20.07.2012 - 18:18

Darf ich noch Wasser aus der Leitung trinken?

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Unser Wasser ist sauber, versichern Behörden und Wasserwerke immer wieder. Stimmt nicht! Zumindest in öffentlichen Gebäuden sollten Besucher vorsichtig sein. Das ergab der bundesweite Test vom TÜV Rheinland und BILD der FRAU.

Die Wasserwerke kontrollieren die Qualität des Trinkwassers mehrmals täglich. Auch das Bundesumweltamt findet in seinem neuesten Bericht nur gute Worte: In Deutschland hält Leitungswasser die strengen Vorgaben der Trinkwasserverordnung zu 99 Prozent ein. Trinkwasser ist das am besten kontrollierte
Lebensmittel. Und weil wir es unser Leben lang trinken, gelten dafür sogar strengere Grenzwerte
als für Mineralwasser.


Aber: Was bei uns aus dem Hahn dann schließlich fließt, darauf haben die Versorgungsunternehmen keinen Einfluss mehr, dafür sind die Gebäudebetreiber oder die Vermieter verantwortlich. So regelt es auch die neue Trinkwasserverordnung seit 1. November 2011. Danach müssen z.B. Mietshäuser, Betriebe und ö ffentliche Einrichtungen mit über 400 Liter Warmwassertanks jährlich ihr Wasser auf Legionellenbefall untersuchen lassen. Denn die Gefahren lauern in den Hausleitungen.


„Verkeimungen bilden sich erst durch kaputte Leitungen, durch stehendes oder nur langsam fließendes Wasser, oder wenn nur wenig Wasser mit wenig Druck durch die Leitungen fließt. Leicht bilden sich dann schleimartige Biofilme, die Keime ins Trinkwasser abgeben“, erklärt Dr. Dormagen. Auch mangelnde Hygiene in sanitären Anlagen kann zur Verkeimung des Wassers führen, wenn beispielsweise der Wasserhahn nicht richtig und regelmäßig gereinigt wird.

Das Fazit von TÜV Rheinland Experte Dr. Dormagen:
"Die Hände waschen würde
ich mir noch in öffentlichen Anlagen, Wasser trinken nur im Notfall."


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