22.07.2020 - 18:11

Die besten Tipps Super kross & richtig lecker: So bereiten Sie Tofu richtig zu

Wie bekommt man Tofu so hin, dass er kross und lecker ist? Wir verraten es!

Foto: iStock.com/VeselovaElena

Wie bekommt man Tofu so hin, dass er kross und lecker ist? Wir verraten es!

Tofu richtig zuzubereiten – das ist fast schon eine kleine Wissenschaft für sich. Selten wird er so, wie man ihn sich vorstellt: würzig, kross und lecker. Wir verraten, wie es wirklich geht.

Eine fleischlose Ernährung steht immer höher im Kurs – und manch einer ist darum bemüht, den Fleischgenuss einzuschränken oder gar ganz einzustellen. Doch nur Gemüse und Beilagen? Das ist vielen eben doch zu einseitig. Pflanzliche Alternativen müssen her, wobei Produkte aus Soja hoch im Kurs stehen. Wenn Sie nun wissen wollen, wie Sie Tofu richtig zubereiten, damit er so richtig lecker schmeckt: Wir geben Ihnen nützliche Tipps.

Tofu richtig zubereiten: Es beginnt mit der passenden Sorte

Wer schon mal Tofu auf dem Teller hatte, der weiß: Tofu ist nicht gleich Tofu. Es kann durchaus mal vorkommen, dass einem labbrige, wässrige Streifen oder gar geschmacklose, feste Brocken als Schnitzel-Alternative zu Pommes serviert werden. Wer da das mangelnde Geschmackserlebnis moniert, dem werden nicht selten Weisheiten wie "So ist das nun mal, wenn man auf Fleisch verzichtet" oder "Sowas essen Vegetarier doch" um die Ohren gehauen.

So ist es aber ganz und gar nicht! Mit den richtigen Rezepten und ein wenig Liebe zum Detail wird aus Tofu ein teuflisch gutes Gericht. Wir verraten Ihnen, worauf Sie achten müssen, wenn Sie Tofu so richtig lecker zubereiten wollen.

Tofu: Für jedes Gericht die passende Sorte

Tofu schmeckt beileibe nicht immer gleich: Soweit waren wir ja schon. Tatsächlich wird Tofu auch in den verschiedenesten Varianten zum Kauf angeboten. Die Hauptzutat bei klassischem Tofu sind Sojaproteine – aber je nach Rezeptur kann sich der Tofu in Geschmack, Aussehen und auch Konsistenz unterscheiden. Auf die Unterschiede zwischen Herstellern können wir an dieser Stelle natürlich nicht eingehen, sehr wohl aber auf die verschiedenen Tofu-Sorten – und für welche Speisen man diese am besten einsetzen kann.

  • Seidentofu: Wie der Name schon verrät, ist Seidentofu sehr fein und zart und hat eine glatte Oberfläche. Das liegt daran, dass er bei der Herstellung nicht bzw. weniger gepresst wird und deshalb recht viel Flüssigkeit enthält. Dadurch eignet er sich übrigens auch weniger gut zum Anbraten. Durch seine weiche Konsistenz lässt er sich toll pürieren und peppt Aufstriche, Cremes, Suppen und Desserts wie etwa diesen veganen Cheesecake auf.
  • Naturtofu: Hierbei handelt es sich um festen Bohnenkäse, der optisch ein wenig an einen Block Feta oder Halloumi erinnert. Durch die feste Konsistenz lässt er sich krümeln, hacken, in Scheiben schneiden und vieles mehr. Wenn auf einer Speisekarte Tofu erwähnt wird – sei es als veganes Hackfleischimitat, als Zutat im Curry und Co –, dann ist im Regelfall von Naturtofu die Rede. Hier kann von Marke zu Marke ein anderer Flüssigkeitsgehalt vorliegen, was wiederum die Zubereitung und auch das Geschmackserlebnis beeinflussen kann. Hier muss am besten jeder ein paar verschiedene Marken testen und seinen individuellen Favoriten finden.
  • Räuchertofu: Eigentlich ist Räuchertofu vom Grund her nichts anderes als Naturtofu – nur eben gewürzt mit Sojasoße und anderen Gewürzen und anschließend geräuchert. Prinzipiell kann er verwendet werden wie Naturtofu auch – schmeckt aber würziger. Kross angebraten gibt Räuchertofu zum Beispiel einen guten Ersatz für Speck ab, etwa auch im Allgäuer Zwiebelkuchen.

Vorbereitung: Die Grundlage für knusprigen Tofu

Für welche Sorte man sich letztlich entscheidet, hängt natürlich auch davon ab, was man zubereiten möchte. Sie wollen den Tofu anbraten oder frittieren? Dann genügt es nicht, den in diesem Fall optimalen Natur- oder Räuchertofu in Scheiben zu schneiden und einfach in die Pfanne oder Friteuse zu werfen. Denn: Obwohl die beiden Tofu-Sorten sehr fest sind, enthalten sie dennoch viel Flüssigkeit.

1. großer Fehler bei der Zubereitung: Es ist zu viel Flüssigkeit im Tofu – was beim Anbraten zur bereits erwähnten, labbrigen Konsistenz führen kann.

