23.02.2018

Der Zukunft in die Karten sehn Liebestarot: Wie geht das Kartenlegen und hilft es?

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Wie stehen die Chancen in der Liebe? Wie sieht es mit Beziehung und Partnerschaft aus? Viele Menschen befragen dazu die Karten des Liebestarots.

Foto: iStock/gmnicholas

Wie stehen die Chancen in der Liebe? Wie sieht es mit Beziehung und Partnerschaft aus? Viele Menschen befragen dazu die Karten des Liebestarots.

Liebestarot soll in der Beziehung und Herzensangelegenheiten den rechten Weg weisen. Aber wie werden die Tarotkarten gelegt? Und was steckt genau dahinter? Wir erklären, was es damit auf sich hat.

Tarot – schon der Name klingt geheimnisumwittert und mystisch. Seit mehreren hundert Jahren vertrauen Anhänger auf die Wahrsagekraft der Karten mit den rätselhaften Symbolen. Sie sollen Antwort auf die drängendsten Fragen des Lebens geben: Liebt mein Partner mich wirklich, ist er treu oder sollte ich doch lieber mit einem anderen Partner mein Glück suchen? Das Liebestarot nimmt dabei eine besondere Stellung ein. Aber was steckt genau hinter den mysteriösen Karten?

Liebestarot: Die Ursprünge

Vieles liegt bei der Geschichte des Tarots im Dunkeln. Das geht schon bei dem aus dem Französischen stammenden Namen los. Womöglich geht er auf das italienische Wort für „Trumpf“ zurück. Anderen Theorien zufolge leitet sich „Tarot“ vom französischen „Tares“ ab. Damit wurden die kleinen Punkte oder Löcher benannt, die früher den Rand von Spielkarten zierten.

Auch die Ursprünge der Wahrsagekarten sind umstritten. Einer Legende nach soll Tarot schon vor Tausenden von Jahren im alten Ägypten praktiziert worden sein. Die klassischen Spielkarten sind in Europa hingegen erst seit dem Ende des Mittelalters bekannt. Die ersten Tarotkarten gelangten womöglich aus dem islamischen Raum zu uns.

Liebestarot: Die Grundlagen

Unter den Tarot-Decks beziehungsweise Tarot-Sets gibt es eine Vielzahl von Ausführungen. Sie unterscheiden sich unter anderem in der künstlerischen Gestaltung der Symbole. Einige beziehen sich auf die vermeintlich ägyptische Herkunft, andere verweisen auf die jüdische Zahlenmystik „Kabbala“ oder auf keltische Bräuche.

Ein Satz Tarotkarten besteht aus 78 Spielkarten. Diese werden unterteilt in:

  • Die großen Arkana = 22 Trümpfe
  • Die kleinen Arkana = 56 Farbkarten (10 Zahlen und 4 Bildkarten in jeweils 4 „Farben“)

Die großen Arkana

Die großen Arkana sind die wohl bekanntesten Karten im Tarot. Sie zeigen verschiedene Archetypen oder Symbole, denen bestimmte Eigenschaften zugesprochen werden. Dies sind einige der bekanntesten Trumpfkarten und ihre Bedeutung:

  • Der Narr = Unwissenheit, Unbekümmertheit
  • Der Magier = Selbstvertrauen, Willensstärke, Überheblichkeit
  • Die Hohepriesterin = das Göttliche, Offenbarung, Intuition
  • Die Liebenden = Beziehungen
  • Der Turm, „Elfenbeinturm“ = zu starre Vorstellungen

Die kleinen Arkana

Die kleinen Arkana sind im Tarot mit eigenen „Farben“ versehen. Anstatt von Kreuz, Herz, Pik und Karo gibt es Stäbe, Kelche, Schwerter und Münzen. Den Zahlkarten werden entweder eigene Bedeutungen zugewiesen oder ihre Symbolkraft beruht auf der angeblichen Bedeutung ihrer Zahl. Neben den Zahlkarten (inklusive Ass) gibt es jeweils vier Hofkarten: Königin, König, Ritter, Bube.

Liebestarot: Legesysteme

Beim Tarot wird nicht einfach nur die oberste Karte des Stapels gezogen und ihre Bedeutung auf die jeweilige Lebensfrage angewendet. Stattdessen gibt es unterschiedliche Legesysteme mit verschiedenen Zahlen von Karten. Je nachdem, auf welcher Position eine bestimmte Karte landet, wird ihre Bedeutung unterschiedlich gewertet.

Drei Karten nebeneinander

Beim simpelsten Legesystem werden einfach drei Tarotkarten nebeneinander auf den Tisch gelegt. Im Liebestarot kann die erste Karte (links außen) stellvertretend für Sie selbst stehen. Die zweite Karte symbolisiert den Partner, die dritte die Umwelt beziehungsweise äußere Faktoren der Beziehung. Bei einer konkreten Fragestellung (etwa „Soll ich meine Beziehung beenden?“) kann die Aussagekraft der Tarotkarten so zugeordnet werden:

  1. Was spricht dafür?
  2. Was spricht dagegen?
  3. Was geschieht, wenn ich es tue?

Das Liebesorakel

Speziell auf Herzensangelegenheiten ausgerichtet ist das sogenannte „Liebesorakel“. Vier Karten werden in der beliebten Form des Kreuzes angeordnet. Die Karten werden von links beginnend im Uhrzeigersinn gelesen.

  1. Die Frage
  2. Eigene Beweggründe
  3. Haltung des Partners
  4. Der Ratschlag

Die H-Form

Wer in einer Sitzung sehr viele Einzelaspekte beantwortet haben möchte, kann auch sieben oder sogar zehn Karten legen. Möglich ist etwa eine H-Form mit jeweils drei Karten auf jeder Seite und einer in der Mitte. Diese zentrale Karte beschreibt das aktuelle Thema oder Problem der Beziehung. Die linken Karten stehen (von oben nach unten gelesen) für diese Fragen:

  1. Welche Rolle spiele ich bei dem Thema/Problem?
  2. Was denke ich darüber?
  3. Was fühle ich?

Die rechte Spalte repräsentiert jeweils dieselben Fragen aus Sicht des Partners.

Die meisten Anhänger sehen im Tarot bzw. Liebestarot weniger eine konkrete Weissagung künftiger Ereignisse, sondern verstehen die Karten vielmehr als Entscheidungshilfen. Die Symbole und ihre Interpretation können Gedanken oder Schlussfolgerungen anstoßen, die womöglich klammheimlich schon länger in Ihnen geschlummert haben.

Und was sagen die Sterne zur Liebe? Lesen Sie hier alles rund ums Thema Horoskope und Sternzeichen.

Sie wollen sich nicht so sehr auf das Kartenlegen verlassen und lieber handfeste Beziehungstipps? Dann sehen Sie sich mal auf unserer Themenseite dazu um.

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