06.06.2017

Rezepte zum Fastenmonat Gesund und lecker durch den Ramadan

Vor Sonnenaufgnag und nach Sonnenuntergang kann während des islamischen Fastenmonats Ramadan lecker gegessen werden.

Foto: © istock / burakpekakcan

Vor Sonnenaufgnag und nach Sonnenuntergang kann während des islamischen Fastenmonats Ramadan lecker gegessen werden.

Der Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders und der Monat, in dem Gläubige fasten. Lesen Sie Wissenswertes zu dem Fastenmonat.

Im gesamten Fastenmonat Ramadan gilt nach einem stärkenden Frühmahl (Suhoor) vor Sonnenaufgang bis zum Einbruch der Dunkelheit eine strikte Enthaltsamkeit. In der Zeit nach Sonnenuntergang wird dann wieder (oft üppig) aufgetischt.

Bedeutung des Ramadans

Das Fasten gehört zu den sogenannten fünf Säulen des Islam und ist für muslimische Gläubige eine der Hauptpflichten, die der Koran lehrt Neben dem Verzicht auf Speisen und Getränke, sind streng genommen auch Rauchen, Sex und die Einnahme von Medikamenten untersagt.

Den weltweit rund 1,3 Milliarden Muslime und Muslima bedeutet der Verzicht auf Nahrung während des Ramadan eine Zeit, in der Körper und Seele gereinigt werden und Raum für Gebet und ein intensives Studium des Korans geschaffen wird.

Auch im Christentum sowie in allen anderen Weltreligionen ist das Fasten ein fester Bestandteil. Christen kennen die 40-Tage-Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern.

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Fasten – gesund oder bedenklich?

Ob die Art des Fastens, wie sie während des Ramadans begangen wird gesund oder eher ungesund ist, darüber gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Grundsätzlich ist das Fasten gesund, es entgiftet, kann Ausdauer und Geduld fördern.

Doch etwa gegenüber dem Heilfasten, bei dem Suppen, Brühen, stark verdünnte Fruchtsäfte oder Kräutertees getrunken werden, nehmen Muslime tagsüber keine Flüssigkeit zu sich. Ein anderes mögliches Gesundheitsrisiko ist allzu üppiges Schlemmen am Abend, dadurch kann das Verdauungssystem überfordert werden und Völlegefühl oder Magenschmerzen zur Folge haben.

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Grundsätzlich hat die Verteilung und Anzahl der Mahlzeiten auf die allgemeine Energiebilanz, also die Energie, die der Körper am Tag braucht, keinen Einfluss. Sprich, auch wenn man nur ein- oder zweimal am Tag isst, verwertet der Körper die Energie genauso, als wenn man fünf Mahlzeiten täglich zu sich nimmt. Auch kann sich der Körper recht schnell auf den neuen Rhythmus der Nahrungsaufnahme einstellen.

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Gesund durch den Ramadan

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt Tipps, um gut und gesund durch die Fastenzeit des Ramadan zu kommen:

  • Die Speisen sollten vielseitig und ausgewogen sowie zucker- und salzarm sein. Ebenso sollte auf stark gewürzte Gerichte, so wie auf fettiges oder frittiertes Essen verzichtet werden.
  • Da der Körper in der Regel genügend Fettreserven besitzt, ist für das Frühmahl ein „normales“ Frühstück vollkommen ausreichend, etwa ein Stück Brot mit Käse oder Wurst mit einer Tasse Kaffee oder Tee – dazu viel trinken, am besten Wasser!
  • Zu Beginn des Abendessens sollten Obst und Gemüse serviert werden: Leichte, vitaminreiche Kost, die durch ihren hohen Gehalt an Ballaststoffen das Sättigungsgefühl erhöht.
  • Zwischen den folgenden Mahlzeiten sollten jeweils Pausen von einer halben Stunde liegen.
  • Auch wenn der Hunger am Abend sehr groß ist, sollte stets langsam und genussvoll gegessen werden.
  • Besonders wichtig ist es, abends den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen: 1,5 Liter sollten pro Tag insgesamt getrunken werden, an heißen Tagen mehr.

Wichtig: Wer fastet, sollte auf die Warnsignale des Körpers hören. Symptome wie Kopfschmerzen oder Kreislaufprobleme können etwa auf Unterzuckerung hinweisen.

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Übrigens sind ist nur zum Fasten, so wie es im Islam vorschreibt, verpflichtet, wer es ohne gesundheitlichen Schaden durchführen kann. Alte, geschwächte oder kranke Menschen sowie Schwangere, Stillende und Kinder (vor der Pubertät) sind davon ausgenommen. Die Tradition sieht es vor, dass kranke und alte Menschen am Ramadan teilnehmen können, indem sie Bedürftige speisen. Wer nur vorübergehend nicht fasten kann, soll die versäumten Fastentage nachholen.

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Traditionell Schlemmen

Eine besonders schöne Seite des Fastens am Ramadan ist das allabendliche Fastenbrechen (Iftar). Dafür gibt es zahlreiche leckere und leichte Rezepte, die nicht nur in der Zeit des Ramadan schmecken.

Ramadan-Pide

Pide ist hierzulande äußerst beliebt. In der Türkei ist dieses Fladenbrot aus gesalzenem Hefeteig, mit Eigelb glasiert und Sesam bestreut, ein typisches Ramadan-Essen.

Güllaç – türkische Milch-Mais-Süßspeise

Je nach Zuckermenge ist Güllaç eine relativ leichte Süßspeise und wird in der Türkei gerne im Ramadanmonat gegessen. Der Aufwand der Zubereitung lohnt sich!

Marokkanische Ramadansuppe

Die vielen Zutaten wie Kichererbsen, Linsen, Kartoffeln und Rindfleisch machen diese Suppe, Harira, zu einer leckeren und gesunden Mahlzeit. Auch Varianten mit Nudeln, Reis und Bohnen sind möglich. Als Gewürz eignet sich vor allem Cumin. Als Beilage für die Suppe, oder eher Eintopf, eignet sich auch das leckere türkische Fladenbrot.

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Durstlöscher

Von Dattelmilch bis Malventee – wenn Sie nach Sonnenuntergang das Flüssigkeitsdefizit ausgleichen, tut ein wenig Abwechslung gut! Das typische orientalische Joghurtgetränk Ayran erfrischt und liefert wertvolles tierisches Eiweiß.

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