17.06.2019

Es ist ganz einfach! So machen Sie Eis ohne Eismaschine einfach selbst

Um Eis selbst zu machen, braucht man nicht zwangsläufig eine Eismaschine.

Foto: iStock/Anna Pustynnikova

Um Eis selbst zu machen, braucht man nicht zwangsläufig eine Eismaschine.

Wer denkt, dass man zum Eis machen eine Eismaschine braucht, irrt. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte rund ums Eis selber machen sowie kreative Rezeptideen.

Was wäre der Sommer ohne hier und da ein leckeres Eis? Um in den Genuss eines eben solchen zu gelangen, kann man zur Eisdiele seines Vertrauens gehen oder im Supermarkt aus dem gefühlt Tausende Sorten umfassenden Sortiment auswählen. Es gibt natürlich noch eine andere Variante: Machen Sie Ihr Eis doch einfach selbst – das geht auch ganz einfach ohne Eismaschine.

Eis ohne Eismaschine: Einfacher als gedacht

Zugegeben – eine Eismaschine erleichtert die Herstellung von selbst gemachtem Eis ungemein. Der unumstrittene Vorteil: Durch die mechanischen Prozesse der Maschine werden Eiskristalle vermieden und das Eis bekommt eine cremige, geschmeidige Textur.

Bei der Herstellung ohne ein solches Gerät können besagte Kristalle das Geschmackserlebnis schon mal trüben. Davon sollten Sie sich allerdings nicht entmutigen lassen, denn mit einem kleinen Trick und etwas Geduld brauchen Sie sich nicht extra für viel Geld eine Eismaschine zulegen.

Eis selber machen: So geht’s

Sobald Sie Ihre Zutaten zusammengerührt haben, sollten Sie diese zunächst eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. Wenn Sie für das Eis auch Zutaten erhitzen müssen, dann machen Sie das am besten bereits am Vortag.

Nach der halben Stunde im Kühlschrank geben Sie die nun abgekühlten Zutaten in eine ausreichend große, kalte Schüssel und verfrachten das Ganze ins Eisfach. Nach etwa einer Stunde ist das Eis bereits angefroren. Nun alles gut mit einem Löffel durchrühren – dann zurück in den Froster mit der Schüssel. Nun sollte das Eis etwa jede halbe Stunde verrührt werden. So wird im regelmäßigen Abstand Luft unter die Eiscreme gehoben und die Kristalle werden zerstört.

Grundrezept für selbst gemachtes Eis

Sie wollen das Eis Ihrer Träume zubereiten? Dann sollten Sie der Masse bestimmte Komponenten hinzufügen. Wir verraten Ihnen, was Ihr Eis zu etwas ganz Besonderem macht:

  • Flüssigkeit: Eiscreme ist am Ende vor allem eines: gefrorene Flüssigkeit. Wir empfehlen Ihnen Zutaten wie Milch, Sahne, Sauerrahm, Joghurt, Quark oder Kefir. Gerade Milch und Sahne enthalten Fett, was wiederum ein guter Geschmacksträger ist. Das sorgt am Ende dafür, dass sich die anderen Zutaten und Aromen viel besser entfalten können. Wer auf Kuhmilch verzichten möchte, kann die Produkte auch durch pflanzliche Milch-Alternativen ersetzen, etwa durch Produkte aus Soja-, Mandel- und Hafermilch.
  • Eier: Eier stellen als Emulgatoren eine Verbindung zwischen Fett und Wasser her. Bei der Zubereitung von Eiscreme spalten sie die Milchfettpartikel und sorgen auf diesem Wege für eine cremige Konsistenz. Wenn das Ei aufgetaut wird, sorgt enthaltenes Ei dafür, dass sich fett- und wasserhaltige Zutaten nicht so schnell trennen. So hat bereits angetautes Eis immer noch eine tolle Konsistenz. Alternative für Veganer und Co: ein Ei lässt sich durch 1 TL Johannisbrotkernmehl ersetzen.
  • Zucker: Eis ohne Süße? Kaum vorstellbar. Klassischerweise kommt Haushaltszucker in ein Eis – und zwar möglichst feiner. Wer auf Haushaltszucker verzichten möchte, kann den Anteil im Rezept durch Sirup oder Honig ersetzen. Nach Belieben können auch andere Alternativen für Zucker verwendet werden.
  • Gewürze: Ohne Gewürze wäre ein Eis – abgesehen von süß und im besten Falle cremig – relativ geschmacksneutral. Klassische Gewürze bei der Eisherstellung sind (natürlich) Vanille, Kaffee, Kakao oder auch Zimt. Wer experimentierfreudig ist, kann sich auch mal an andere geschmackliche Nuancen trauen. Wie wäre es denn zum Beispiel mal mit Lavendel oder Anis? Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!
  • Optional – Früchte: Obst macht sich immer gut in einem selbst gemachten Eis! Wir empfehlen frische Früchte der Saison, aber auch TK- und Dosen-Obst sind Optionen. Bei Letzterem sollten Sie aber schauen, ob die Früchte gezuckert sind – in diesem Fall sollte man die Zuckermenge im Rezept etwas reduzieren. Ob Sie das Obst mit der Flüssigkeit pürieren und dann einfrieren, oder aber in Stücken in die Flüssigkeit geben, bleibt Ihnen und Ihrem individuellen Geschmack vorbehalten.
  • Optional – Nüsse, Streusel und Co: Ja, die Möglichkeiten bei selbst gemachtem Eis sind wirklich vielfältig. Sie können Ihrer Eismasse nach Belieben weitere Zutaten wie fein gehackte Nüsse, Schokostreusel oder Schokolinsen untermengen. Manch einer rührt auch in kleine Stücke gerupften, rohen Plätzchenteig unter die Eiscreme. Toben Sie sich richtig aus und zaubern das Eis Ihrer Träume.

