Aktualisiert: 25.05.2021 - 08:35

Kalenderwochen 21 und 22 So viel Impfstoff bekommen die Arztpraxen diese Woche

Pflaster drauf: Damit können ab Juni noch einmal mehr Menschen rechnen, die sich bei ihrem Hausarzt gegen Covid-19 impfen lassen wollen. Hier gibt's eine Übersicht über die Impfungen in den Arztpraxen.

Foto: Getty Images/Jasmin Merdan

Pflaster drauf: Damit können ab Juni noch einmal mehr Menschen rechnen, die sich bei ihrem Hausarzt gegen Covid-19 impfen lassen wollen. Hier gibt's eine Übersicht über die Impfungen in den Arztpraxen.

Wie ist die Impfstoff-Lage in den Arztpraxen derzeit? Für diese Woche sind Termine bereits vergeben, für kommende Woche können Impfwillige sich im Laufe dieser Woche teilweise noch anmelden. Klar ist schon jetzt: Ab KW 22 wird die Zahl der Impfstoff-Dosen für die Arztpraxen ansteigen. Ein Impfstoff kommt allerdings später...

Es geht voran mit den Impfungen – und doch warten noch viele, viele Menschen auf den Piks. Immerhin: Seit einiger Zeit dürfen Hausärzte mitimpfen, was den Impfverlauf stark erhöht hat. Die wöchentlich gelieferten Impfdosen sind allerdings beschränkt. Wer bekommt wie viel, welche Impfstoffe stehen für diese und kommende Woche bereit? So ist die aktuelle Lage rund um die wöchentlichen Covid-Impfungen bei den Hausärzten.

Wöchentlicher Überblick: Covid-Impfungen beim Hausarzt ziehen an

Schön zu sehen ist, dass es seit Beginn der Corona-Impfungen beim Hausarzt wesentlich schneller vorwärts geht. Bis einschließlich 21. Mai haben mehr als 33 Millionen Menschen in Deutschland mindestens eine Impfdosis erhalten. Das entspricht 39,7 Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Den vollständigen Impfschutz, der bei den Impfstoffen Comirnaty von Biontech und Pfizer, Vaxzevria von AstraZeneca und dem Impfstoff von Moderna zwei Impfdosen umfasst, beim Vakzin von Johnson & Johnson nur eine, haben mehr als 11,3 Millionen Bundesbürger erhalten – also 13,6 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Und es geht weiter in hohem Tempo. 3,2 Millionen Impfstoffdosen gegen Covid-19 sollen in der kommenden Woche in den Arztpraxen landen. In dieser Woche sind es noch 2,7 Millionen, darunter erstmals der Ein-Dosis-Impfstoff Janssen Vaccine von Johnson & Johnson.

Nachdem die Vektor-Impfstoffe Vaxzevria und Janssen Vaccine bereits von der Impfreihenfolge ausgenommen sind, dürfen Arztpraxen nun in Bayern, Baden-Württemberg und neu in Berlin und Sachsen alle Impfstoffe ohne Blick auf die Priorisierung verwenden. Das bedeutet, impfende Ärztinnen und Ärzte können nun zunehmend selbst entscheiden, was wem verimpft wird.

Kalenderwoche 21: So viel Impfstoff gibt's diese Woche

Ein paar Wochen nach Ankündigung ist er nun endlich in den Arztpraxen angekommen: Janssen Vaccine von Johnson & Johnson benötigt nur eine Impfdosis statt der zwei, die bei den anderen drei notzugelassenen Impfstoffen für die Grundimmunisierung nötig sind.

Insgesamt haben die Arztpraxen für die Woche vom 25. bis 28. Mai 1,6 Millionen Impfdosen Comirnaty, rund 540.000 Dosen Janssen sowie 600.000 Dosen Vaxzevria zur Verfügung gestellt bekommen.

Neu ist, dass Jannsen ohne Obergrenze bestellt werden darf – allerdings ist die Nachfrage höher als die Liefermenge, weshalb dennoch aufgeteilt wird. So ging man vergangene Woche davon aus, dass zwei bis drei Vials mit fünf Impfdosen in den Praxen landen. Für Vaxzevria wurde die Obergrenze bei den Bestellungen bereits aufgehoben, der Ansturm ist jedoch so hoch, dass derzeit nur ein bis zwei Vials pro Praxis vergeben werden können.

