31.03.2016

Äpfel pestizidbelastet Gesund essen - aber was ist noch gesund?

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Foto: ©iStock/leonori

Rauchen kann tödlich sein. Wurst und Äpfel sind jetzt vermeintlich auch gesundheitsschädlich. Kaum ein Monat vergeht ohne einen Lebensmittelskandal.

Das schlägt auf den Magen: Nach einer Greenpeace-Prüfung stecken in neun von zehn Äpfeln Pestizide, also chemische Pflanzenschutzmittel, die der Umwelt schaden - und unserer Gesundheit. Fast gleichzeitig schlägt die Internationale Agentur für Krebsforschung "IARC" Alarm und stuft Wurst als "sicher krebserregend" ein, weil sie oft künstlich haltbarer gemacht wird. Man stellt sich also die Frage: Wieso dürfen solche Lebensmittel überhaupt in den Handel?

Die Menge macht das Gift

"So lange Grenzwerte nicht überschritten werden, gelten Lebensmittel als sicher", erklärt Christiane Huxdorff von Greenpeace. Für den Verbraucher werde es, da sind sich Experten einig, auch erst dann gefährlich, wenn er regelmäßig große Mengen belasteter Lebensmittel zu sich nehme. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft bei Obst und Gemüse Bio-Ware, rät Huxdorff, die sei pestizidfrei. Und isst, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, weniger Fleisch - zum Beispiel nicht mehr als 70 Gramm Rind pro Tag.

Aber das allein kann's ja nicht sein, findet Andreas Winkler von der Verbraucherorganisation Foodwatch: "Der Kunde kann nicht erkennen, wie viele Schadstoffe drinstecken. Derjenige, der die Ware verkauft, hat dafür zu sorgen, dass sie gesundheitlich unbedenklich ist!"


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