Wenn Sie es gern genauer wissen wollen: Im Video finden Sie weitere Informationen, wie Sie Eis ohne Maschine zubereiten können:

Nun kennen Sie also die optimale Zubereitung sowie die Grundzutaten für selbst gemachtes Eis. Experimentieren Sie doch einfach mal herum. Sicher haben Sie schon bald mehrere Rezepte für sich gefunden, die Sie nicht mehr missen wollen. Und wenn Sie doch gerne ein wenig Anregung hätten: Auf der nächsten Seite finden Sie einige kreative Rezeptideen für selbst gemachtes Eis ohne Eismaschine. Entdecken und genießen!

 

Wie Sie das perfekte Eis ganz ohne Eismaschine selbst machen, haben wir auf der vorangegangenen Seite bereits präsentiert. Wenn Sie aber noch nicht recht wissen, mit welcher Sorte Sie einsteigen wollen, haben wir Ihnen einige Rezeptideen zusammengestellt.

Einer unserer glasklaren Favoriten ist dieses Selbst gemachte Johannisbeeren-Eis. Es ist farbenfroh und unheimlich lecker! Wenn Sie in Sachen Eis auf Kalorien achten, dann wäre unser Rezept für Low-Carb-Schokoladeneis womöglich genau das Richtige für Sie.

Und wenn Sie auf der Suche nach einem ganz einfachen Rezept sind, dann hätten wir auch da einen kreativen Vorschlag:

Rezept für cremiges Bananen-Eis

Das einfachste Rezept und schnell gemacht. Dazu braucht man lediglich eine reife Banane, mehr nicht. Die Banane schälen und in kleine Stücke schneiden. Die Stücke in einen luftdichten Behälter oder einen Gefrierbeutel geben und für mindestens 2 Stunden ins Gefrierfach legen. Anschließend die Bananenstücke in eine Küchenmaschine mit viel Leistung geben. Zunächst sehen die Bananenstücke bröselig aus, dann matschig, dann wie Haferbrei - doch wenn die letzten Klumpen zerkleinert sind, erreichen Sie die Eis-typische Konsistenz. Die fertige Masse in einen luftdichten Behälter geben und wieder einfrieren.

Tipp: Etwa einmal pro Stunde die Masse kräftig durchrühren, damit das Eis nicht zu hart wird. Das macht das Portionieren hinterher leichter. Beim Unterrühren kann man auch Schokoladenstücke oder Erdnussbutter unterheben, um für Variation zu sorgen.

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Und wenn das leckere Eis in Eigenherstellung dann mal fertig ist, hätten wir abschließend noch einen kleinen Tipp für Sie: Machen Sie den Genuss doch einfach perfekt und backen auch Ihre Eiswaffeln ganz einfach selbst. Hier lesen Sie, wie es geht.

Alle weiteren Rezepte für köstliche Desserts finden Sie übrigens auf unserer Themenseite.


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