22.02.2016

Zahngesundheit 3 Tipps, wie Sie frühkindliche Karies vermeiden können

Von

Foto: © iStock / djedzura

Von der frühkindlichen Karies sind 10 Prozent der Kinder in Deutschland betroffen. Karies ist in Deutschland eine Volkskrankheit, der man aber vorbeugen kann. Wir sagen Ihnen wie.

Bereits im Milchgebiss kann sich Karies bilden. Die Bezeichnung für diese frühen Zahnschäden ist frühkindliche Karies. Diese kann unterschiedlich stark ausfallen und zählt zu den schwerwiegenden Gesundheitsstörungen. Unterschieden wird zwischen mild-moderat, moderat-schwer und schwer. Helfen Sie Schmerzen, Abszessen und Fieberständen, die dadurch entstehen können, zu vermeiden. Es kann sogar soweit gehen, dass Sprachstörungen hervorgerufen werden oder die Nahrungsaufnahme erschwert wird. Das muss aber nicht sein, denn schon durch eine zahngesunde Ernährung und die folgenden Präventionsmaßnahmen kann dem einfach und wirksam vorgebeugt werden:

1. regelmäßige Zahnpflege

Das wichtigste ist die Zahnpflege. Unterstützen Sie Ihr Kind bei einer systematischen Zahnpflege, welche mindestens morgens nach den Frühstück und am Abend nach der letzten Mahlzeit bzw. dem letzten Getränk, ausgenommen Wasser, erfolgen sollte. Mindestens bis zum Schulbeginn sollten Sie als Eltern Ihrem Kind die Zähne nachputzen, da Kinder in der Regel noch nicht in der Lage sind, dies gründlich zu tun.

Sein Sie Ihrem Kind ein Vorbild und putzen Sie gemeinsam mit ihm die Zähne. Machen Sie daraus ein Ritual und sein sie konsequent. So wird das Zähneputzen irgendwann in Fleisch und Blut übergeben und es wird für alle zur Normalität.

2. zahngesundheitliche Ernährung

Unter zahngesundheitlicher Ernährung versteht sich zuckerarme Kost, viel und vor allem frisches Obst und Gemüse, sowie körniges Brot. Vermeiden Sie zuckerhaltige Zwischenmahlzeiten und gesüßte Getränke. Welche Lebensmittel gesund für Zähne sind finden Sie auch in unserem Beitrag 10 Nahrungsmittel, die unseren Zähnen gut tun.

Zudem sollten Sie Kleinkinder rechtzeitig vom Nuckel entwöhnen, gleiches gilt für die Flasche. Beide begünstigen eine schlechte Zahnstellung. Das lange Trinken über den Sauger, vor allem abends und von gesüßten Tees oder Fruchtsäften, fördert Karies.

3. regelmäßiger Zahnarztbesuch

Kinder sollten mindestens 2 Mal im Jahr einem Zahnarzt vorgestellt werden. Er kann schnell feststellen, ob Ihr Kind zu Karies neigt oder nicht und Ihnen weitere wertvolle Tipps geben. Zudem kann er aufkommende Schäden an den Zähnen erkennen und entsprechend behandeln. Ein weiter Vorteil ist, dass sich Ihr Kind so an den Zahnarztbesuch gewöhnt und so eventuelle Ängste gar nicht erst aufkommen. Es gibt in Deutschland sogar reine Kinderarztpraxen, die sich auf die Zahnmedizin für Kinder spezialisiert haben. Die Praxen sind kindergerecht eingerichtet und die Ärzte und Schwestern geschult im Umgang mit den kleinen Patienten.

Wenn Sie diese 3 Tipps befolgen, verhindern Sie die frühkindliche Karies, fördern die Mundhygiene des Kindes und den Umgang mit der Zahnbürste und dem Zahnarztbesuch.

Umstritten hingegen ist die Zugabe von Fluorid. Hier sollten Sie sich entsprechend Informieren und von Fall zu Fall entscheiden, was zu tun ist.

Hier finden Sie weiter Informationen zum Thema Zähne:

Die optimale Technik

Zahnschäden durch Mundpiercings

Gesunde Zähne

Regelmäßig zum Zahnarzt

Seite