Das können Sie aber ganz einfach verhindern, indem Sie vor der eigentlichen Zubereitung möglichst viel Flüssigkeit aus dem Tofu pressen. Legen Sie den Tofu zwischen zwei Lagen Küchenpapier und beschweren das Ganze mit einem dicken Buch oder einem großen Topf. Zehn bis 15 Minuten abwarten – und schon ist ganz viel Flüssigkeit aus dem Sojablock gewichen. Beim Frittieren und Anbraten wird der Tofu nun wesentlich krosser und bissfester. Je mehr Flüssigkeit herausgelaufen ist, desto knuspriger wird dann auch der Tofu – versteht sich.

Tofu marinieren: So sorgen Sie für Würze

Die wässerigen Scheiben sind nun also Vergangenheit. Nun geht es der oftmals angeprangerten Geschmacklosigkeit an den Kragen – mit der passenden Marinade. Generell kann man beinahe sagen: Tofu lässt sich kaum überwürzen. Aber es gibt durchaus eine Falle, wie Tofu einfach nicht so richtig den Geschmack der Marinade annehmen will...

2. großer Fehler bei der Zubereitung: Sie geben Öl in die Marinade – das kann dazu führen, dass sich ein Film um den Tofu legt, durch den Gewürze und Aromen nicht so gut einziehen können.

Wie genau Sie dann den Tofu marinieren wollen, ist natürlich ganz Sache des Geschmacks – und des Gerichts, in dem er zum Einsatz kommen soll.

Es wird etwas Asiatisches? Vermischen Sie 5 EL Sojasoße mit 1 EL Tomatenmark, 1 EL Reisessig, 1 TL Zucker, 1 zerkleinerten Zwiebel (oder 2 Stangen Frühlingszwiebeln), 1 gehackten Knoblauchzehe und einer gehackten Chilischote. Tofu vier Stunden marinieren.

Wenn Ihnen der Sinn nach mediterranem Genuss steht: 2 EL Zitronensaft, 2 EL Wasser, 1 gehackte Zwiebel, Salz, Pfeffer und mediterrane Kräuter wie Oregano, Thymian, Rosmarin und Basilikum miteinander mischen und Tofu vier Stunden darin marinieren.

Tofu richtig anbraten: Der Feinschliff

Nun: Wir haben den Tofu gewissermaßen entwässert und wir haben ihn ordentlich mariniert. Jetzt geht es quasi ans Eingemachte – und während die Arbeitsschritte bislang etwas mehr Zeit in Anspruch genommen haben, geht es jetzt ganz fix. Doch auch hier gilt es einige Tipps zu beachten, damit der Tofu beim Braten SO RICHTIG lecker und kross wird.

  1. Wenden Sie den Tofu vor dem Braten in etwas Stärke, am besten Speise- oder Maisstärke. Das nimmt eventuell verbliebene Flüssigkeit auf und lässt den Tofu beim Braten eine schöne Bräunung annehmen. Obendrein wird er dadurch so richtig knusprig!
  2. Unbedingt eine Pfanne mit Antihaftbeschichtung nehmen. Tofu brennt ganz gerne mal an. Das nervt dann nicht nur ungemein, es kann den Tofu dann außerdem beim Wenden zerrupfen und das Geschmackserlebnis negativ beeinflussen.
  3. Ausreichend Öl verwenden, auch wenn die Pfanne eine gute Beschichtung hat. Außerdem darauf achten, dass Sie auch das richtige Öl verwenden, denn nicht jedes Öl eignet sich für jeden Zweck. Es empfehlen sich hitzeresistente Öle wie Raps-, Sesam- und Erdnussöl. Und da sind wir auch schon beim nächsten Thema:
  4. Öl unbedingt richtig heiß werden lassen, bevor der Tofu in die Pfanne kommt. Scharf angebraten wird er außen kross und innen schön weich.
  5. Nach dem Braten kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen!
  6. Und – zu guter Letzt – nachwürzen! Gerne etwas von der verbliebenen Marinade auf den gebratenen Tofu träufeln. Das sorgt für das gewisse Etwas!

Mit diesen Tipps kann eigentlich gar nichts mehr schief gehen für den ultimativen Tofu-Genuss! Selbstverständlich müssen Sie den Tofu nicht zwangsläufig anbraten. Frittieren funktioniert auf einem ähnlichen Prinzip – mit mehr Öl.

Sie mögen ihn lieber gegrillt? Dann sollten Sie ihn unmittelbar zuvor mit einem hitzebeständigen Öl einpinseln, damit er nicht am Rost hängen bleibt.

Die Zubereitung im Ofen geht auch ohne Öl. Marinierten Tofu einfach bei 200 Grad auf ein Backblech setzen, 15 Minuten backen und wenden, dann nochmal 15 Minuten backen.

Fazit: Einige Tipps, großer Genuss

Die BILD der FRAU-Redaktion hat die Tipps höchstpersönlich getestet und kann voller Freude verkünden: Mit all den Ratschlägen wird der Tofu wirklich super kross und wirklich lecker. Wir werden Tofu nie wieder anders zubereiten! Probieren auch Sie es aus, es lohnt sich!

Viele weitere Ratgeber und tolle Rezepte rund um die vegane Ernährung finden Sie übrigens auf unserer Themenseite.

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