18.03.2016

Für den nächsten Arztbesuch Fünf Dinge, die Ihr Arzt wissen sollte

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Foto: ©istock / monkeybusinessimages

Bevor Ihnen ein Mediziner helfen kann, braucht er Informationen. Unterstützen Sie ihn dabei, so viel wie möglich über Sie zu erfahren und kommen Sie gut vorbereitet zum nächsten Arztbesuch.

Damit der Arzt sich ein exaktes Bild von Ihrem Gesundheitsproblem machen kann, sollten Sie ihm die Antworten auf diese Symptom-Checkliste schriftlich vorlegen:

1. Nahrungsergänzungsmittel

Frei verkäufliche Gesundheits-Präparate vertragen sich mit Medikamenten manchmal nicht so gut. Sie können beispielsweise zu Wechselwirkungen (wie zum Beispiel Übelkeit, Kopfschmerzen) führen, im schlimmsten Fall ihren Therapieeffekt herabsetzen. Knochen-und Eisen-Präparate schwächen die Wirkung von Schilddrüsenhormonen und Johanniskraut die Wirkung von Cholesterinsenkern. Verdauungsfördernde Flohsamen können die Wirkung von Schmerzmitteln, Vitamine die von Antibiotika mindern. Machen Sie sich vor dem Arztgespräch eine Liste.

2. Lebenssituation

Bei rund 75 Prozent der Krankheiten spielen seelische Probleme mit hinein. Deshalb braucht der Arzt auch Informationen über Ihr soziales Umfeld, Ihre familiäre Lebenssituation, Schwierigkeiten im Job. Gab es da in den vergangenen Monaten besonders belastende Situationen? Haben Sie seitdem Ihre Beschwerden? Nehmen Sie ein kleines "Krisen-Protokoll" mit in die Praxis.

3. Medikamentenstärke

Hat Ihnen ein anderer Fachmediziner ein Medikament verschrieben, teilen Sie Ihrem Arzt nicht nur den Namen und die täglich eingenommene Dosis mit. Er muss auch wissen, wie hoch die Wirkstoff-Konzentration Ihrer Tabletten ist. Notieren Sie sich also die neben dem Präparate-Namen aufgeführte Zahl (z. B. 25 oder 100 mg).

4.Veränderungen seit dem letzten Besuch

Auch das sollte der Arzt wissen: Sind die Beschwerden besser oder sogar schlechter geworden, vertragen Sie Medikamente oder Therapien (auch Akupunktur oder Massage) oder gibt es Nebenwirkungen? Haben sich Leistungsfähigkeit, Schlafqualität, körperliches und seelisches Befinden gesteigert, Sie ab-oder zugenommen?

5. Ziehen Sie ehrlich Bilanz mit diesem 10-Punkte-Beschwerde-Profil

  • 1. Wo haben Sie die Hauptbeschwerden?
  • 2. Wie heftig sind sie auf einer Skala von 1 (kaum) bis 10 (maximal)?
  • 3. Wie fühlen sich die Schmerzen an?
  • 4. Strahlen sie aus?
  • 5. Gibt es zusätzliche Beschwerden?
  • 6. Was macht sie schlimmer, was besser?
  • 7. Wann sind sie zum ersten Mal aufgetreten, gab es einen Auslöser?
  • 8. Haben Sie sie schon einmal gehabt, wenn ja, wann?
  • 9. Wurden Sie deswegen schon mal behandelt, haben Sie sich selbst geholfen? Wenn ja, womit?
  • 10. Haben Verwandte auch schon ein solches Gesundheitsproblem gehabt?

Quelle: Bild der Frau 22052015

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