03.03.2016

Tellermode Food-Trends 2016

Foto: © iStock / MarisaLia

Wie in der Mode gibt es auch bei der Ernährung Trends, auch wenn die Trends hier nicht so schnelllebig sind. Was 2016 auf den trendbewussten Tellern landet, erfahren Sie bei uns.

Viele Lebensmittel- und Ernährungstrends zeichneten sich schon 2015 ab, gewinnen aber dieses Jahr noch mehr an Fahrt oder erleben einen wahren Boom. Was man unbedingt probiert haben sollte und nach welchen Schlagworten man Ausschau halten sollte, um am Puls der Zeit zu bleiben, steht in unserer Liste mit Bildern, die Lust auf mehr machen.

Infinite Food

Jederzeit und überall essen können, das steht 2016 auf der Agenda. Ob im Bücherladen, auf einem Streetfood-Markt oder einfach so zum Mitnehmen und nach Hause liefern: Das Essen soll aber nicht nur jederzeit verfügbar sein, nein, es soll auch hochwertig sein, sowohl geschmacklich als auch qualitativ. Ein labberiger Burger oder ein lieblos belegter Bagel haben also keine Chance mehr.

Backen mit Urgetreide und Pseudogetreide

Der Paleo-Trend ist der Vorreiter zum Backen mit Urgetreide: Statt überzüchtetem Weizen wird mit Dinkel, Teff, Kamut, Quinoa, Amaranth und Buchweizen gebacken. Ein bisschen spielt auch hinein, dass man nicht nur mit Altbekanntem Kochen und Backen möchte oder auch an einer Glutenintoleranz leidet. Die kleine Herausforderung beim Kauf dieser Getreide und Pseudo-Getreide, diese nämlich erst zu finden, macht den sportlichen Charakter dieses Trends aus.

Spiritual Food

Wo kommt mein Essen her, was steckt drin und mussten dafür Tiere leiden? Diese und ähnliche Fragen spielen bei diesem Food-Trend hinein. Das, was wir bereits mit den Schließungen von McDonald's Filialen beobachten können ist, dass gewissenloses Fast Food den langsamen Rückzug antritt. Ein bewussterer Umgang mit Lebensmitteln, der quasi einer Ersatzreligion gleicht, ist auf dem Vormarsch.

Wochenmarkt

Wir entdecken die Gemütlichkeit wieder: Anstatt in den nächsten Supermarkt zu gehen und im kalten Neonlicht einzukaufen, erleben Wochenmärkte eine Renaissance. Doch nicht nur Wochenmärkte selbst, sondern auch Versandshops, die versprechen regionales und saisonales Obst und Gemüse zuzustellen, haben Aufwind.

Astronauten-Essen

Ob und wie schnell sich dieser Trend durchsetzt, bleibt noch abzuwarten, aber Foodies schwören auf das Astronauten-Essen aus der Tube, aus der Flasche oder einfach in Pulverform. Ob Essen aber wirklich so minimalistisch aussehen muss, bleibt abzuwarten. Wer diesen Trend mal ausprobieren kann, kann sowohl gefriergetrocknete Produkte als auch Getränke mit hohem Nährstoffgehalt online bestellen.

Craft Beer

Bier gehört längst nicht mehr nur in die Eckkneipe, sondern fasziniert zunehmend die Gourmets und solche, die zuhause brauen. Wird es sonst in braunen und grünen Glasflaschen mit Kronkorken serviert, zieren die Flaschen der sogenannten Craft Beers minimalistische Labels, sofern die Edelbiere nicht sogar in Champagnerflaschen serviert werden.

Acai-Bowls

Was in den USA schon lange als gesundes Frühstück oder leichte Zwischenmahlzeit gilt, kommt nun auch hierzulande an: Acai-Bowls. Die Acai-Beere kommt vor allem aus Brasilien und wird gerne in Smoothies gemischt. Die Acai-Beere ist eine absolute Vitamin-C-Bombe und zählt daher zu den Superfoods.

Cold Brew Coffee

Von wegen "Kalter Kaffee macht schön", kalter Kaffee schmeckt auch lecker. Anstatt den Kaffee heiß aufzubrühen, wird er über Nacht kalt aufgesetzt und entwickelt im Vergleich zum heißen Kaffee keinen bitteren Geschmackt. Stattdessen schmeckt man karamellige Noten heraus, leicht rauchig und zugleich mild und erfrischend. Doch anstatt sich nun teuren Cold Brew Caffee aus den USA zu bestellen, kann man diesen Trend ganz einfach und kostengünstig selber machen. Dazu einfach Kaffeepulver mit Wasser verrühren und über Nacht entweder im Kühlschrank oder einfach bei Zimmertemperatur stehen lassen. Anschließend filtern, zum Beispiel mit einem Kaffeefilter und das Konzentrat mit Eiswürfeln verdünnt genießen. Wie stark man den Cold Brew genießen möchte, kann jeder selbst entscheiden.

