Aktualisiert: 28.02.2021 - 21:20

Feuer, Erde, Luft und Wasser Astrologie: Darauf geht die Vier-Elemente-Lehre zurück

Von

sk

Die vier Elemente und die drei Qualitäten helfen, die Tierkreiszeichen noch besser zu beschreiben. Sie werden mit der Persönlichkeit in Verbindung gebracht.

Foto: Getty Images [M]

Die vier Elemente und die drei Qualitäten helfen, die Tierkreiszeichen noch besser zu beschreiben. Sie werden mit der Persönlichkeit in Verbindung gebracht.

Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft haben in der Astrologie für die Persönlichkeit der Tierkreiszeichen eine große Bedeutung. Das geht auch aus ihrer Geschichte hervor.

Astro-Fans kennen ihr Tierkreiszeichen, also das Zeichen, in dem die Sonne zum Zeitpunkt der Geburt steht. Einige kennen darüber hinaus ihren Aszendenten, der in der Radix dem Sonnenzeichen direkt gegenüber liegt. Zu welchem Element das eigene Zeichen gehört, ist schon kein selbstverständliches Wissen mehr – und schon gar nicht das Wissen um den Hintergrund. Wir verraten Ihnen, worauf die Vier-Elemente-Lehre zurückgeht und welche Bedeutung sie für die Astrologie hat.

Die Entstehung der Vier-Elemente-Lehre in der Antike

Die Vier-Elemente-Lehre geht auf den antiken, griechischen Philosophen und Naturforscher Empedokles (483 bis 423 v. Chr.) zurück. Als Naturphilosoph setzte er sich vor allem mit der Frage auseinander, wie die Welt und der Kosmos entstanden sind und woraus sie bestehen. Der griechische Philosoph Thales, der 100 Jahre vor Empedokles lebte, hatte noch behauptet, dass die Erde als Scheibe auf Wasser schwimme und alles Sein aus dem Element Wasser hervorginge.

Empedokles' Theorie zufolge, liegt allem Sein ein Mischungsverhältnis der vier Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer zugrunde. Zu seiner Zeit wurde jedoch noch nicht von Elementen gesprochen, sondern von "Essenzen" bzw. "Wurzelkräften". Mithilfe dieser vier Elemente versuchten die Menschen die Welt zu erklären. Allerdings gab es immer auch eine fünfte Essenz, die "quinta essentia" oder "Äther", die (meta-)kosmisch verstanden wurde.

Die Wurzelkräfte folgen den Prinzipien des Festen, Flüssigen, Gasförmigen und glühend Verzehrenden, die heute im weitesten Sinne den Aggregratzuständen entsprechen. Sie sind Träger des Seins und aus ihnen besteht der gesamte Kosmos. Ferner sind die Urstoffe nach Empedokles unveränderlich und können sich nicht ineinander umwandeln.

Den Kern seiner Weltdeutung bildet das Konzept eines ewigen Kreislaufs. Die Urstoffe liegen in einem bestimmten Mischungsverhältnis vor, wobei sie gleichrangig sind und eine konstante Gesamtmasse aufweisen. Vom Menschen wahrgenommene Veränderungen führt Empedokles auf den Positionswechsel kleinerer Stoffteilchen zurück. Damit war er der Erste, der das Konzept des Aufbaus der gesamten physischen Welt auf einer beschränkten Zahl von stabilen Elementen in die Naturphilosophie einführte.

In den folgenden Jahrhunderten entwickelten andere Philosophen die Vier-Elemente-Lehre weiter. Platon stellte die Elemente in einem Kreislauf dar und ordnete ihnen Körper zu (Feuer/Tetraeder, Erde/Würfel, Luft/Oktaeder, Wasser/Ikosaeder). Aristoteles ordnete sie nach den Eigenschaften (Primärqualitäten) warm/kalt und trocken/feucht. Und Hippokrates unterteilte die Menschen in vier Menschentypen: Sanguiniker, Choleriker, Phlegmatiker und Melancholiker. Entsprechungen der Aufteilungen finden wir zum Beispiel auch in den vier Jahreszeiten oder vier Himmelsrichtungen.

Die Vier-Elemente-Lehre
Die Vier-Elemente-Lehre

Vier-Elemente-Lehre in der Astrologie

Während das Konzept der vier Elemente in der Chemie im 17. Jh. vom Periodensystem von Robert Boyle abgelöst wurde, hatte und hat sie in der Astrologie weiter Bestand.

