Sternekoch Nelson Müller

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Nelson Müller wollte schon als Kind unbedingt Koch werden.

Nelson Müller wollte schon als Kind unbedingt Koch werden.

Nelson Müller hat als Koch schon einiges erreicht: einen Michelin-Stern, eigene Koch-Shows, mehrere Buchveröffentlichungen. Sein Erfolgsrezept: seine Passion für Vielfalt.

bildderfrau.de: Lieber Herr Müller, Sie sind ein erfolgreicher Sterne-Koch, TV-Koch und Promi-Koch. Welcher Titel folgt als nächstes?

Hobbysänger ;-))

Was macht für Sie die Faszination am Kochen aus?

Die Vielfalt der Produkte fasziniert mich immer wieder und auch, wie sehr man sich kreativ austoben kann.

Was hat Sie dazu veranlasst, Koch zu werden? Der Job ist ja schon knochenhart, der Weg auf der Karriereleiter schwer.

Ich habe als Kind schon gern gekocht und mir zu Weihnachten einen eigenen Herd gewünscht. Für mich war das ein Traumberuf und man denkt da nicht drüber nach, wie anstrengend so was werden kann.

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Welche Gerichte bzw. Stilrichtung kochen Sie am liebsten und warum?

Ich bin sehr vielseitig. Das muss ich auch sein, denn ich habe ein Gourmetrestaurant und ebenso ein Bistro, dazu noch ein Catering….die Vielfalt gefällt mir sehr.

Und was kochen Sie sich, wenn Sie privat für sich kochen? Gibt es da ein besonderes Lieblingsgericht?

Mein Lieblingsgericht ist der Eintopf. Das ist ein gutes, „ehrliches“ Gericht, was saisonal immer lecker ist und was ich bis heute noch sehr liebe.

Was verschafft Ihnen in der Küche ein Gefühl von Zufriedenheit?

Oh...(lacht) wenn alle Gäste am Ende zufrieden sind. Das ist wohl das, was man am meisten anstrebt.

Wie ist Ihre Kochphilosophie? Ist etwas nur dann lecker, wenn es aufwendig und kompliziert zubereitet wurde oder inwiefern überzeugen auch ganz banale Alltagsgerichte?

Nein gar nicht! Ich habe Klassiker wie das Wiener Schnitzel und auch die Currywurst auf der Karte im „Müllers“.

Was würden Sie Familien raten, die nur sehr wenig vom Kochen verstehen und sich vermehrt von Fertigprodukten ernähren?

Ich würde ihnen raten, sich einfach Schritt für Schritt heranzutrauen. Das sollte nur was für den absoluten Notfall sein, wenn man ein Fertiggericht erwärmt. Eine Gemüsepfanne bekommt doch jeder hin. Man darf sich halt nicht mit schwierigen Rezepten zu Beginn überfordern, sondern eins nach dem anderen dazulernen.

Ja, Extreme sind nix für mich. Ich bin für ein ausgewogenes Mittelding und esse auch gern Fleisch, aber in Maßen. 80:20 Gemüse-Fleisch. Gute Produkte und gute Qualität mit dem Wissen, woher man sein Fleisch bezieht.

Verbauen wir uns durch die ganzen Restriktionen in Sachen Essen (zum Beispiel Veganismus) nicht die Lust am Essen?

Nun ja… die Veganer scheinen daran Spaß zu haben und da sage ich: Jedem das Seine! Ich denke schon, dass die Veganer gern vegan essen und sich nicht quälen.

Inwiefern trägt ein gutes Essen zu unserem Gemütszustand / Gesundheitszustand bei?

Ganz ganz viel! (lacht) Das ist das A und O sozusagen.

Was finden Sie an Ihrem Job als TV-Koch so spannend?

Das ist einfach: die Abwechslung!

Was möchten Sie Ihren Fans als Botschaft mitgeben, wenn Sie im TV kochen?

Ich bin ja eher nicht so der „du musst das und das machen“-Mensch, sondern mir ist eher daran gelegen, eine lockere Aufklärung zu betreiben. Damit will ich den Leuten zeigen: Komm, das ist doch total einfach und macht so viel Spaß, sich selber was zu kochen.

Letzte Frage: Wie wichtig ist Ihnen das Thema Nachhaltigkeit in Bezug auf unsere Ernährung und warum?

Da müssten wir stundenlang drüber sprechen. Das neue Regional ist ja lokal. Tiere aus der Nähe, die mit Futter aus China ernährt werden….die sind natürlich keinesfalls wirklich regional. Da darf ich ein wenig Werbung für mein Buch „öfter Vegetarisch“ machen? Da steht einiges dazu drin…..;-))

Vielen lieben Dank für das Interview!

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