28.09.2018

Clevere Wärme 10 Tipps: So heizen Sie richtig im Winter

Beim Heizen gibt es einiges zu beachten. Wie sie richtig heizen und im Winter im Warmen sitzen, ohne am Ende eine horrende Nebenkostenabrechnung zu bekommen, erfahren Sie hier.

Foto: iStock/zvonko1959

Beim Heizen gibt es einiges zu beachten. Wie sie richtig heizen und im Winter im Warmen sitzen, ohne am Ende eine horrende Nebenkostenabrechnung zu bekommen, erfahren Sie hier.

Richtig zu heizen ist gar nicht so schwer. Mit welchen Tricks Sie bei den kalten Temperaturen richtig sparen können und wie Sie am effektivsten heizen, erfahren Sie hier.

Der Herbst ist bereits da und auch der Winter rückt immer näher. Nach der langen Sommerpause bekommen nun auch die Heizungen endlich wieder eine Aufgabe.

Durchschnittlich werden in deutschen Haushalten 70 Prozent des jährlichen Energiebedarfs für Wärme und Warmwasser genutzt und das zeichnet sich auch im Portemonnaie ab. Wie der Energieverbrauch und somit auch die Kosten gesenkt werden können, indem Sie richtig heizen, verraten wir Ihnen jetzt.

1. Richtig heizen: Ab wann?

Für Frostbeulen kann die Heizung gar nicht schnell genug angehen, doch ab welchem Zeitpunkt ist es wirklich nötig die Heizung wieder anzustellen?

Pauschal gibt es dafür keine Antwort, denn das ist natürlich abhängig von der Region, dem Wetter und dem persönlichen Empfinden. Typischerweise wird die Heizung in deutschen Haushalten ab Anfang Oktober angeschaltet und spätestens Ende April wieder abgeschaltet.

Somit liegt die Lösung auch auf der Hand – wer Strom sparen will, beginnt später zu heizen und hört auch früher damit auf.

Wenn Sie erst spät heizen wollen, aber schon zum Frieren neigen: Zum Glück kann nicht nur die Heizung Sie im Winter warmhalten, denn diese Lebensmittel wärmen den Körper von innen .

2. Im Schlaf sparen

Je nach Vorlieben wird die Heizung oft auch in der Nacht auf voller Stärke gelassen, allerdings kann vor allem in dieser Zeit reichlich Energie und Geld gespart werden. Dazu sollte die Heizung kurz vor dem Schlafengehen aus- oder zumindest auf die niedrigste Stufe gestellt werden. Und wer nicht stundenlang wach liegt, bekommt von der Temperaturregulierung gar nichts mit.

Wem das jeden Abend zu viel Aufwand ist, bei dem kann mit einer elektrischen Schaltuhr Abhilfe geschaffen werden. Diese schaltet die Heizung je nach Einstellung aus und senkt somit den Energieverbrauch automatisch.

Übrigens liegt die optimale Raumtemperatur für den besten Schlaf sowieso bei nur 15 bis 18 °C. Höher als 20 °C sollte sie laut Expertenmeinungen nicht sein. Natürlich zählt das eigene Empfinden aber vor allem. So schlafen wir am besten, wenn wir weder schwitzen noch frieren. Logisch.

3. Rollläden runter

Damit die warme Luft des Tages nach dem Ausschalten am Abend im Raum bleibt, ist es wichtig die Wärme nicht entweichen zu lassen. Hierzu sollten Rollläden runtergelassen und Fensterläden geschlossen werden.

Dadurch kann der Wärmeverlust im Winter um bis zu 20 Prozent reduziert werden. Auch Jalousien und Vorhänge können einen Teil dazu beitragen den Wärmeverlust zu reduzieren.

4. Fenster und Türen abdichten

Die Heizung kann noch so hoch eingestellt sein, wenn die Dichtungen an Fenstern und Türen veraltet sind, wird es nicht warm bzw. direkt wieder kalt. Dann ist richtig heizen quasi unmöglich. Werden die Fenster- und Türrahmen porös und undicht, entflieht die Wärme des Raums direkt nach draußen.

Wenn es soweit kommt, muss jedoch nicht gleich der Handwerker gerufen werden. Unser Tipp: Mit Schaumstoff- oder Gummidichtungsband können Fenster und Türen ruckzuck winterfest gemacht werden.

