23.05.2018

Sunday Night Blues Sonntagsdepressionen – das können Sie dagegen tun

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Eine Sonntagsdepression holt uns alle von Zeit zu Zeit ein. Zum Glück gibt es ein paar Tricks, sich aus einem solchen Tief zu befreien.

Foto: iStock/Vladimir Vladimirov

Eine Sonntagsdepression holt uns alle von Zeit zu Zeit ein. Zum Glück gibt es ein paar Tricks, sich aus einem solchen Tief zu befreien.

Es ist Sonntag, und Sie haben keine Lust auf nichts? Lesen Sie, was Sie gegen Sonntagsdepressionen tun können.

Eben war doch noch Freitag, und plötzlich ist das lang ersehnte Wochenende schon wieder vorbei? Seit Sonntagmittag können Sie an nichts anderes denken, als an den Montag, der bleischwer über Ihnen hängt und Ihnen den tollen freien Tag verdirbt. Wer solche Gedanken und Gefühle hat, leidet sehr wahrscheinlich unter einer Sonntagsdepression! Aber keine Angst, dieses Tief ist keine Krankheit – und mit etwas gutem Willen, können Sie es selbst vertreiben.

Vorweg gesagt: Es gibt kein Generalrezept, denn während ein ruhiger Mensch eventuell einen stukturierten, abwechslungsreichen Ablaufplan benötigt, empfindet ein eher unruhiger Geist vielleicht eine bewusste Auszeit als besonders angenehm. Lesen Sie sich einfach durch unsere Tipps, einiges passt ganz bestimmt.

Sonntagsdepression: Warum ist man sonntags deprimiert?

Fast 50 Prozent der Deutschen sind von einer Sonntagsdepression oder dem sogenannten Sunday Night Blues betroffen. Das Trübsalblasen liegt ganz einfach am für Körper und Geist ungewohnten Wechsel von einer durchstrukturierten, aufregenden Woche und einer freien Zeit, die gefüllt werden muss.

75 Prozent der Menschen sind verschiedenen Studien zufolge am Sonntag Stubenhocker. Sie schlafen aus, sehen fern und verschieben Aktivitäten mit Freunden und der Familie meist auf samstags. Das Nichtstun ist bei einem Sonntagsblues allerdings das größte Problem, denn Angstzustände und Depressionen treten am häufigsten bei Inaktivität auf.

Was hilft gegen Sonntagsdepressionen?

Tipp 1: Experten raten dazu, sich eine To-Do Liste zu erstellen und Dinge, die man sonst am Samstag erledigt hätte, auf Sonntag zu schieben. Wer dagegen ganz bewusst auf totale Entspannung setzen will und sonntags nichts unternehmen möchte, für den gilt: Genießen Sie das Fernsehen, Baden, Herumliegen ganz bewusst und machen Sie kein Second Screening, lassen Sie Ihr Handy einfach mal ruhen und sich voll auf den Moment ein.

Tipp 2: Gehen Sie doch einfach schon am Freitag Abend aus. Dann hat ihr Körper zwei Tage Zeit für die Regeneration. Auch für die Psyche ist das ein echter Pluspunkt.

Tipp 3: Ob Lunchdate mit der neuen Kollegin, Museumsbesuche oder Sportpläne nach Feierabend oder ein Kinoabend mit Freunden – planen Sie frühzeitig die nächste Woche und machen Sie schöne Termine aus. Wer sich auf besondere Events freuen kann, bei dem haben Sonntagsdepressionen keine Chance.

Strukturieren Sie, wenn sie das möchten, auch das Wochenende, d. h. mindestens eine Unternehmung für Samstag und eine für Sonntag. Ideal ist, nicht allein zu bleiben, verabreden Sie sich. Wer sich Sonntagsrituale wie das Brötchenholen, mit Freunden Brunchen oder Joggen angewöhnt, hat einen Plan und keine Zeit für Traurigkeit.

Tipp 4: Gestalten Sie den Wechsel zwischen voller Woche und leerem Wochenende sanft. Dafür müssen Sie sich nicht das Wochenende mit Aktivitäten vollpacken, denn freie Zeit muss sein. Feierabend ist Feierabend, also genießen Sie hier auch mal das Nichtstun! Lernen Sie, entspannt mit freier Zeit umzugehen, vertrauen und folgen Sie Ihren Launen.

Tipp 5: Wenn Sie die Sonntagsdepression doch einmal erwischt haben sollte, machen Sie sich nichts draus, denn jeder hat mal ein Down. Lassen Sie das Tief ruhig mal zu, und machen Sie sich bewusst, dass es auch wieder geht. Nicht nur im Falle des Sonntagsblues: Stellen Sie sich selbst einfach mal ins Zentrum Ihres Tuns: Decken Sie sich den Tisch schön, machen Sie den Tag zum Wohlfühltag, bei dem Sie im Zentrum stehen. Seien Sie dankbar für Ihre Umgebung, dankbar für vermeintliche Kleinigkeiten herum, den Sonnenschein, das Vogelgezwitscher, den netten Gruß der Nachbarn. Auch Ihre Lieblingsmusik wirkt sicher ganz wunderbar gegen die Sonntagsdepression.

Bei lang anhaltenden Beschwerden: Hilfe kann nicht schaden

Auch gutes und gesundes Essen hebt die Stimmung. Sie suchen nach Inspirationen? Hier sind die Happy Food: 14 Lebensmittel für gute Laune.

Eine schöne Inneneinrichtung kann ebenso das Stimmungstief heben. Denn das Glück steht in den kleinen Dingen.Haben Sie schon einmal von der Raumseele gehört?

Eine Sonntagsdepression geht meist schnell wieder vorbei. Wenn Sie sich aber über längere Zeit leer und antriebslos fühlen, könnte etwas mehr dahinterstecken. So erkennen Sie eine behandlungsbedürftige Depression. Und auch, wenn Sie feststellen, dass Ihre Sonntagsdepression damit einhergeht, dass Sie sich vor dem Job und der neuen Woche fürchten, kann professionelle Hilfe nicht schaden.

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