23.06.2020 - 18:47

Auf den Grund gegangen! Stimmt's oder nicht? 7 Mythen über Eier im Wahrheits-Check!

3 Mythen rund ums Ei – Was ist dran?

3 Mythen rund ums Ei – Was ist dran?

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Ob zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen: Eier landen hierzulande häufig auf dem Teller. Dabei ranken sich verschiedene Mythen rund ums Ei. Doch: Welche Behauptung ist bloß ein Mythos? Und welche stimmt?

Mal ehrlich: Ohne die große Vielfalt an Eier-Gerichten wäre der Speiseplan einfach nicht komplett. Laut einer Erhebung von Statista aßen die Deutschen im Jahr 2019 sage und schreibe 236 Eier pro Kopf. Und was gibt es nicht alles für Behauptungen rund ums Ei! Wir haben 7 klassische Mythen über Eier unter die Lupe genommen.

Mythen über Eier: 1. Bei Eiern besteht Salmonellengefahr

Ein besonders besorgniserregender Mythos rund ums Ei: Bei ihnen steht die Gefahr einer Salmonelleninfektion. Doch ist die Gefahr wirklich groß?

Nicht ganz – bei rohen bzw. halbrohen Eiern könnte es zu einer Salmonelleninfektion kommen. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit hierzulande laut Experten eher verschwindend gering. Nach 5 Minuten Kochzeit sind in der Regel aber alle Keime abgetötet. Bei alten Eiern sollten Sie sicherheitshalber 10 Minuten kochen.

2. Eier sind ungesund, weil sie viel Cholesterin enthalten

Lange Zeit wurde vom regelmäßigen Genuss von Eiern abgeraten, da sie viel Cholesterin enthalten. Dieses stand lange im Verdacht, Blutgefäße zu verstopfen und damit das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte zu vergrößern.

Nun, tatsächlich enthalten Eier eine große Menge an Cholesterin – dieses ist aber für den Cholesterinspiegel weniger gefährlich, als so lange angenommen wurde. Wenn dem Körper Cholesterin zugeführt wird, dann drosselt der Körper die eigene Cholesterinproduktion – zumindest im Normalfall. Eine Ausnahme besteht bei Menschen, bei denen dieser Vorgang nicht richtig funktioniert. Menschen mit einer Störung im Fettstoffwechsel oder erhöhten Cholesterinwerten, sollten daher ein wenig beim Konsum aufpassen.

Wie gesund bzw. ungesund Eier tatsächlich sind, können Sie auch hier nachlesen.

3. Eierschale essen ist gefährlich

Das dürfte den meisten schon einmal passiert sein: Beim Aufschlagen des Eis hat sich ein kleines Stückchen Schale selbständig gemacht und schwimmt nun in der Masse, die eigentlich mal ein Rührei werden sollte. Bemerkt man das, so kann man die Schale noch herausfummeln (Tipp: Das klappt am besten mit einem größeren Stück Eierschale). Manchmal bemerkt man den Fauxpas aber erst, wenn man sich eine Gabel des besagten Rühreis in den Mund schiebt, beißt und es knackt. Viele erschrecken dabei, denn: Es ist gefährlich, Eierschalen zu essen – oder etwa nicht?

Jein: Klar, ist das Schalen-Stück viel zu groß und unzerkaut, könnte es theoretisch zu einer Verletzung der Speiseröhre oder anderer Organe kommen. Ansonsten ist es aber nicht direkt gefährlich, was aber auch nicht heißen soll, dass man nun beherzt das Ei samt Schale verdrücken sollte. Wenn Sie versehentlich aber ein kleines Stück im Ei ausmachen, brauchen Sie sich keine Sorgen machen.

4. Eier gehören in den Kühlschrank

Aus der Einkaufstüte wandern Eier in der Regel ohne Umwege in den Kühlschrank, da sie es gekühlt lieber mögen. Aber stimmt das überhaupt?

