Aktualisiert: 25.03.2021 - 18:47

Die Corona-Krise hält uns wach Nebenwirkung der Pandemie: Jeder Fünfte hat Schlafstörungen

Von der Redaktion

Die Situation belastet wohl jeden von uns auf die eine oder andere Art. Einer Umfrage zufolge schlagen sich die Sorgen durch pandemiebedingte Schlafstörungen nieder.

Foto: Getty Images/Maskot

Die Situation belastet wohl jeden von uns auf die eine oder andere Art. Einer Umfrage zufolge schlagen sich die Sorgen durch pandemiebedingte Schlafstörungen nieder.

Schlafen Sie derzeit entspannt? Wenn nicht, geht es Ihnen wie vielen anderen im Bundesgebiet. Unter Schlafstörungen leiden viele – bei einem Fünftel der Bevölkerung sind diese aber derzeit auf die Pandemiesituation zurückzuführen. Das hat eine Umfrage ergeben. Eine Gruppe sticht dabei besonders heraus.

Was macht die derzeitige Situation mit uns? Seit über einem Jahr befinden wir uns nun schon im Pandemiemodus, haben Sorgen vor einem Virus, sind angespannt, ärgern uns mitunter über andere und über die Regierung, beobachten einen Stimmungswandel in der Bevölkerung. Das schlaucht – und nicht wenige von uns nehmen diese Sorgen offenbar mit in den Schlaf. Oder eben nicht, denn an Schlaf ist bei manchem derzeit gar nicht so richtig zu denken. Eine Umfrage hat ergeben: Jede:r fünfte Bundesbürger:in leidet unter Schlafstörungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie.

Die Corona-Krise raubt uns die Nachtruhe: Schlafstörungen weit verbreitet

Pandemiebedingte Schlafstörungen – das ist eine Diagnose, die wir uns gerne ersparen würden. Doch Sorgen rauben nun mal den Schlaf. Eine Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) nennt nun explizite Zahlen.

Im März 2021 hat das Marktforschungsinstitut 1004 Personen zwischen 18 und 70 Jahren zu ihrer derzeitigen Schlafsituation befragt. Die Ergebnisse sind bezeichnend: Rund 20 Prozent der Befragten berichteten von Schlafstörungen, die sie vor der Pandemie so nicht kannten.

Ganz besonders betroffen: Eltern mit jungen Kindern

Vor allem eine Gruppe leidet unter gestörter Nachtruhe: Eltern mit Kindern unter 12 Jahren gaben zu 30 Prozent an, nachts nicht mehr gut schlafen zu können. Gründe hierfür sind nicht genannt worden, sie dürften sich aber irgendwo zwischen Sorgen um Kindergarten- und Schulsituation, Angst um die Kinder und Beruhigungsmaßnahmen ebendieser befinden.

Ein Problem mehr: Am Wochenende ist Zeitumstellung

Unser Schlafrhythmus lässt sich eben schnell beeinflussen. Nun kommt am Wochenende noch eine weitere Herausforderung auf unsere nächtliche Erholung hinzu: die Zeitumstellung auf Sommerzeit. Zwischen 2 und 3 Uhr in der Nacht von Samstag auf Sonntag wird die Uhr wieder eine Stunde vorgestellt. Die fehlende Stunde am Sonntag beeinflusst so manchen. Jährlich gibt es – auch außerhalb von Krisensituationen – in der Woche nach der Umstellung Beschwerden aus der Bevölkerung zu beklagen.

Das zeigte sich auch in der Forsa-Umfrage: Jeder Dritte berichtete, in den Tagen nach der Zeitumstellung morgens Probleme zu haben. Vor allem Frauen scheint die fehlende (und im Herbst zusätzliche) Stunde zu belasten: Schlafverhalten und Wohlempfinden leiden.

Immerhin geben die Befragten gleich einen Tipp mit: Das viele Spazierengehen derzeit, so sagt knapp die Hälfte, könnte gegen Probleme durch die Zeitumstellung helfen.

Seit Jahren wird über das Ende der Zeitumstellung in Europa diskutiert – einigen konnte man sich bis heute nicht. Und auch daran trägt die Corona-Krise eine Teilschuld: Es bleibt wohl keine Zeit, sich auch noch um dieses Problem zu kümmern.

Zeitumstellung: Was sie bringt und was sie mit uns macht
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Bis dahin, und nicht nur im Rahmen einer Pandemie, können wir aber zum Glück selbst ein bisschen was gegen Schlafstörungen tun:

Und für die Umstellung auf Sommerzeit haben wir hier 24 Tricks gegen den Mini-Jetlag. Wir wünschen einen hoffentlich bald wieder erholsameren Schlaf!

Hier finden Sie die Pressemeldung der KKH.

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