21.03.2016

Zu zweit in einem Körper Wie Schwangerschaft Ihren Körper fordert

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Foto: ©istock /g-stockstudio

Kein Ereignis prägt das Leben einer Frau so sehr, wie die Schwangerschaft und die Geburt eines Kindes. Vor allem der Körper wird hier beansprucht.

Obwohl der weibliche Körper alle notwendigen Voraussetzungen für die Lebensphase der Schwangerschaft mitbringt, stellen sich in diesen Monaten kleine und größere Beschwerden ein. Doch sie sind zeitbegrenzt und wenn Sie sich darauf vorbereiten, lassen sie sich in ihren Auswirkungen mildern.

Viele werdende Mütter leiden in den ersten drei Monaten unter Morgenübelkeit. Die Umstellung auf die Versorgung eines zweiten Lebewesens im eigenen Körper bringt alles durcheinander. Übelkeitsgefühle überraschen Sie plötzlich beim Aufwachen, bei bestimmten Gerüchen und in den ungeeignetsten Momenten. Diese Phase ist zum Glück zeitbegrenzt. Die Morgenübelkeit lässt sich dabei handhaben, wenn Sie vor dem Aufstehen etwas essen.

Sicher warten Sie darauf, dass das Dekolleté an Umfang zunimmt. Allerdings legt der Körper auch an Armen und Beinen zu. Das Bindegewebe lockert sich, um die Dehnung des Bauchgewebes zu ermöglichen. Dadurch kann es zu vermehrter Flüssigkeitseinlagerung in den Gliedmaßen und zu angeschwollenen Gelenken kommen. Ruhen Sie sich deshalb genügend aus. Absolvieren Sie Sportübungen im Liegen und finden Sie eine Möglichkeit zum Schwimmen. Dadurch werden alle Bänder und Sehnen des Körpers entlastet und geschont.

Veränderte Reaktion auf die Umwelt

Sollte Ihre Schwangerschaft in die Sommermonate fallen, prüfen Sie, ob Sie zur Bildung von Leberflecken neigen. In diesem Fall kann es passieren, dass bei direkter Sonneneinstrahlung ein regelrechter Schub von Pigmentflecken entsteht. Auch Sommersprossenbildung kann durch den Aufenthalt in der Sonne verstärkt werden. Ihr Körper reagiert jetzt in anderer Weise auf die Umwelt. Daher sollten Sie im Sommer leichte und luftdurchlässige Kleidung wählen, die Arme und Beine bedeckt.

Wenn das Baby in Ihrem Körper so groß gewachsen ist, dass es sich nicht mehr drehen kann, drückt es auf alle inneren Organe. Sodbrennen, häufigeres Wasserlassen und Rückenschmerzen können die Folge sein. Nehmen Sie in dieser Zeit viele kleine Mahlzeiten zu sich. Der zusammengedrückte Magen kann diese leichter verwerten. Meiden Sie die Speisen, von denen Sie häufig aufstoßen müssen und wählen Sie gesunde Nahrungsmittel. Auch wenn der Heißhunger Sie packt - Ihr Körper braucht Eisen, Zink, Magnesium und andere Spurenelemente, um die Organe des Babys zu bilden. Einer Mangelversorgung können Sie daher mit bewusster Ernährung vorbeugen.

Auch die Psyche reagiert

Stimmungsschwankungen sind normale Anzeichen für den neuen Lebensabschnitt. Sie werden nie wieder die Frau sein, die Sie bisher waren. Dieser Gedanke kann beunruhigen und Angst machen, denn die Geburt eines Kindes stellt Sie vor viele unsichere Faktoren. Daher sollten Sie über Ihre Ängste mit Menschen sprechen, die Ihnen einfach nur zuhören können. Ohne beschwichtigen zu wollen, Ängste sind etwas Natürliches innerhalb der Schwangerschaftszeit. Um sie zu verarbeiten, benötigen Sie keine guten Ratschläge, die sich später nicht in die Praxis umsetzen lassen. Es braucht nur die Zustimmung, sich unsicher fühlen zu dürfen. Sie wissen nicht, was Sie erwartet und wie es wird. Können Sie sich das von der Seele reden, harmonisiert sich auch Ihr Stimmungspegel.

Ihr wachsender Bauch macht Sie zunehmend unbeweglicher. Wenn der Moment kommt, an dem Sie Ihre Schuhe nicht mehr selbst zubinden können, wissen Sie, was Abhängigkeit bedeutet. Sie werden auf unzählige Handgriffe treffen, bei denen Sie plötzlich Hilfe brauchen. Sie dürfen nicht schwer heben, Sie sind wesentlich langsamer als früher und langes Stehen wirkt durch den Babybauch auf die Wirbelsäule. Ihr ganzer Aktionsradius scheint begrenzt. Grund genug, um manchmal frustriert zu sein. Denken Sie in diesen Momenten daran, dass Ihr Körper neues Leben birgt und sich dieser Aufgabe voll und ganz widmet. Nehmen Sie den Fokus von dem, was momentan nicht geht und schauen Sie auf das, was gerade passiert. Ein kleiner Mensch wächst in das Leben hinein.

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