03.06.2016

Amerikas süße Kultkringel Nationaltag des Donuts in den USA

Foto: © StockFood / valbar

Rund, süß und in der Mitte ein Loch: Donuts sind DAS amerikanische Kultgebäck. Die Kalorienbömbchen haben aber auch hierzulande massenhaft Fans.

 

Der nationale Feiertag des Donuts (National Doughnut Day) am 3. Juni ist in den USA wahrlich ein Fest für Süß-Schnäbel. Viele Läden verschenken an diesem Tag die süßen, handtellergroßen Teigringe.

Woher kommt der Donut-Tag?

So bunt und zuckersüß er auch ist – der Tag des Donuts hat einen ernsten Hintergrund. Berühmt wurde das kalorienreiche Gebäck im Zweiten Weltkrieg, als Mitarbeiterinnen der amerikanischen Heilsarmee, die so genannten „Doughnut Dollies“, US-Soldaten an der fernen Front damit versorgten. Kurz darauf führte die Heilsarmee für den ersten Freitag im Juni den „National Doughnut Day" ein – zum Gedenken an die Frauen der Heilsarmee. An diesem Tag gab es auch Spendenaktionen für bedürftige Familien.

Donuts erobern Europa

Noch vor einigen Jahren waren Doughnuts („dough“ = Teig, „nut“ = Nuss) in Deutschland eher ein Insider-Tipp unter US-Fans. Etwa im Jahr 2000 begannen sie unaufhaltsam ihren Siegeszug durch deutsche Mägen und haben es mittlerweile bis in die Auslage der kleinsten Konditoreien geschafft. Die Krapfen aus Hefe- oder Rührteig werden in Fett ausgebacken, nach Geschmack mit (buntem) Zuckerguss oder Schokolade überzogen, mit Streuseln dekoriert, mit Creme, Marmelade oder Schokolade gefüllt – ein Gebäck, das der Kreativität einen großen Freiraum lässt. Eine moderne Abwandlung des Donuts ist der Cronut , je nach Betrachtungsweise: ein Donut aus Croissant-Teig – oder ein Croissant in Donut-Form!

Woher kommt der Donut?

Dazu gibt es mehrere Theorien – verständlich, denn wer möchte nicht gern als Erfinder eines so erfolgreichen Produktes gelten!

Der amerikanische Kapitän Hanson Crocket Gregory (1832 - 1921) behauptete, den Krapfen mit dem charakteristischen Loch in der Mitte erfunden zu haben. Als er mit 16 als Schiffsjunge in See stach, hatte seine Mutter ihm selbstgebackene, runde Fettkrapfen als Proviant mitgegeben. In der Mitte, wo der Teig nicht richtig gar geworden war, hatte sie ihn mit Früchten und Nüssen gefüllt. Gregory puhlte diese klebrige Masse angeblich heraus und hatte damit den typischen Loch-Donut erfunden. Eine andere Geschichte um Gregory berichtet, er habe als Kapitän die runden Teigkrapfen am Steuerrad aufgespießt, um die Hände zum Steuern freizuhaben. Wie auch immer – unter amerikanischen Donut-Experten gilt Gregory heute als Erfinder des Donuts-mit-dem-Loch.

Auch die Holländer beanspruchen die Erfindung des Donuts für sich. Als belegt gilt, dass holländische Auswanderer im 19. Jahrhundert einen süßen, in Öl gebackenen Teigkrapfen namens „Oliekoek“ (Ölkuchen) in die USA einführten.

Doughnut oder Donut?

Die unterschiedlichen Schreibweisen sagen nichts über die süßen Kringel selbst aus. Neben der korrekten Schreibweise „Doughnut“ (Teignuss) bürgerte sich vor allem in den USA seit den späten 1990er Jahren die Kurzschreibweise „Donut“ ein, die auch die bekannte Kette „Dunkin’ Donuts“ im Namen führt.

Die Kunst des Donut-Backens

Ob Homer Simpson sein Leibgericht wohl selbst backt? Könnte schon sein – es ist nämlich gar nicht so schwierig. Nur gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Ob Hefe- oder Rührteig, in Fett ausgebacken oder, für die, die Fett einsparen möchten, im Backofen.

Auf dem Weg zum Mini-Donut kann auch ein Donutmaker helfen. Ähnlich wie bei einem Waffeleisen füllt man die ringförmigen Mulden mit Teig, klappt den Deckel zu und nach wenigen Minuten sind die Krapfen fertig – lecker, aber: Da die „Teignüsse“ auf diese Weise nicht in Fett ausgebacken werden, entsprechen sie jedoch nicht ganz dem Original.

Auf welche Weise auch immer: Probieren Sie es doch einfach mal selber aus!

Donut-Rezepte:

Donuts mit bunten Zuckerstreuseln

Grundrezept für 35 Stück (frittiert):

Donuts mit 3 verschiedenen Glasuren (frittiert)

18 Mini-Donuts für Cake-Pops (gebacken)

Fettarme Apfel-Zimt-Donuts mit Vollkornmehl (gebacken)

12 Donuts mit Schokoladenglasur (gebacken)

Ob selbstgebacken oder gekauft: Donuts sind einfach eine Sünde wert. Heute werden keine Kalorien gezählt – lassen Sie es sich schmecken!

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