27.04.2016

Kräuterkunde Koriander: Gewürz und Heilkraut

Koriander & Co.: Natürliche Mittel gegen Blähungen

Foto: ©istock/MmeEmil

Koriander & Co.: Natürliche Mittel gegen Blähungen

Koriander kennt man vor allem aus der asiatischen Küche. Doch dank krampflösender Inhaltsstoffe ist Koriander auch ein beliebtes Hausmittel bei Magenbeschwerden.

Koriander ist aus der Thaisuppe nicht wegzudenken und trägt auch gern den Namen "asiatische Petersilie", denn kaum ein Gericht der fernöstlichen Küche kommt ohne ihn aus. Am Koriandergeschmack scheiden sich jedoch die Geister: Entweder man liebt ihn, oder man hasst ihn. Doch Geschmack hin oder her, Koriander bringt positive Eigenschaften mit sich, die den Körper wieder in Einklang bringen.

Wie gesund ist Koriander?

Wie Studien herausgefunden haben ist Korianderöl ein effektiver Keimbekämpfer, der das Wachstum von Pilzen und Bakterien hemmt. So soll das ätherische Öl sogar multiresistente Krankenhauskeime in Laborversuchen wirksam bekämpft haben. Weitere Studien stehen aber noch aus.

Nach dem Verzehr von Koriander, sowohl der Blätter, als auch der Samen, stellt sich eine krampflösende Wirkung ein, die überdies Blähungen und Völlegefühl mindert. Der Wirkstoff nennt sich Linalool.

Wie sieht Koriander aus?

Koriander ist eine grünblättrige Pflanze, die bis zu 60 Zentimeter hoch wird. Die Blätter können ein- bis dreifach gefiedert sein. Die Blüten sind meist weiß und klein, können aber auch rötlich gefärbt sein. Die Früchte, die auch bei uns in den Gewürzregalen erhältlich sind, sind kugelig und braun und etwa drei bis fünf Millimeter dick.

In unseren Breitengraden ist Koriander entweder frisch, getrocknet oder als Samen erhältlich. Den frischen Koriander verwendet man, um Gerichte fein abzuschmecken, während man die Samen für gewöhnlich im Mörser zerstößt, bevor man sie verwendet.

Gut zu wissen

Der im Korianderöl enthaltene Wirkstoff Linalool wirkt zwar gegen Blähungen und Völlegefühl und wird überdies auch als Duftstoff in vielen Kosmetikprodukten eingesetzt, kann allerdings auf der Haut angewendet zu allergischen Redaktionen führen. Besonders von der Verwendung des Öls an Säuglingen und Kleinkindern sollte abgesehen werden, da Korianderöl ätherische Öle enthält die, gerade im Nasen- und Mundbereich angewendet, Atemnot auslösen können. Dies gilt auch für Asthmatiker.

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Leckere Rezepte mit Koriander:

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