Nein – frische Eier müssen nicht sofort in den Kühlschrank. Immerhin werden Sie auch im Supermarkt ungekühlt aufbewahrt. Ungekühlt halten sich Eier übrigens vier Wochen lang. Das liegt am Eiklar, das antibakterielle Stoffe enthält, die das Ei lange frisch halten. Allerdings gibt es hier auch ein ABER: Sie können Eier natürlich trotzdem im Kühlschrank aufbewahren, da sie auf diesem Wege bis zu viermal so lange frisch bleiben, wie bei Zimmertemperatur.

Wichtig: Waren die Eier einmal im Kühlschrank, muss man sie auch bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahren.

Wussten Sie, dass es einige Lebensmittel gibt, die absolut nichts im Kühlschrank zu suchen haben? Bei uns erfahren Sie mehr.

5. Kleine Eier stammen von kleinen Hühnern

Ein kleines Ei wurde sicher auch von einem kleinen Huhn gelegt, während ein großes Ei von einem großen Huhn stammt – so lautet ein weiterer gängiger Mythos.

Kann auch durchaus stimmen – aber auch nicht immer. Entscheidender als die Größe des Huhns sind eher das Alter und die Ernährungsweise des Tiers. Ein altes Huhn legt zum Beispiel größere Eier. Übrigens kann auch die Haltung des Huhns die Größe des gelegten Eis beeinflussen. Hühner mit wenig Platz legen oft kleinere Eier. XL- Eier sind meist sogar eine regelrechte Qual für Hühner.

Es gibt noch einen recht ähnlich gestrickten Mythos, der besagt: braune Eier stammen von braunen Hühnern ab. Auch das ist nicht wahr – wenn auch aus anderen Gründen. Die Eier-Farbe ist nicht abhängig von der Farbe des Huhns, sondern seiner Rasse. Außerdem spielt die Einlagerungsmenge von Farbpigmenten in der Schale eine Rolle, die wiederum genetisch bedingt ist.

6. Abgeschreckte Eier lassen sich besser pellen

Eins der bekanntesten unter den Mythen überhaupt besagt, dass sich ein gekochtes Ei viel besser schälen lässt, wenn man es nach dem Kochen mit kaltem Wasser abschreckt.

Jein. Durch das Abschrecken erhält das EI winzigste Risse, die manchmal dazu beitragen können, dass es sich besser schälen lässt. Entscheidender ist allerdings, wie frisch das Ei ist. Je frischer, desto schlechter lässt es sich pellen. Bei älteren Eiern hat sich zwischen Schale und der Eihaut mehr Luft gebildet, deshalb geht das Schälen leichter vonstatten.

7. Gekochte Eier drehen sich anders als rohe

Sie kochen gerne ein paar Eier mehr, als Sie tatsächlich brauchen? Dann landen diese vermutlich im Kühlschrank – und da kann es schnell mal zum Dilemma kommen. Welches der Eier ist nun roh und welches gekocht? Passend dazu kursiert ein Mythos, der besagt: gekochte Eier drehen sich anders als rohe.

Und es stimmt: Legen Sie mal ein Ei vor sich auf eine Arbeitsfläche oder eine Tischplatte. Schubsen Sie es ein wenig an, dass es ins Drehen kommt. Nun Ei kurz stoppen – ein rohes Ei wird sich dennoch weiterdrehen, während das gekochte Ei liegen bleibt. Rohe Eier drehen sich weiter, da sich der flüssige Inhalt noch in der Drehbewegung befindet. Ein rohes Ei dreht sich außerdem viel langsamer als ein gekochtes.

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Sie sehen: Manchmal steckt hinter einem hartnäckigen Mythos die Wahrheit – manchmal ist eine These hingegen längst überholt. Solche Mythen gibt es oft gerade im Bereich Kochen & Backen. Bei uns erfahren Sie außerdem mehr zu den 10 größten Irrtümern in der Küche.

Wenn Sie jetzt so richtig Appetit auf Eier bekommen haben, dann schauen Sie doch mal in unsere Bildergalerie. Dort haben wir tolle Rezepte für Sie zusammengestellt:

Alle weiteren Ratgeber und auch Rezepte mit Ei, darunter zum Beispiel auch Omeletts, finden Sie auf der entsprechenden Themenseite.

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