01.07.2010 - 00:00

Tagestipp Faszination Mensch Das Nervensystem

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Ob Atmung, Verdauung, Stoffwechsel oder Wasserhaushalt – all diese körperlichen Funktionen werden vom vegetativen Nervensystem gesteuert.

Dies geschieht weitgehend ohne unseren Willen: Selbst bei Bewusstlosigkeit übt das vegetative Nervensystem noch seine Funktionen aus.
Das vegetative Nervensystem versorgt hauptsächlich die so genannte glatte Muskulatur aller Organe, das Herz und die Drüsen. Glatte Muskulatur befindet sich in den Organen, welche der willkürlichen Kontrolle entzogen sind (z.B. Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse). Darüber hinaus kontrolliert das vegetative Nervensystem auch Organe und Organsysteme wie etwa die innere Augenmuskulatur.

Was ist das vegetative Nervensystem?

Der menschliche Körper besitzt zwei Nervensysteme: das somatische und das vegetative Nervensystem. Während das somatische Nervensystem größtenteils bewusst vom Menschen gesteuert werden kann, kann das vegetative Nervensystem weitgehend nicht willkürlich kontrolliert werden. Daher wird es auch als autonomes Nervensystem bezeichnet. Das vegetative Nervensystem untergliedert sich in drei verschiedene Nervensysteme: den Sympathikus, den Parasympathikus und das enterische (intramurale) System.

Enterisches System
Das enterische System besteht aus vegetativen Nervenfasern und Ganglien in der Wand von Hohlorganen wie Herz, Magen oder Darm. Zum enterischen System zählt auch das Darmwandnervensystem, welches völlig unabhängig vom zentralen Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) funktioniert.

Zwischen Aktivität und Ruhe
Funktionell kann man Sympathikus und Parasympathikus als Gegenspieler verstehen, das heißt ihre Wirkungen auf die Organe sind meist gegensätzlich. Der Sympathikus versetzt den Körper in einen Zustand höherer Aufmerksamkeit und Fluchtbereitschaft, der Parasympathikus hingegen drosselt die allgemeinen Funktionen und bringt den Menschen in einen Ruhezustand. Ein Mensch, der einer unmittelbaren Stresssituation ausgesetzt ist, wird zum Beispiel versuchen, die Flucht zu ergreifen. Sein Sympathikus ist hochaktiv und bewirkt verschiedenste Dinge: Blut fließt in die Muskulatur, der Puls steigt an, die Schweißdrüsen werden aktiviert und die Lunge arbeitet stärker, damit mehr Sauerstoff ins Blut transportiert wird. Besteht keine Gefahr mehr, setzen die Wirkungen des Parasympathikus ein: Der Mensch beruhigt sich, seine Herzfrequenz sinkt, seine Schweißdrüsen arbeiten nicht mehr verstärkt und auch seine Lungen benötigen weniger Sauerstoff.
Auch wenn Sie das vegetative Nervensystem nicht bewusst steuern können, so können Sie es zumindest teilweise beeinflussen – zum Beispiel durch Autogenes Training!
Auch wenn es einem im Alltag nicht bewusst ist: Das Großhirn arbeitet nonstop – ob beim Lesen, Sprechen oder Erinnern!

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