Aktualisiert: 03.04.2021 - 13:11

Neues im Kampf gegen die Pandemie Corona-Warn-App-Update: Schnelltests eintragen, Besuche tracken

Schnellere Meldungen über die Corona-Warn-App sollen mit den nächsten Updates möglich sein: mithilfe von Schnelltests und mit QR-Code-Tracking.

Foto: Getty Images/fermate

Schnellere Meldungen über die Corona-Warn-App sollen mit den nächsten Updates möglich sein: mithilfe von Schnelltests und mit QR-Code-Tracking.

Während alle Welt über die Luca App spricht, wird auch das ursprüngliche digitale Mittel zur Pandemieeindämmung weiterentwickelt: Die Corona-Warn-App bekommt zwei große Updates. Und mit einem davon hatte man eigentlich schon sehr, sehr lange gerechnet.

Stellen Sie sich einmal vor, Sie hätten eine App, die Sie zuverlässig warnt, sollten Sie in Restaurants und Co mit einem Covid-Infizierten Kontakt gehabt haben. Und zwar immer. Stellen Sie sich vor, es gäbe eine App, in der Sie selbst andere warnen können, selbst wenn Sie nur einen Schnelltest gemacht haben. Diese App gibt's eigentlich schon lange. Die genannten Features aber kann sie erst ab demnächst: Die Corona-Warn-App bekommt zwei Updates für Schnelltests und Events.

Corona-Warn-App: Zwei Updates im April

Dass es mit der App der Bundesregierung etwas, nun ja, schleppend vorangeht, ist ja mittlerweile hinlänglich bekannt. Dennoch wird sie noch genutzt – und soll am besten auch wieder auf mehr Smartphones in Deutschland landen. Aus diesem Grund wird sie regelmäßig aufgefrischt und mit neuen Features versorgt. Gleich zwei davon kommen im April. Das erste hätten wir uns eigentlich schon vergangenen Sommer gewünscht.

Update 1: Die Event-Funktion kommt – endlich

Sicherlich haben Sie kürzlich von der Luca App gehört. Die von der Kulturbranche zusammen mit einem Startup entwickelte App soll es möglich machen, sich über einen QR-Code in Restaurants, später irgendwann auch mal bei Events oder einfach Freunden anzumelden. Gibt später eine anwesende Person in der App an, mit dem Coronavirus infiziert zu sein, meldet sich die App via Schnittstelle über das Gesundheitsamt bei allen, die mit der Person an den entsprechenden Orten Kontakt hatten.

Die Corona-Warn-App kann das bald auch. Und eigentlich war das auch einer der Bestandteile, die man sich vergangenen Sommer – wir erinnern uns an Zettelwirtschaften im Biergarten – längst hätte vorstellen können. Nun soll die sogenannte "Event-Funktion" Mitte April eingeführt werden. Besucher von Restaurants oder Veranstaltungen können dann die Kontaktverfolgung geradezu revolutionieren. Wenn es denn irgendwann wieder offene Restaurants und vor allem Veranstaltungen gibt.

Funktionieren soll das übrigens wie auch die Luca App und ähnliche Lösungen mithilfe der Schnittstelle Sormas, mit der nun, über ein Jahr nach Beginn der Pandemie, endlich alle Gesundheitsämter Deutschlands ausgestattet werden sollen.

Update 2: Positiver Schnelltest? Ab in die App damit

Das war es aber noch längst nicht für April. Bislang funktionierte die App ja so, dass man das Ergebnis eines positiven PCR-Tests melden konnte und die App anschließend alle warnte, die in den vergangenen zwei Wochen eine gewisse Zeit im Umkreis des Infizierten verweilt haben. Genau das soll nun auf Schnelltests ausgeweitet werden.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Schnelltest-Ergebnisse sind viel schneller da, Kontakte können also wesentlich schneller gewarnt werden. Und was, wenn der Schnelltest falsch liegt? Nun, dann gilt das Prinzip: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Zwei Haken gibt es allerdings: Das Ganze funktioniert erst ab Ende April. Und nicht mit jedem Schnelltest – zumindest vorerst nicht. Zu den Partnern gehören erst einmal die Schnelltests, die über den Deutschen Apothekenverband gemacht werden sowie die von den Drogerieketten dm und Budni, von Doctorbox und Galeria Karstadt Kaufhof. Weitere sollen aber folgen, zitiert das Ärzteblatt Regierungssprecher Steffen Seibert bei der Vorstellung der Updates.

Voraussetzung dafür sei es übrigens, dass ein Schnelltest nach dem Vier-Augen-Prinzip durchgeführt wurde, und zwar "von geschultem und autorisiertem Personal", heißt es in der Pressemeldung zum Update.

Die letzten Updates der Corona-Warn-App umfassten übrigens ein Kontakttagebuch und eine Anzeige der Pandemie-Kennzahlen. Wer die Corona-Warn-App öffnet, bekommt seit Januar täglich die aktuellen Zahlen angezeigt, die das Robert-Koch-Institut (RKI) ermittelt.

Ob nun Corona-Warn-App, Luca App oder eine andere Lösung: Vielleicht wird das ja doch noch was, mithilfe der Technik ein wenig mehr im Kampf gegen das Coronavirus zu unternehmen...

Im Kampf gegen die Pandemie: Neben der Corona-Warn-App gibt es noch DIESE Anwendungen

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