Bis heute wird jedes der zwölf Tierkreiszeichen einem Element und seinen Eigenschaften zugeordnet. Damit ergibt sich für jedes Element ein Trio von Zeichen:

  • Feuer (Choleriker): Widder, Löwe, Schütze
  • Erde (Phlegmatiker): Stier, Jungfrau, Steinbock
  • Luft (Sanguiniker): Zwillinge, Waage, Wassermann
  • Wasser (Melancholiker): Krebs, Skorpion, Fische

Unterschiedliche Qualitäten der Elemente

Doch es ist nicht nur von Bedeutung, welchem Element das Tierkreiszeichen zugeordnet ist. Innerhalb eines Elementes wird den jeweiligen Zeichen eine sogenannte "Qualität" zugeordnet: kardinal, fix oder veränderlich. Damit werden die Elemente unterteilt und die Tierkreiszeichen innerhalb der Elemente-Gruppe voneinander unterschieden.

Der Tierkreis unterteilt sich in vier Quadraten. Der erste Quadrant beginnt auf neun Uhr mit dem Tierkreiszeichen Widder. Dann läuft man gegen den Uhrzeigersinn weiter zum zweiten Quadranten, der auf sechs Uhr mit dem Krebs beginnt. Der dritte Quadrant beginnt auf drei Uhr mit der Waage und der vierte bei zwölf Uhr mit dem Steinbock.

Am Anfang eines jeden Quadranten steht die kardinale Qualität. Mit den kardinalen Qualitäten, die am Anfang jedes Quadranten liegen, beginnen auch die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Zu den kardinalen Tierkreiszeichen, die gleichzeitig eine neue Jahreszeit einleiten, gehören Widder (1. Quadrant), Krebs (2.), Waage (3.) und Steinbock (4.). Grundsätzlich gilt, dass sie Impulse geben, etwas in Gang bringen und nach vorn schreiten. Ihre typischen Elemente-Merkmale zeigen und leben sie in ihrer vollen Kraft. Allerdings tun sie sich schwer damit, das Erreichte zu sichern.

Das ist eher die Stärke der fixen Qualität. Diese haben Tierkreiszeichen, die im Quadranten an zweiter Stelle liegen und damit den Höhepunkt der Jahreszeit markieren. Das sind: Stier (1. Quadrant), Löwe (2.), Skorpion (3.) und Wassermann (4.). Sie stehen für eine Phase der Konsolidierung, der Sicherung und Stabilisierung des Erreichten für sich selbst. Sie fühlen sich an dem Punkt am wohlsten, wo sie gerade sind. Da sie die Dinge bewahren wollen, sind sie nur bedingt bereit, sich zu bewegen.

Die jeweils letzten Zeichen in den vier Quadranten sind die veränderlichen/beweglichen Qualitäten. Das sind: Zwillinge (1. Quadrant), Jungfrau (2.), Schütze (3.) und Fische (4.). Sie können gut Übergänge schaffen und leiten von einem Zustand in den anderen über. Hinter ihrem Handeln steht immer auch die Frage danach, was wir daraus lernen können.

Lesen Sie morgen in Teil zwei der Elemente-Serie: Wie zeigt sich Ihr Element in Verbindung mit der Qualität in Ihrer Persönlichkeit?

_________________________

Genau wie die astrologischen Begriffe der Qualitäten, ist auch die Bedeutung des Deszendenten vielen Menschen nur wenig oder gar nicht bekannt. Das Tierkreiszeichen, das im Moment der Geburt am östlichen Horizont zu sehen ist, gibt den Aszendenten an. Ihm gegenüber liegt der Deszendent, der am westlichen Horizont untergeht. Hier erfahren Sie, was der Deszendent für Sie bedeutet.

Astrologie war lange Zeit eine anerkannte Wissenschaft und fasziniert die Menschen bis heute. Wir verraten drei gute Gründe, warum Sie Horoskope lesen sollten.

Weitere spannende Beiträge zu den Tierkreiszeichen finden Sie auch auf unserer Themenseite!

Astrologie Videos

Astrologie Videos

Neues von den Sternen und allen Tierkreiszeichen

Beschreibung anzeigen
Eine Webseite der FUNKE Mediengruppe