5. Achtung: Schimmel

Wenn die Heizungen in den Haushalten wieder eingeschaltet werden, kommt es häufig auch zu Schimmel. Doch warum hängt das eine mit dem anderen zusammen und was kann dagegen getan werden?

Täglich wird in den eigenen vier Wänden eine ganze Menge Wasserdampf produziert. Das passiert zum Beispiel während des Duschens, Kochens oder Waschens. Durch diesen Wasserdampf steigt die Luftfeuchtigkeit, welche sich anschließend in den Wänden ansammelt. Die Folge: Schimmel. Ist dieser bereits da und lässt sich nicht mehr einfach abwischen, muss in den meisten Fällen der Vermieter den Schimmel beseitigen.

Um dem Schimmel trotzdem vorzubeugen, sollten Sie darauf achten, dass die Luftfeuchtigkeit abziehen kann und das geschieht am besten durch regelmäßiges Lüften. Aber wie wird im Winter richtig gelüftet?

6. Dauerkippen oder Stoßlüften?

Sollen die Fenster nun kurz komplett aufgerissen oder immer wieder angeklappt werden? – Zum Thema lüften im Winter hat jeder seine eigene Meinung.

Unsere Lösung heißt Stoßlüften – also Fenster richtig aufreißen. Denn durch regelmäßigen Durchzug entsteht ein ordentlicher Luftaustausch, welcher durch angeklappte Fenster nicht erreicht werden kann.

7. Heizkörper frei lassen

Es ist sehr praktisch seine Kleidung auf der Heizung zu trocknen, wenn es schnell gehen soll. Richtig heizen ist so jedoch nicht möglich. Durch Kleidung, Vorhänge oder Möbel wird die Heizung blockiert und die Wärme kann sich somit nicht im gesamten Raum verteilen.

Wer also effektiv heizen möchte, sollte darauf achten seine Heizkörper freizuhalten, damit die warme Luft ausströmen kann.

8. Nicht zu warm und nicht zu kalt

Wer tagelang nicht heizt, um Geld zu sparen, macht einen Fehler. Denn je länger es in den eigenen vier Wänden kalt ist, desto schwerer und mühsamer wird es, Räume wieder zu beheizen. Sinkt die Temperatur unter zwölf Grad, so dauert es viel länger den Raum wieder aufzuwärmen. Durch das lange Heizen wird wieder mehr Energie verbraucht und das zeigt sich später auch im Geldbeutel.

Als Richtwert gelten 15 Grad – die Temperatur sollte nicht deutlich unter diesen Wert fallen, denn auch das könnte zu Schimmel führen.

9. Gute Dämmung

Ein gut gedämmtes Zuhause ist das A und O, denn so wird im Sommer die Hitze und im Winter die Kälte draußen gehalten. Vor allem Altbauten verlieren bis zu 40 Prozent der Wärme über die Außenwand. Dieses Problem kann jedoch ohne eine aufwendige Haussanierung gelöst werden.

Durch das anbringen von Dämmmaterial an den Zimmerwänden kann der Wärmeverlust durch die Außenwand reduziert werden. Das Material kann ganz einfach im Baumarkt erworben und anschließend hinter dem Heizkörper angebracht werden.

10. Heizung entlüften

Wird die Heizung angemacht, beginnt sie zu gluckern – aber normal ist das nicht. Denn hinter dem nervigen Geräusch verbirgt sich wahrscheinlich Luft im Heizungssystem und das kann zu der Verminderung der Heizleistung führen.

Die Lösung liegt auf der Hand – die Luft muss aus dem Heizkörper raus, um die Heizleistung zu steigern. Das beseitigt auch gleich das nervige Geräusch. Die Heizung selbstständig zu entlüften ist gar nicht so schwer. Hierzu werden im Internet viele Anleitungen angeboten. Sind Sie sich dabei trotzdem nicht sicher, bitten Sie lieber einen Profi um Hilfe.

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Nur Geld sparen beim Heizen reicht nicht? Wir haben für Sie noch weitere zehn Tipps, wie Sie im Alltag am besten Geld sparen können.

Mehr Tipps für den Alltag finden Sie auf unserer Themenseite Haushaltstipps.

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