Da aktuell Zweitimpfungen in den Fokus rücken, wird die Liefermenge für Comirnaty nun aufgeteilt: Zwei Vials mit insgesamt 12 Dosen sind nun weiter für Erstimpfungen vorgesehen, während es für die Zweitimpfungen keine Obergrenze gibt. Die Praxen sollen dafür allerdings nur die Zahl bestellen, die tatsächlich für die Zweitimpfungen notwendig ist. Das entspricht der Zahl der Erstimpfungen in der Woche vom 12. bis 18. April, wenn von einem Abstand von sechs Wochen ausgegangen wird.

Kalenderwoche 22: So viel Impfstoff ist angekündigt

In der ersten Juniwoche waren ursprünglich fast 5 Millionen Impfdosen angekündigt. Letztendlich sollen es für Haus- und Fachärzte nun 3,2 Millionen Dosen sein. 2,2 Millionen Impfdosen Comirnaty wird es geben, von denen der Hauptteil erneut in Zweitimpfungen fließen dürfte. Vier Vials mit insgesamt 24 Impfdosen dürfen es für Erstimpfungen sein. Ursprünglich waren 3,3 Millionen Dosen des deutsch-amerikanischen Impfstoffes angekündigt, berichtet die Pharmazeutische Zeitung.

Den zweitgrößten Teil wird voraussichtlich Johnson & Johnson mit 720.000 Dosen Janssen Vaccine ausmachen. Das dürfte bei gleichbleibender Ärztezahl etwa fünf Vials mit insgesamt 25 Dosen entsprechen. Einschränkungen gibt es währenddessen erneut bei AstraZeneca: Aufgrund verzögerter Freigaben sollen die angekündigten 300.000 Impfdosen erst Mitte der Woche in den Praxen ankommen.

Bestellen müssen die impfenden Haus- und Fachärzte die Impfdosen für die kommende Woche immer bis Dienstag 12 Uhr. Das funktioniert über ein Rezept an die Apotheke, auf dem Impfstoffnamen und Anzahl der Dosen vermerkt sind.

Nachgefragt - Wie funktionieren eigentlich Impfungen?
Nachgefragt - Wie funktionieren eigentlich Impfungen?

So soll es nun weitergehen

Nachdem nun einige Länder den Vorstoß gemacht haben, soll ab 7. Juni im gesamten Bundesgebiet die Priorisierung fallen. Ab dann kann sich jeder Impfwillige für eine Impfung anmelden. Aufgrund der beschränkten Mengen pro Woche werden viele dennoch noch einige Wochen auf ihren Impftermin warten müssen.

Ab der Woche vom 7. Juni sollen dann auch Betriebsärzte in die Corona-Impfungen mit einbezogen werden. Die Hausarztpraxen dürfen im Juni pro Woche mit mehr als 3 Millionen Impfdosen rechnen. Die Impfzentren erhalten im Juni pro Woche weiterhin mehr als 2 Millionen Dosen – so der Plan.

Bis Ende des zweiten Quartals erwartet Deutschland immerhin mehr Impfstoff von Biontech und Pfizer als zuvor geplant. 9 Millionen Impfdosen mehr sollen es sein. Eingeplant sind dann über 40 Millionen Impfdosen. Damit steigt die geplante Liefermenge für das zweite Quartal 2021 auf 77,1 Millionen Impfdosen. In Q3 folgen dann noch einmal 126,6 Millionen Impdosen, in Q4 weitere 100,2 Millionen Impfdosen – sofern alle Lieferungen klappen und die noch nicht zugelassenen Impfstoffe von Curevac und Sanofi/GSK wie angekündigt kommen. Eine Übersicht von Statista zur Impfstoff-Lieferprognose gibt's hier.

Mehr Infos zu Impfungen, etwa welche Inhaltsstoffe in den Covid-Impfstoffen stecken, außerdem Neues zum Coronavirus lesen Sie auf unseren Themenseiten. Weiteres gefällig?

Hier finden Sie das Impfdashboard der Bundesregierung mit allen aktuellen Zahlen.

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