Pickles und Weckwerk

Ob eingemachte Gurke oder selbstgemachtes Kimchi, das selbst Zubereiten von Eingemachtem ist auf dem Vormarsch. Man konnte es schon beobachten, als große Einrichtungshäuser mit Einmachgläsern aufrüsteten, aber auch auf Instagram stößt man vermehrt auf Einmachgläser gefüllt mit Leckereien. Ein bisschen fühlt es sich auch an wie eine Rückkehr zum guten Alten, denn bei wem könnte man sich bessere Tipps zum Einmachen holen als bei Mutti und der Oma?

Clean Eating

Zahlreiche Programme, von der 30-Tages-Challenge bis hin zu "I make you sexy.com", versprechen den Körper zu transformieren mit einer Mischung aus Sport und gesunder Ernährung. Immer mehr prominente Gesichter versprechen uns bei der Challenge zu unterstützen und uns sicher an das Ziel "gesund und schlank" zu bringen.

Mehr Gemüse

Nicht nur

20 leichte Sommergerichte

greift um sich, sondern auch die fleischarme Küche und der Veganismus. Nudeln müssen nicht mehr aus Weizen und Eiern sein, stattdessen werden Karotten und Zucchinis zu Nudeln verarbeitet, Spiralschneider sei dank.

Food Boxen

Anstatt jeden Freitag auf den Wochenmarkt zu gehen, gibt es die Möglichkeit sich eine regional-saisonale Box per Abo kommen zu lassen. Doch nicht nur Lebensmittel vom Markt werden verschickt, auch Boxen mit Superfoods oder kompletten Menüs, roh oder vorgekocht. Wer gesund und bewusst leben möchte, muss sich dafür also nicht mehr die Hacken ablaufen, sondern lässt sich einfach alles bequem nach Hause liefern.

Alkoholfreie Cocktails

Auch ein wenig dem Fitness-Trend geschuldet ist der Trend hin zu alkoholfreien Cocktails, denn wer möchte den hart erarbeiteten Traumkörper gleich wieder mit Alkohol vergiften? Die sogenannten Mocktails bestechen durch frischen Geschmack, Kräuter und machen kein schlechtes Gewissen.

Monothematische Restaurants

"Schuster, bleib bei deinen Leisten", denken sich nun auch einige Restaurants und legen sich auf ein Thema fest. Bestes Fleisch, ausschließlich Sandwiches, reine Burgerlokale: statt irgendwas kommt bestes Essen auf den Teller, weil sich die Inhaber ausgiebig mit einem einzigen Thema beschäftigen und somit beste Qualität abliefern möchten.

Street Food

Man kennt den Anblick aus den USA: Menschen stehen vor Foodtrucks Schlange, um den besten Burger der Stadt zu bekommen. Ganze Parkplätze sind zugeparkt von diesen Trucks. In Deutschland beginnen die Trucks auch ihre Plätze zu sichern, teilen sich auf Festivals den Raum aber mit regulären Essensständen, die die sogenannte Straßenküche aus aller Herren Länder anbieten. Burger, Wraps, Suppen, alles was auf der Hand genossen werden kann, wird serviert.

Paleo

Die Ernährung der Steinzeitmenschen wird schon seit zwei Jahren argwöhnisch betrachtet, bekommt aber mit dem neuen Hype um Urgetreide mehr Aufmerksamkeit. In der Restaurant-Welt tritt Paleo nur zögerlich auf, aber immerhin kann man ab und an Paleo-Pancakes und Paleo-Brot bestellen.

Hybrid Food

Sushirrito, Cronut, Cragel: Man kann es an den Namen erahnen, worum es sich handel, um Hybrid-Essen. Altbekanntes kommt in neue Form und wir mit anderen Lebensmitteln gekreuzt. Im Falle des Sushirrito wurden Sushirolle und Burrito zusammengebracht, mit dem Ergebnis, dass man wirklich pappsatt wird. Der Cronut ist ein Croissant mit Donut gemischt und gehört somit definitiv nicht zur fettarmen Fraktion. Und ein Cragel ist? Richtig! Croissant und Bagel in einem. Solche Hybride dürften uns dieses Jahr öfter über den Weg laufen. Man darf gespannt sein.

Superfood

Superfoodswaren schon 2015 in aller Munde, aber der Trend nimmt nicht ab. Stattdessen gibt es immer mehr Rezepte, die man problemlos zuhause nachmachen kann. Auch kritische Stimmen werden lauter, die die Wirkung der oft exotischen Lebensmittel, wie Chia-Samen, in Frage stellen. Oftmals sind unsere heimischen Lebensmittel genauso gut.

Moringa, Königin der Superfoods

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